Was bedeutet „Magna Cumme laude“?

Magna Cumme laude: Bedeutung und Verwendung

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Wortbedeutungen

„Magna cum laude“ ist die zweithöchste Prädikatsstufe bei der Promotion und bedeutet wörtlich „mit großem Lob“; die Schreibung „magna cumme laude“ ist ein verbreiteter Tippfehler.

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Magna cum laude: wörtliche Bedeutung und häufiger Tippfehler

„Magna cum laude“ setzt sich aus den lateinischen Wörtern magna (groß), cum (mit) und laude (Lob, Ablativ von laus) zusammen und wird wörtlich mit „mit großem Lob“ übersetzt. Der Duden führt den Ausdruck als feste Fügung mit der Bedeutung „sehr gut“ und der Ergänzung „zweitbestes Prädikat bei der Doktorprüfung“.

Die Schreibweise „magna cumme laude“ mit doppeltem m und e ist kein eigenständiger Ausdruck, sondern ein verbreiteter Tippfehler. Im Lateinischen existiert kein Wort „cumme“; gemeint ist stets die Präposition „cum“. Wer den Ausdruck in einer Abschlussarbeit, einem Motivationsschreiben oder einem Lebenslauf verwendet, sollte deshalb konsequent bei der korrekten Form „magna cum laude“ bleiben. Der Fehler entsteht vermutlich durch eine falsche Analogie zu deutschen Wörtern, in denen ein Doppelkonsonant naheliegend wirkt, oder durch eine Verwechslung mit der Aussprache. Fachlich bleibt es jedoch bei der Fügung aus drei lateinischen Einzelwörtern, von denen keines verdoppelte Buchstaben enthält.

Für die reine Schreibprüfung helfen Rechtschreibung und Rechtschreibregeln: Sie fangen einen Tippfehler wie „cumme“ zuverlässig ab, wenn die lateinische Fügung im deutschen Fließtext auftaucht. Da es sich um eine lateinische Wendung handelt, wird sie im deutschen Satz üblicherweise kursiv gesetzt oder in Anführungszeichen wiedergegeben, aber nicht großgeschrieben, außer am Satzanfang.

Konkreter Abschlusscheck zu Magna Cumme laude Bedeutung

Die vier Prädikatsstufen der Promotion im Überblick

Bei der Promotion in Deutschland und der Schweiz wird die Dissertation traditionell mit lateinischen Prädikaten bewertet. Nach der von Fakultät zu Fakultät variierenden Praxis lautet die gängige Reihenfolge von der besten zur niedrigsten bestandenen Note: summa cum laude, magna cum laude, cum laude und rite. Alle vier Stufen setzen eine bestandene Promotion voraus; darunter liegt nur noch „nicht bestanden“.

Der Duden ordnet die einzelnen Stufen so ein: summa cum laude als „mit Auszeichnung“ und bestes Prädikat, magna cum laude als „sehr gut“ und zweitbestes Prädikat, cum laude als „gut“ und drittbestes Prädikat, rite als „genügend“ und geringstes Prädikat bei der Doktorprüfung.

Als Beispiel für eine zahlenmäßige Entsprechung nennt die Fachliteratur die Notenskala der Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik der LMU München: Dort steht summa cum laude für eine Note zwischen 0,5 und 0,7, magna cum laude für eine Note zwischen 0,7 und 1,5, cum laude für eine Note zwischen 1,5 und 2,5, rite für eine Note zwischen 2,5 und 3,3. Diese Skala gilt ausdrücklich nur als Beispiel einer einzelnen Fakultät und ist nicht automatisch auf andere Universitäten übertragbar.

