Duales Studium, Vorteile, Nachteile, Anbieter
Duales Studium, Theorie und Praxis kombinieren
Beim dualen Studium sind ein Hochschulstudium und Praxisphasen bei einem Praxispartner miteinander verknüpft. Das Modell verbindet theoretisches Wissen mit beruflicher Erfahrung. Je nach Studienmodell wechseln sich Hochschul- und Praxisphasen ab oder finden parallel statt; eine Vergütung kann vertraglich vereinbart sein. Dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über die einzelnen Modelle, ihre Vor- und Nachteile, bekannte Anbieter und die Punkte, auf die es bei der Bewerbung ankommt.
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Studienwahl und Studienplatz: Merkzettel für Bewerbung und Zulassung
Der Weg vom passenden Studiengang bis zur Einschreibung, die Bewerbungswege im Vergleich, die Quoten bei einem Numerus clausus sowie die Schritte nach Zusage und Absage. Fristen und Quoten verweisen bewusst auf die eigene Hochschule.
Was ist ein Duales Studium?
Ein duales Studium vereint Hochschullehre mit praktischer Erfahrung beim Praxispartner. Die erforderlichen Verträge richten sich nach dem konkreten Modell und dem Anbieter. Eine Vergütung sowie die Übernahme von Studiengebühren können vereinbart werden; informiere dich gründlich vor der Unterschrift.
Drei Hauptmodelle
- Praxisintegrierendes Studium: Praxisblöcke sind fest in den Studiengang eingebunden und mit dem Studium verzahnt. Die zeitliche Abstimmung zwischen Hochschule und Praxispartner hängt vom jeweiligen Studiengang ab.
- Ausbildungsintegrierendes Studium: Du absolvierst gleichzeitig ein Studium und eine Berufsausbildung, beispielsweise als Industriekauffrau oder -kaufmann. In der Regel erhältst du am Ende sowohl den akademischen als auch den beruflichen Abschluss.
- Berufsintegrierendes Studium: Dieses Angebot richtet sich an Berufstätige; die Berufstätigkeit fließt dabei inhaltlich und organisatorisch in das Studium ein. Je nach Anbieter gestaltet sich die Struktur des Studiums unterschiedlich.
Vorteile
- Eine Vergütung während der Praxisphasen kann vereinbart sein; ihre Höhe richtet sich nach Vertrag, Branche und Praxispartner.
- Betriebspraxis stärkt spätere Bewerbungsunterlagen nachhaltig.
- Der Einstieg beim Praxispartner kann nach dem Abschluss möglich sein, ist aber nicht garantiert.
- Übernahme der Studienkosten durch den Partner zeigt sich anhand von Vertrag und spezifischem Angebot.
- Schnellerer Einstieg ins Berufsleben möglich.

Nachteile
- Hohe Arbeitsbelastung: Die Verbindung von Studium und Praxis lässt oft weniger freie Zeit; die genaue Belastung hängt vom Studienmodell ab.
- Vertragliche Bindungen: Der Vertrag kann Regelungen für die Zeit nach dem Abschluss oder für einen vorzeitigen Ausstieg enthalten. Prüfe diese Regelungen vor der Unterschrift.
- Je nach Studienmodell sinkt der Spielraum für Auslandssemester oder Hobbys.
- Bei Vertragsende beim Partner können Auswirkungen fürs Studium entstehen. Möglicher Wechsel oder Weiterführung entscheiden Hochschule und schriftliche Zusage gemeinsam.
- Die Verteilung von Theorie und Praxis unterscheidet sich je nach Studiengang. Schau dir Modulübersicht und Studienplan an, um deine fachlichen Ziele besser einzuschätzen.
Beliebte Anbieter und Hochschulen
- Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW): Die DHBW ging 2009 aus der Berufsakademie Baden-Württemberg hervor, deren duales Modell bereits 1974 startete.
- IU Internationale Hochschule (privat): bietet duale Bachelorstudiengänge in verschiedenen Fachrichtungen an.
- Hochschule Niederrhein, Mainz und Aalen: Hochschulen mit dualen Studienangeboten.
- FOM Hochschule : bietet vor allem berufsbegleitende Studienformate an; prüfe, ob ein gewünschter Studiengang dual angeboten wird.
- Weitere duale Studienangebote bieten staatliche und private Hochschulen sowie Berufsakademien an.
Beliebte Studiengänge
Dual studierbar sind unter anderem Wirtschaftsinformatik, BWL, Maschinenbau, Elektrotechnik, Soziale Arbeit und IT/Informatik. Praxispartner können je nach Studiengang Unternehmen, soziale Einrichtungen oder andere Organisationen sein.
Bewerbungsablauf
- Passenden Praxispartner suchen: Frühzeitig die Fristen für Betrieb und Wunschstudium klären.
- Das Auswahlverfahren durchlaufen: Welche Unterlagen, Tests oder Gespräche vorgesehen sind, legt der Praxispartner fest.
- Die für den Studiengang erforderlichen Verträge und Unterlagen nach den Vorgaben von Hochschule und Praxispartner abschließen.
- Einschreibung erledigen und Vertragsdokumente signieren.

Gehalt im dualen Studium
Das Entgelt im dualen Studium wird individuell vereinbart und kann je nach Branche, Praxispartner und Studienjahr variieren. Ob Studiengebühren oder Beiträge anfallen und wer sie trägt, hängt von Hochschule, Studienmodell und Vertrag ab.
Wie sieht der typische duale Studierende aus?
Wichtig sind die Zugangsvoraussetzungen des jeweiligen Studiengangs sowie die Anforderungen des Praxispartners. Wer noch nicht weiß, wohin es beruflich gehen soll, sollte verschiedene Studien- und Ausbildungswege vergleichen, denn ein duales Studium verbindet das Studium früh mit einem Praxisfeld.
Praxistaugliche Tipps für die Bewerbung
- Frühzeitig mit der Recherche beginnen und die jeweiligen Bewerbungsfristen einhalten.
- Lebenslauf firmenspezifisch anpassen und bei Großkonzernen Praktika, Auslandsaufenthalte sowie Engagement hervorheben.
- Gewünschten Studiengang und Studienort in der Bewerbung eindeutig benennen.
- Plan B einplanen und sich zusätzlich auf reguläre Studiengänge bewerben.
Häufige Fragen vor der Entscheidung
- Möchte ich nach dem Abschluss direkt in den Beruf einsteigen oder weiterlernen?
- Akzeptiere ich die Bindung an einen festen Betrieb?
- Meistere ich Studium und Praxis innerhalb der geplanten Zeit?
- Interessiere ich mich für eine bestimmte Branche oder ein konkretes Berufsprofil?
Zum Schreiben in der Praxisphase: Praxisbericht im dualen Studium und Projektarbeit an der DHBW.




