Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch verstehen
Anglizismen verständlich erklärt
Als Anglizismen bezeichnet man sprachliche Übernahmen oder Einflüsse aus dem Englischen. Dieser Ratgeber erklärt Anglizismen verständlich und hilft dir, ihren Gebrauch im deutschen Sprachgebrauch zu verstehen.
Anglizismen fachlich einordnen
Ein Anglizismus ist nach Duden die Übertragung einer für das britische Englisch charakteristischen sprachlichen Erscheinung auf eine nicht englische Sprache. Dazu können übernommene Wörter wie „Streaming“ gehören, aber auch andere sprachliche Einflüsse. Im deutschen Sprachgebrauch begegnen Anglizismen daher in verschiedenen Formen.
Prüfe während deines Studiums oder beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten einen Ausdruck Schritt für Schritt. Bestimme zunächst seine Herkunft und vergleiche anschließend, wie eine Fachquelle ihn einordnet. Verwende die Bezeichnung Anglizismus erst, wenn die Quelle den englischen Bezug für den untersuchten Ausdruck oder die sprachliche Erscheinung belegt.
Für Aussagen zu Übersetzung, Verständlichkeit, Stil oder Wirkung nutze eine weitere, dazu passende Fachquelle. Trenne die Einordnung eines untersuchten Wortes von solchen zusätzlichen Aussagen.
Eine passende Arbeitsfrage lautet: Welche Herkunft weist die Fachquelle für das untersuchte Wort aus, und wie ordnet sie es ein? Kläre diese Punkte, bevor du den Ausdruck als Anglizismus bezeichnest.

Begriff, Merkmale und Anwendung ordnen
Anglizismen können als übernommene Wörter wie „Streaming“ auftreten. Nach Duden kann der Begriff auch andere aus dem Englischen übertragene sprachliche Erscheinungen bezeichnen. Im deutschen Sprachgebrauch zeigt sich ihr Gebrauch je nach Ausdruck und Kontext.
| Prüfschritt | Dokumentation |
|---|---|
| Ursprung prüfen | Halte fest, welche Herkunft die verwendete Fachquelle für das untersuchte Wort ausweist. |
| Erkennbarkeit prüfen | Dokumentiere die Schreibweise und gegebenenfalls die Aussprache, soweit sie für die Einordnung relevant sind. |
| Englischen Ursprung prüfen | Prüfe, ob die verwendete Fachquelle einen Bezug zum Englischen ausweist. |
| Bezeichnung festhalten | Verwende Anglizismus, wenn eine zuverlässige Quelle die Einordnung für das Wort oder die sprachliche Erscheinung stützt. |
Nach der Definition helfen konkrete Beispiele bei der Anwendung. Wörter wie „Streaming“ zeigen, dass Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch als übernommene Ausdrücke vorkommen können. Bei linguistischen Analysen in der Wissenschaft solltest du die Einordnung nachvollziehbar darstellen.
Fremdwort, Lehnwort und Anglizismus bezeichnen unterschiedliche sprachliche Einordnungen. Ein Anglizismus kann ein übernommenes Wort wie „Streaming“ sein, aber auch eine andere aus dem Englischen übertragene sprachliche Erscheinung. Für die Abgrenzung sind die Erläuterungen der Fachquelle maßgeblich.
Ordne ein konkretes Wort nicht allein nach seinem englisch wirkenden Schriftbild zu. Prüfe stattdessen Herkunft und Einordnung in einer Fachquelle. Bleibt die Zuordnung offen, dokumentiere den Recherchebedarf.
Die Prüfung Schritt für Schritt durchführen
- Untersuchungswort festhalten. Notiere das Wort exakt in der Schreibweise, in der es im eigenen Text vorkommt. So entsteht ein klar abgegrenzter Prüfgegenstand.
- Übernommene Wörter erklären. Anglizismen können als übernommene Wörter im deutschen Sprachgebrauch vorkommen. Nenne ein passendes Beispiel wie „Streaming“ und erkläre den Gebrauch sachlich.
- Andere Einflüsse beachten. Ein Anglizismus kann nach Duden nicht nur ein übernommenes Wort sein, sondern auch eine andere aus dem Englischen übertragene sprachliche Erscheinung. Beschreibe diese Form ohne zusätzliche Wertung.
- Fachbegriff nutzen. Verwende die Bezeichnung Anglizismus nur, wenn die Quelle den englischen Bezug für das Wort oder die sprachliche Erscheinung stützt.