Beim Aufschreiben eines solchen Prädikats in der eigenen Groß- und Kleinschreibung bleiben die lateinischen Wörter klein, auch wenn sie wie ein Eigenname wirken. Bei der Getrennt- und Zusammenschreibung bleibt die Wendung als dreiteilige Fügung stets getrennt geschrieben, niemals mit Bindestrichen zusammengezogen. Wird das Prädikat in einem Satz mit weiteren Angaben genannt, regelt die Kommasetzung, ob ein Komma vor oder nach der Fügung steht, und die Zeichensetzung insgesamt, wie ein Punkt oder Klammerzusatz am Satzende gesetzt wird.

In älteren Urkunden kann die Rechtschreibreform erklären, warum umliegende deutsche Begriffe anders geschrieben sind als heute; die lateinischen Prädikate selbst waren davon nicht betroffen. Für eine erste formale Kontrolle des eigenen Textes können Rechtschreibprogramme eingesetzt werden, wobei viele Programme lateinische Fügungen wie „magna cum laude“ zunächst als Fehler markieren und manuell bestätigt werden müssen.

Wer die Vergabe regelt: die Promotionsordnung der Hochschule

Ob und in welcher Form ein Doktorgrad mit magna cum laude vergeben wird, legt jede Universität eigenständig in ihrer Promotionsordnung fest. Die Fachliteratur weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Bewertungspraxis von Hochschule zu Hochschule und von Fach zu Fach unterscheidet, sodass ein direkter Vergleich zwischen zwei Promotionen nur eingeschränkt möglich ist. Manche Promotionsordnungen verzichten sogar vollständig auf lateinische Prädikate: Nach der Promotionsordnung der TU München werden Dissertationen grundsätzlich nur mit „mit Erfolg bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet, ein „mit Auszeichnung bestanden“ (summa cum laude) wird dort nur bei durchgängig übereinstimmender Bestbewertung zusätzlich vergeben.

Für Studierende und Promovierende folgt daraus: Die für die eigene Promotion gültige Regel steht nicht allgemein fest, sondern ausschließlich in der Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät. Diese wird von der Universität veröffentlicht, meist auf der Website der zuständigen Fakultät oder des Promotionsbüros, und legt sowohl die möglichen Prädikate als auch die Kriterien für ihre Vergabe fest.

Beim wissenschaftlichen Schreiben über das eigene Promotionsergebnis empfiehlt sich deshalb, das erreichte Prädikat stets zusammen mit der ausstellenden Fakultät zu nennen, statt es als allgemeingültige Note darzustellen. Wird das Prädikat im Lebenslauf oder Anschreiben abgekürzt, hilft die Seite Abkürzungen richtig schreiben bei der formal korrekten Darstellung. Für die inhaltliche Einordnung weiterer lateinischer Fachbegriffe rund um die Promotion sind die Wortbedeutungen und Abkürzungen eine geeignete Anlaufstelle.

Grammatisch wird „magna cum laude“ im deutschen Satz meist ohne Artikel der, die oder das verwendet, etwa in „Sie wurde magna cum laude promoviert“. Eine Pluralbildung der Fügung selbst gibt es nicht; gemeint sind stets mehrere Personen, die jeweils einzeln dieses Prädikat erhalten haben, nicht ein pluralisierter Ausdruck. Ein deutsches Synonym für magna cum laude ist die Umschreibung „sehr gut bestanden“, die den lateinischen Fachbegriff im Fließtext verständlich ergänzen kann, ihn aber formal nicht ersetzt.

Konkrete Regel und vollständige Beispielsätze zu Magna Cumme laude Bedeutung

Magna cum laude in unterschiedlichen Textformen

Wie das Prädikat magna cum laude erscheint, hängt vom jeweiligen Dokument ab. In der Promotionsurkunde steht es meist als formale Auszeichnung neben dem verliehenen Doktorgrad. In einer Dissertation selbst taucht der Ausdruck in der Regel gar nicht auf, da die Bewertung erst nach Abschluss des Verfahrens feststeht. Im Lebenslauf oder in einer Bewerbung wird das Prädikat dagegen bewusst genannt, um die Qualität der Promotion zu belegen.

