Mediation im Englischen schreiben: sinngemäß vermitteln

Vom deutschen Text zur englischen Vermittlung mit Adressatenbezug

Lesezeit ca. 4 Min. · aktualisiert: 3. Juli 2026

Mediation kann Bestandteil einer englischen Prüfung sein, wird aber häufig fälschlich mit einer reinen Übersetzung verwechselt. Dabei überträgst du die für die Aufgabe relevanten Informationen eines deutschen Ausgangstextes sinngemäß ins Englische, angepasst an eine bestimmte Situation und einen konkreten Adressaten. Diese Erklärung zeigt dir den genauen Ablauf und liefert passende Redewendungen.

So unterscheidet sich Mediation von der Übersetzung

Eine Übersetzung überträgt einen Ausgangstext in eine andere Sprache. Bei der Mediation vermittelst du Sinn: Du wählst für den Adressaten wichtige Informationen aus, lässt Nebenaspekte weg und erklärst kulturell Gebundenes. So kann „Abitur“ als „the German university entrance qualification“ erklärt werden.

Mediation Englisch: Übersetzung vs sinngemäße Vermittlung im Vergleich

Zuerst Adressat und Situation bestimmen

Eine Mediationsaufgabe gibt in der Regel eine Situation und einen Adressaten vor: Wem ist die Information wichtig und zu welchem Zweck? Das kann etwa ein Freund sein, der einen Artikel nicht lesen kann, oder eine Austauschschülerin, die eine Regelung verstehen muss. Daraus ergeben sich Tonfall, Textsorte und die Auswahl der relevanten Inhalte.

Der Aufbau

Starte mit einem kurzen Einstiegssatz, der Herkunft und Umstände klarstellt, bevor du die zentralen Gedanken strukturiert weitergibst. Im Gegensatz zur Summary kann die Mediation zudem verlangen, dass du Sachverhalte näher begründest und den Leser persönlich ansprichst.

„As you asked about …, I'd like to explain how … works in Germany." · „According to a German article, …" · „This means that for you …"

Mediation Englisch: Adressatenbezug und Auswahl relevanter Inhalte

Typische Fehler

Wörtlich übersetzen statt vermitteln, den Adressaten vergessen, alles statt nur das Relevante wiedergeben oder deutsche Begriffe unerklärt stehen lassen: Das sind typische Fehler. Eigene Meinungen gehören nur dann in die Mediation, wenn die Aufgabe ausdrücklich danach fragt; sonst vermittelst du fremde Inhalte.

Sprachlich sicher vermitteln

Freies Formulieren auf Englisch bietet auch mehr Gelegenheit für Grammatik- und Idiomatikfehler. Wenn du deine Mediation im Englischen prüfen lassen möchtest, findest du Informationen unter Englisch Korrekturlesen. Ob eine persönliche Stellungnahme gefragt ist, bestimmt die Aufgabe; dafür kann ein Comment passend sein.

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Häufig gestellte Fragen zur Mediation

Was ist der Unterschied zwischen Mediation und Übersetzung?

Eine Übersetzung orientiert sich eng am Ausgangstext. Bei der Mediation vermittelst du den Sinn sinngemäß, wählst relevante Inhalte aus und erklärst kulturell Gebundenes für einen bestimmten Adressaten.

Muss ich in der Mediation alles wiedergeben?

Nein, es zählen nur die Informationen, die für den jeweiligen Empfänger und den gegebenen Fall tatsächlich bedeutsam sind. Was aufgenommen wird, regelt die Aufgabenstellung; irrelevante Details lässt du daher konsequent weg.

In welche Sprache mediiere ich?

Das kommt auf die Aufgabe an. Häufig vermittelst du dabei Inhalte eines deutschen Ausgangstextes für englischsprachige Personen ins Englische.

Darf ich meine Meinung in die Mediation einbauen?

Ob du eine persönliche Einschätzung einbauen sollst, bestimmt die Aufgabenstellung. Meist gibst du die für den Adressaten relevanten Informationen des Ausgangstextes wieder.

Wie erkläre ich deutsche Begriffe?

Durch Umschreibung statt Übersetzung: „Abitur“ wird zu „the German university entrance qualification“. Kulturell Gebundenes machst du für den Adressaten verständlich.

Welche Textsorte hat eine Mediation?

Die Textsorte bestimmt der Auftrag. Möglich sind zum Beispiel eine E-Mail, ein Brief, eine Ansprache oder ein Sachtext; Zielgruppe und Umstände bestimmen dabei Stil und Struktur.

Weiterführende Themen

Summary schreiben · Comment · Englisch Korrekturlesen

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