Charakterisierung schreiben: eine Figur treffend beschreiben

Äußeres, Inneres, Entwicklung: die Figur mit Belegen erschließen

Lesezeit ca. 4 Min. · aktualisiert: 3. Juli 2026

Wie ist eine Figur und woran zeigt sich das im Text? Die Charakterisierung verbindet diese beiden Schritte: eine Figur treffend beschreiben und zentrale Aussagen mit Textstellen belegen. Sie ist eine Aufgabenform im Literaturunterricht. Hier findest du einen möglichen Aufbau, die Unterscheidung zwischen äußeren und inneren Merkmalen sowie Hinweise zum Belegen.

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Textanalyse: Gerüst für Sachtext, Rede und Figur

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Aufbau einer Charakterisierung

Ein möglicher Aufbau: In der Einleitung nennst du Werk, Autor, Figur und ihre Funktion. Im Hauptteil untersuchst du äußere und innere Merkmale, etwa Aussehen, Alter, Herkunft, sozialen Status, Charakter, Denkweise, Gefühle und Beziehungen, und belegst deine Deutungen mit Textstellen. Im Schluss kannst du die Figur zusammenfassen und ihre Bedeutung für das Gesamtwerk deuten. Richte dich dabei nach der Aufgabenstellung.

Charakterisierung schreiben: äußere und innere Merkmale einer Figur

Jede Behauptung braucht ihre Belege

Eine relevante Eigenschaft sollte immer durch eine konkrete Textstelle belegt werden, sei es durch ein Zitat oder durch eine Zeilenangabe.

„Anna ist hilfsbereit. Das zeigt sich, als sie ihrem Nachbarn ohne Zögern hilft (S. 24, Z. 5 f.).", Behauptung, Beleg, Deutung.

Formen der direkten und indirekten Charakterisierung

Unterscheide die beiden Formen: Die direkte Charakterisierung benennt Eigenschaften ausdrücklich, etwa durch den Erzähler oder eine Figur. Die indirekte Charakterisierung erschließt sie hingegen aus Verhalten, Sprache und Gedanken. Diese indirekte Deutung zeigt dein Textverständnis.

Charakterisierung: direkte und indirekte Merkmale mit Textbeleg

Wahl der Zeitform und erzählerische Distanz

Schreibe den Hauptteil sachlich und wertneutral im Präsens. Muss die Aufgabe die Entwicklung einer Figur berücksichtigen, beschreibe sie anhand von Textstellen. Eine einzelne Szene untersuchst du in einer Szenenanalyse; zum Nacherzählen der Handlung kannst du eine Inhaltsangabe schreiben.

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Belege richtig einzubinden und im Präsens zu bleiben, will geübt sein. Lade deine Charakterisierung hoch: Wer eine Figur treffend belegen und deuten will, profitiert von sprachlicher Sorgfalt. Die Korrektoren prüfen Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Tippfehler. Korrekturlesen ist ab 1,90 € pro Normseite erhältlich; der Mindestbetrag beträgt 19 €.

Passend dazu: inneren Monolog schreiben und Romananalyse schreiben.

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Häufige Fragen zur Charakterisierung

Wie ist eine Charakterisierung aufgebaut?

Die Einleitung enthält Werktitel, Autor und Figur; der Hauptteil gliedert sich in äußere und anschließend innere Merkmale, jeweils mit Belegen; der Schluss deutet die Figur und ihre Rolle.

Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Charakterisierung?

Eigenschaften können ausdrücklich genannt oder aus Verhalten, Sprache und Gedanken erschlossen werden. Welche Belege du nutzt, hängt von der Textvorlage ab.

In welcher Zeitform schreibe ich eine Charakterisierung?

Im Präsens. Vergangene Ereignisse aus der Vorgeschichte der Figur gibst du im Perfekt oder Präteritum wieder.

Wie belege ich Eigenschaften einer Figur?

Dreischritt aus Behauptung, Beleg und Deutung: Formuliere zuerst die Behauptung, stütze sie dann mit einem Zitat oder Zeilenverweis und erläutere schließlich ihre Bedeutung.

Gehört die Entwicklung der Figur in die Charakterisierung?

Das kann sinnvoll sein, sofern sich die Figur während der Handlung wandelt und die Aufgabenstellung ihre Entwicklung einbezieht.

Darf ich meine Meinung zur Figur schreiben?

Der Hauptteil bleibt sachlich und stützt sich auf Belege. Eine kurze eigene Bewertung kann, wenn die Aufgabenstellung es erlaubt, im Schluss stehen.

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