Wer verschiedene Textformen vergleicht, sollte deshalb zwischen der amtlichen Urkunde, dem wissenschaftlichen Lebenslauf und einer informellen Erwähnung etwa in einem Anschreiben unterscheiden: Die Urkunde ist die verbindliche Quelle für das tatsächlich verliehene Prädikat, alle anderen Nennungen geben diese Angabe nur wieder und sollten mit ihr übereinstimmen.

In internationalen Kontexten kann die Übersetzung des Prädikats zusätzlich variieren, da nicht jedes Land dieselbe vierstufige lateinische Skala verwendet. Wird ein deutscher oder Schweizer Doktorgrad im Ausland vorgelegt, lohnt sich deshalb ein Blick in die Promotionsordnung der ausstellenden Fakultät, um die Einordnung des Prädikats korrekt zu erläutern.

So verwendest du die Bezeichnung richtig

Prüfe die Verwendung von „magna cum laude“ in dieser Reihenfolge:

  1. Schreibe die Fügung korrekt als drei getrennte Wörter „magna cum laude“, nicht als „cumme“ oder in einer anderen abweichenden Form.
  2. Ordne das Prädikat richtig ein: zweitbeste Stufe nach summa cum laude, vor cum laude und rite.
  3. Nenne bei der Verwendung im Lebenslauf oder in einer Bewerbung stets auch die ausstellende Fakultät oder Universität.
  4. Verwende keine allgemeine Notenzahl, ohne sie ausdrücklich der Promotionsordnung der jeweiligen Hochschule zuzuordnen.
  5. Schlage bei Unsicherheit über die genaue Bedeutung in der eigenen Promotion in der aktuell gültigen Promotionsordnung der zuständigen Fakultät nach.
  6. Vermeide eine wertende Übersetzung, die über die belegte Bedeutung „sehr gut“ hinausgeht.

Für die formale Seite können Rechtschreibung, Groß- und Kleinschreibung, Kommasetzung und Zeichensetzung getrennt kontrolliert werden. Für die inhaltliche Einordnung bleibt jedoch die Promotionsordnung der jeweils zuständigen Hochschule maßgeblich, da nur sie festlegt, welche Prädikate vergeben werden und welche Kriterien dafür gelten.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Magna Cumme laude

Ist „Magna cumme laude“ als akademische Bewertung belegt?

In den vorliegenden Belegen ist die vollständige Wortfolge nicht als akademische Bewertung ausgewiesen. Eine solche Einordnung sollte deshalb nur übernommen werden, wenn sie aus dem konkreten Dokument oder einer direkt zuständigen offiziellen Quelle hervorgeht.

Was bedeutet „Magna“ allein?

„Magna“ wird im herangezogenen Eintrag als eigenständige Bezeichnung mit mehreren möglichen Bezügen geführt, darunter ein Ort, historische Benennungen, Unternehmen, Fahrzeuge, ein Motorradmodell und eine Farbe. Der konkrete Kontext entscheidet, welcher Eintrag gemeint ist.

Was bezeichnet „Lauda“ im belegten Zusammenhang?

„Lauda“ wird im herangezogenen musikalischen Zusammenhang als Form geistlicher Lieder beschrieben. Der Beleg nennt eine Entstehung aus frommen Bruderschaften und musikalische Entwicklungen. Daraus folgt keine Bedeutung der vollständigen Wortfolge.

Darf man „Magna“ und „Lauda“ zur Erklärung zusammenfügen?

Nein, eine gemeinsame Bedeutung ist durch die vorliegenden Einzelbelege nicht ausgewiesen. Beide Ausdrücke müssen zunächst in ihrem jeweiligen konkreten Satz- und Fachzusammenhang geprüft werden.

Wie sollte ich die Wortfolge in einem Dokument prüfen?

Sichere zunächst die vollständige Fundstelle, prüfe den genauen Satzkontext und ermittle die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen. Übernimm die Bedeutung erst, wenn eine direkt passende Definition vorliegt.

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