Wurst sein richtig schreiben
Wurst sein: richtige Schreibweise
Bei der Bedeutung „egal sein“ lautet die richtige Schreibweise „wurst sein“. Das Wort „wurst“ steht dabei klein.
Schreibweise auf einen Blick
Steckt hinter der Wendung die Bedeutung „egal sein“, lautet die Schreibweise wurst sein. In dieser Verbindung wird „wurst“ stets kleingeschrieben. Die Variante „Wurst sein“ trifft bei dieser Deutung nicht zu.
Das ist ihm wurst. Der Satz bedeutet: Es ist ihm egal. Er zeigt die Kleinschreibung innerhalb der Wendung.
Für die Schreibweise ist die Bedeutung entscheidend: Gemeint ist „egal sein“, steht „wurst“ in der Wendung klein.

Richtige und nicht korrekte Form
Die Quelle führt für die Bedeutung „egal sein“ die Form „wurst sein“ an. Innerhalb eines Satzes steht „wurst“ deshalb klein.
Das lässt sich an einem Beispiel sehen: Ob es regnet, ist ihr wurst. Gemeint ist, dass es ihr egal ist. Die entsprechend verwendete Wendung wird kleingeschrieben.
Genau diese Bedeutung bestimmt die Schreibwahl. So lässt sich die richtige von der nicht korrekten Form sicher trennen.
Richtig und falsch im Satz
Die drei Paare vergleichen die Schreibweise innerhalb eines Satzes. Am Satzanfang richtet sich die Großschreibung dagegen nach der Satzposition.
Beispiel 1:
Richtig: Das ist mir wurst.
Nicht korrekt: Das ist mir Wurst.
Beispiel 2:
Richtig: Es darf ihm wurst sein.
Nicht korrekt: Es darf ihm Wurst sein.
Beispiel 3:
Richtig: Ob sie kommt, ist ihr wurst.
Nicht korrekt: Ob sie kommt, ist ihr Wurst.
In den richtigen Beispielen steht „wurst“ innerhalb des Satzes klein. Die Gegenbeispiele zeigen ausschließlich die abweichende Großschreibung.
Typische Verwechslungen vermeiden
Bei der Bedeutung „egal sein“ ist die Großschreibung „Wurst“ innerhalb der Wendung nicht passend. Prüfe daher zuerst die Bedeutung und dann die Schreibweise.
Eine weitere Stolperfalle besteht darin, die Schreibweise allein aus der Aussprache abzuleiten. Der Klang liefert hier keine ausreichende schriftliche Entscheidung. Die Quelle gibt die korrekte Form ausdrücklich mit kleinem „w“ an. Für den eigenen Text ist daher die belegte Schreibweise zu übernehmen, nicht eine vermutete Form, die nur wegen des Klangs naheliegt.
Die umgangssprachliche Verwendung erklärt die Schreibweise nicht von selbst. Maßgeblich ist die Bedeutung der Wendung: Im Sinn von „egal sein“ steht „wurst“ innerhalb des Satzes klein.
Im Zusammenhang mit „wurst sein“ kann außerdem die Form wurscht vorkommen. Der Duden nennt in seinem Eintrag zu „Wurst“ die Wendung „wurst oder wurscht“. Für die hier behandelte Schreibfrage bleibt entscheidend: Innerhalb eines Satzes steht „wurst“ in der Wendung „wurst sein“ klein.
Ein gezielter Abgleich erleichtert die Überprüfung: Meint die Wendung „egal sein“, schreibt man „wurst“ klein. Am Satzanfang ist die Stellung gesondert zu betrachten. Sich lediglich auf Klang oder mutmaßliche Umgangssprache zu verlassen, reicht hierfür nicht aus.

Der kurze Prüfweg
Vier Punkte genügen zur raschen Kontrolle: Handelt es sich um „wurst sein“? Geht es um die Bedeutung „egal sein“? Steht „wurst“ im eigenen Kontext mit kleinem „w“? Wurde die Entscheidung nicht allein aus Aussprache oder Umgangssprache abgeleitet?
- Schreibweise prüfen: Vergleiche die Form im Satz mit wurst sein.
- Bedeutung prüfen: Prüfe, ob die Aussage „egal sein“ meint.
- Beispielsatz prüfen: Vergleiche mit Das darf ihr wurst sein.
- Verwechslung prüfen: Prüfe, ob nicht die großgeschriebene Vergleichsform „Wurst sein“ verwendet wurde.
Ein Wort am Satzanfang bildet einen separaten Prüfschritt und begründet keine andere Schreibweise innerhalb der Wendung. Für die diskutierte Bedeutung gilt „wurst sein“ als Maßstab.
Diese Faustregel genügt: Bei der Bedeutung „egal sein“ heißt es „wurst sein“. Der Duden nennt auch „wurscht“; daraus folgt keine Großschreibung von „Wurst“ in dieser Wendung.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.vogt-text.ch (geprüft am 2026-08-15)