Was bedeutet „intrigant“? Bedeutung und Verwendung
Intrigant: Bedeutung und Verwendung erklärt. Die Seite erklärt den Begriff und zeigt seinen Satzzusammenhang.
Intrigant: Bedeutung und Verwendung
„Intrigant“ kann eine Person oder ein Vorgehen als zu Intrigen neigend, Ränke schmiedend und hinterhältig beschreiben. Welche Deutung passt, zeigt der konkrete Satz.
Kernbedeutung von „intrigant“
„Intrigant“ bezeichnet eine Neigung zu Intrigen oder zum Schmieden von Ränken und bewertet diese Ausrichtung als hinterhältig. Das Wort ist bildungssprachlich.
Beispiel: „Die intrigante Figur versuchte, die anderen gegeneinander auszuspielen.“ Das beschreibt die Figur als hinterhältig und auf Intrigen ausgerichtet.
Prüfe bei einem konkreten Satz, ob die Aussage tatsächlich eine Neigung zu Intrigen, Ränken oder Hinterhältigkeit ausdrücken soll. Fehlt dieser Bezug, wähle eine Formulierung, die die beabsichtigte Beschreibung genauer trifft.

Bedeutung und Aussageabsicht im Kontext
Für die Deutung lassen sich die folgenden Merkmale getrennt betrachten. Behandle sie als alternative Akzente und nicht als Pflichtkatalog für jeden einzelnen Satz:
- Neigung zu Intrigen: Das Wort bezeichnet eine Ausrichtung darauf, Intrigen zu spinnen.
- Ränke schmieden: Es kann hervorheben, dass jemand fortwährend auf Intrigen sinnt oder Ränke plant.
- Hinterhältigkeit: Es kann die hinterhältige Seite dieser Ausrichtung betonen.
Beziehe die Interpretation direkt auf die Kernaussage des Satzes: Im Fall „Die intrigante Figur versuchte, die anderen gegeneinander auszuspielen“ verweist das Wort auf ein auf Intrigen und Hinterhältigkeit gerichtetes Verhalten. Dagegen kennzeichnet „Das intrigante Vorgehen wurde kritisiert“ ein Vorgehen, das als von Intrigen und Ränken geprägt bewertet wird.
Prüfe anhand der Aussageabsicht, welcher dieser Bezüge im Satz gemeint ist. So wird erkennbar, ob „intrigant“ eine Neigung zu Intrigen, das Ränkeschmieden oder die Hinterhältigkeit hervorhebt.
Drei eigenständige Beispiele zur Verwendung
Die folgenden Beispielsätze sind neu formuliert und zeigen unterschiedliche Kontexte. Sie veranschaulichen die belegte Bedeutung, ohne zusätzliche Gebrauchsregeln aufzustellen.
- Zwischenmenschlicher Kontext: „Die intrigante Person streute widersprüchliche Aussagen über ihre Bekannte.“ Im Vordergrund steht hier die Neigung zu hinterhältigen Intrigen.
- Arbeitsbezogener Kontext: „Das intrigante Vorgehen erschwerte die gemeinsame Beratung.“ Das Adjektiv bezeichnet hier ein hinterhältiges Vorgehen, das von Intrigen und Ränken geprägt ist.
- Erzählender Kontext: „Im Roman wirkt der Berater intrigant, weil er mehrere Figuren gegeneinander ausspielt.“ Die Bezeichnung bezieht sich hier auf hinterhältiges, auf Intrigen ausgerichtetes Handeln.
Die Beispiele verwenden „intrigant“ in unterschiedlichen Satzumgebungen. Im ersten Beispiel wird eine Person beschrieben, im zweiten ein Vorgehen und im dritten eine Figur innerhalb einer Erzählung. Daraus folgt keine allgemeine Regel über die zulässige Verwendung. Für jeden neuen Satz bleibt zu prüfen, ob der konkrete Inhalt tatsächlich einen Bezug zu Intrigen, Ränkeschmieden oder Hinterhältigkeit herstellt.
