Füllwörter erkennen und streichen

Die überflüssigen Ausdrücke im Überblick

Lesezeit ca. 5 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Füllwörter können Sätze aufblähen, ohne den Sachgehalt zu erhöhen. Diese Füllwörter-Liste nennt typische überflüssige Wörter in wissenschaftlichen Arbeiten und zeigt an Beispielen, wie du sie erkennst und streichst, für einen präzisen, sachlichen Stil.

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Füllwörter-Liste: streichen oder ersetzen

Rund sechzig Füllwörter in Gruppen, zu jedem der Vorschlag: streichen oder ersetzen, mit Beispiel vorher und nachher. Dazu die Fälle, in denen ein Füllwort bleiben darf, weil es etwas bedeutet.

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Wie Füllwörter in wissenschaftlichen Arbeiten definiert sind

Füllwörter können im jeweiligen Kontext keine eigenständige Information zur Aussage beitragen. Ob du sie streichen kannst, hängt vom Satz ab. Typische Kandidaten sind eigentlich, quasi, irgendwie, natürlich, sozusagen. Solche Wörter können Formulierungen abschwächen oder verlängern, wenn der Inhalt gleich bleibt. In wissenschaftlichen Arbeiten kann dies einen präzisen und sachlichen Stil erschweren: Eine klare Feststellung wirkt mit einem zusätzlichen Füllwort vorsichtiger, vager oder umständlicher, als sie sein müsste.

Füllwörter erkennen und streichen: vier Wortgruppen im Überblick
Füllwörter erkennen und streichen im Überblick.

Überflüssige Ausdrücke nach Gruppen geordnet prüfen

Die folgende Übersicht ordnet häufige Kandidaten nach ihrer Wirkung im Satz. Suche diese Ausdrücke gezielt in deiner wissenschaftlichen Arbeit und prüfe jeweils, ob sie tatsächlich eine Bedeutung tragen oder nur Platz beanspruchen:

  • Mögliche Abschwächer: eigentlich, quasi, gewissermaßen, sozusagen, irgendwie, relativ, ziemlich, recht
  • Mögliche Verstärker: natürlich, selbstverständlich, offensichtlich, wirklich, absolut, total
  • Möglicherweise verzichtbare Bezüge: in gewisser Weise, im Grunde, letztendlich, im Prinzip, an sich
  • Häufig prüfenswerte Adverbien: auch, noch, schon, halt, eben, ja, nun, durchaus

Keines dieser Wörter ist pauschal falsch. Entscheidend ist seine Funktion im konkreten Satz. Nicht jeder Treffer sollte automatisch gelöscht werden: Prüfe, ob die Aussage nach dem Streichen vollständig und inhaltlich unverändert bleibt. So lassen sich überflüssige Wörter streichen, ohne notwendige Nuancen zu verlieren.

Füllwörter erkennen und streichen: die Streichprobe

Die Streichprobe hilft dir, mögliche Füllwörter zu prüfen. Lies den fragwürdigen Passus zuerst unverändert, dann ohne das betreffende Wort. Frage dich: Fehlt eine Information, verschiebt sich der Ton oder verkürzt sich nur der Ausdruck? Bleibt die Aussage gleich, kann es sich um ein Füllwort handeln. Beispielsweise: Das Ergebnis ist eigentlich eindeutigDas Ergebnis ist eindeutig. Die gekürzte Fassung benennt denselben Sachverhalt prägnanter. Wende die Prüfung auf jeden Einzelfall an, statt Wörter allein aufgrund der Liste zu tilgen.

Füllwörter erkennen und streichen mit der Streichprobe

Welche Wörter nicht gestrichen werden sollten

Ein auffälliges Signalwort ist nicht automatisch ein Füllwort. Ausdrücke wie daher, jedoch, folglich können logische Beziehungen zwischen Aussagen kennzeichnen. Als Konnektoren können sie den Gedankengang nachvollziehbar machen und sollten erhalten bleiben, wenn sie diese Funktion erfüllen. Auch vermutlich oder tendenziell können in wissenschaftlichen Texten notwendig sein: Sie begrenzen den Geltungsanspruch einer Aussage und vermitteln damit eine inhaltlich wichtige Einschränkung. Prüfe daher nicht nur, ob ein Wort verzichtbar klingt, sondern ob es die Logik, Sicherheit oder Reichweite der Aussage verändert. Streichen solltest du leere Zusätze, nicht bedeutungstragende Wörter.

Füllwörter im gesamten Text systematisch finden

Für eine erste Suche kannst du das kostenlose Tool Füllwörter entfernen mit KI verwenden. Es markiert mögliche Kandidaten und erleichtert so die Suche nach Fundstellen im Text. Eine Markierung ist jedoch nur ein Hinweis: Prüfe jeden Kandidaten anschließend mit der Streichprobe. Ob ein Wort wirklich entfallen kann oder eine wichtige Einschränkung ausdrückt, entscheidet sich im Satzkontext. Ein menschliches Lektorat kann diesen Feinschliff unterstützen. Die Verbindung aus automatischer Suche und inhaltlicher Einzelprüfung hilft dir, überflüssige Füllwörter gezielt zu prüfen und gegebenenfalls zu streichen.

Prüfe anschließend weitere typische Stilprobleme wissenschaftlicher Texte. Die Hinweise zu Floskeln und Phrasen vermeiden zeigen dir, wie sich leere Wendungen reduzieren lassen. Mit den Tipps zum Thema Wortwiederholungen vermeiden kontrollierst du, ob Begriffe unnötig oft vorkommen. Wenn der vollständige Text sprachlich geprüft werden soll, kommen Korrekturlesen oder Stil-Lektorat infrage. Konkrete Formulierungshilfen findest du außerdem in der Liste wissenschaftlicher Satzanfänge.

Du möchtest aufgeblähte Sätze und leere Verstärker aus deiner Arbeit entfernen, damit der Text sachlich und präzise wirkt? Ein professionelles Korrekturlesen ab 1,90 € pro Seite prüft Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.

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Häufige Fragen zum Erkennen und Streichen von Füllwörtern

Was sind Füllwörter?

Füllwörter können im jeweiligen Kontext wenig zur Aussage beitragen. Wörter wie eigentlich, quasi oder natürlich können gestrichen werden, wenn die Aussage danach unverändert bleibt.

Wie erkenne ich Füllwörter?

Nutze die Streichprobe und lies den Satz mit und ohne das verdächtige Wort. Bleibt die Aussage unverändert, kann das Wort ein Füllwort sein.

Sind alle Füllwörter verboten?

Nein. Konnektoren wie daher oder jedoch stellen logische Beziehungen her. Notwendige Einschränkungen wie vermutlich begrenzen den Geltungsanspruch und bleiben erhalten.

Gibt es ein Tool für Füllwörter?

Ja. Der Füllwörter-Entferner markiert mögliche Kandidaten. Ob ein Treffer gestrichen werden sollte, beurteilst du im jeweiligen Satzkontext.

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