- Gebrauch im Kontext beschreiben. Erkläre an einem Beispiel, wie ein Anglizismus im deutschen Sprachgebrauch verwendet wird. Die Erklärung soll nicht mehr behaupten, als das Beispiel und die Fachquelle tragen.
- Unsichere Einordnungen markieren. Wenn Herkunft oder Einordnung nicht ausreichend belegt sind, kennzeichne dies offen. Ergänze dann keine Vermutung als Tatsache.
Nutze die Beispiele in Studien- und wissenschaftlichen Texten, um Anglizismen verständlich zu erklären. Eine allgemeine Empfehlung zur Wortwahl und ein Urteil über die Qualität des Textes folgen daraus nicht.
Die Reihenfolge ist wichtig: Erkläre zuerst die Form des Anglizismus und anschließend seinen Gebrauch im deutschen Sprachgebrauch. Ein englisch wirkendes Aussehen reicht nicht als Nachweis. Wenn eine Einordnung nicht belegt werden kann, bleibt sie offen.
Ein durchgängiges Anwendungsbeispiel
Stelle dir vor, ein Seminarskript führt das Wort Streaming ein. Duden weist für „Streaming“ die englische Herkunft aus. Das Beispiel zeigt nicht nur den Rechercheweg, sondern auch, wie eine Herkunftsangabe zur Einordnung beiträgt.
Streaming kann im Seminarskript als Anglizismus erklärt werden, weil Duden die englische Herkunft ausweist. So kann sichtbar werden, wie ein übernommenes Wort im deutschen Sprachgebrauch verwendet wird.
Für Streaming weist Duden die englische Herkunft aus. Die Bezeichnung als Anglizismus kann damit begründet werden und beruht nicht bloß auf Aussehen oder Klang des Wortes.
Die Formulierung für die Analyse kann dann lauten: Für Streaming weist Duden die englische Herkunft aus; deshalb kann das Wort hier als Anglizismus eingeordnet werden.
Ergibt die Prüfung keinen ausreichenden Nachweis, bleibt die Aussage bewusst offen: Die Bezeichnung Anglizismus wird für Streaming mit den vorliegenden Quellen nicht festgehalten. So zeigt das Beispiel eine konkrete Anwendung, ohne eine unbelegte sprachliche Eigenschaft als Tatsache auszugeben.

Definition, Abgrenzung und Form prüfen
Die Prüfung besteht aus getrennten Teilen. Zuerst wird die Definition geprüft. Beschreibt der Beitrag Anglizismen als Übertragungen sprachlicher Erscheinungen aus dem Englischen auf eine nicht englische Sprache? Berücksichtigt er, dass dazu auch übernommene Wörter gehören können? Fehlt die Quellenbasis, bleibt die Definition unvollständig.
Danach folgt die Prüfung der zentralen Merkmale. Für jeden untersuchten Ausdruck wird einzeln gefragt, ob Herkunft und englischer Bezug belegt sind. Ein englisch wirkendes Schriftbild allein ist kein ausreichender Nachweis. Wenn die Fachquelle keine Bestätigung liefert, wird weiterer Recherchebedarf notiert.
Die Anwendungsprüfung betrachtet anschließend den eigenen Satz. Verwendet er Anglizismus nur für einen Gegenstand, dessen englischer Bezug belegt ist? Bleibt er bei der Einordnung, oder fügt er unbelegte Aussagen über Wert, Wirkung, Verständlichkeit, Pflicht, Vorzug oder richtige Wortwahl hinzu? Solche Zusätze werden gestrichen oder als offene Prüfaufgabe gekennzeichnet.
Abgrenzung: Prüfe, ob Fremdwort, Lehnwort und Anglizismus sauber auseinandergehalten werden. Duden beschreibt ein Fremdwort als übernommenes oder mit fremdsprachigen Bestandteilen gebildetes Wort und ein Lehnwort als in Aussprache, Schreibweise und Flexion angepasstes übernommenes Wort. Die Merkmale dienen der Abgrenzung, die Übergänge zwischen Fremd- und Lehnwörtern können nach Duden aber fließend sein.
Formale Prüfung: Kontrolliere, ob die Erklärung Herkunft, englischen Bezug und die begründete Verwendung des Fachbegriffs nachvollziehbar wiedergibt. Prüfe zum Abschluss Definition, Merkmale, Anwendung und Abgrenzung getrennt und markiere offene Punkte als Rechercheaufgabe.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.duden.de (Stand: 2026)