Ein weiterer kurzer Beispielsatz lautet: „Seine intrigante Bemerkung lenkte den Verdacht auf einen anderen Beteiligten.“ Auch hier wird nicht behauptet, dass jede solche Bemerkung intrigant ist. Das Wort passt nur dann, wenn der Satz eine entsprechende hinterhältige oder auf Intrigen gerichtete Aussageabsicht erkennen lässt.
Abgrenzung zu ähnlichen Ausdrücken und mögliche Verwechslungen
„Intrigant“ sollte nicht pauschal mit jedem negativ wertenden Ausdruck gleichgesetzt werden. Die Quelle nennt zwar verwandte Beschreibungen wie „abgefeimt“, „arglistig“, „böse“ und „boshaft“, doch daraus folgt nicht, dass diese Wörter in jedem Satz austauschbar sind. Ihre Passung muss jeweils am konkreten Satz geprüft werden.
Der zentrale Bezug von „intrigant“ liegt bei Intrigen, Ränkeschmieden und hinterhältigem Vorgehen. Ein Satz, der lediglich Unfreundlichkeit, Ärger oder eine andere nicht näher belegte Eigenschaft ausdrückt, liefert für dieses Wort keinen automatisch ausreichenden Bedeutungsbezug. In einem solchen Fall sollte der konkrete Kontext erneut gelesen werden.
Auch eine zusätzliche Herkunftsdeutung oder eine besondere Fachbedeutung darf nicht aus dem Wort selbst erschlossen werden. Die Quelle nennt eine französische sprachgeschichtliche Verbindung, aber für die hier verlangte Erklärung ist daraus keine weitere heutige Bedeutung abzuleiten. Ebenso darf aus der bildungssprachlichen Kennzeichnung keine zusätzliche Regel über Textsorte, Anlass oder Personengruppe erfunden werden.
Bei einer möglichen Verwechslung hilft daher eine enge Prüfung: Beschreibt der Satz eine Neigung zu Intrigen, das Schmieden von Ränken oder eine hinterhältige Ausrichtung? Wenn dieser Bezug nicht erkennbar ist, sollte keine Gleichsetzung mit „intrigant“ vorgenommen werden.

Kurzcheck für die passende Verwendung
Prüfe zuerst die Kernbedeutung: Bezieht sich „intrigant“ im Satz auf eine Neigung zu Intrigen, auf Ränkeschmieden oder auf eine hinterhältige Ausrichtung? Wenn keiner dieser Bezüge erkennbar ist, sollte die Wortwahl erneut geprüft werden.
Prüfe danach den Kontext. Lies den vollständigen konkreten Satz und ermittle, ob eine Person, ein Vorgehen oder eine erzählerisch beschriebene Figur als intrigant gekennzeichnet wird. Die Quelle legt keine ausschließliche Beschränkung auf eine dieser Möglichkeiten fest. Entscheidend bleibt daher der belegte Bedeutungsbezug im Satz.
Prüfe außerdem die Aussageabsicht. Soll lediglich eine negative Eigenschaft genannt werden, oder wird eine Neigung zu Intrigen und Ränkeschmieden beziehungsweise eine hinterhältige Ausrichtung erkennbar? Diese Merkmale tragen die hier belegte Erklärung unmittelbar.
Prüfe zum Schluss mögliche Verwechslungen. Setze „intrigant“ nicht pauschal mit „abgefeimt“, „arglistig“, „böse“ oder „boshaft“ gleich, auch wenn die Quelle diese Ausdrücke nennt. Ermittle stattdessen, welches Merkmal der konkrete Satz tatsächlich ausdrückt. Wenn eine Herkunft, Fachbedeutung, Rechtsfolge oder allgemeine Verwendungsregel behauptet werden soll, muss dafür eine passende Quelle geprüft werden.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.duden.de (Stand vom 2026-08-15)
