VWL-Lektorat für Seminar- und Abschlussarbeiten
Notation, Datenquellen und Ergebnisdarstellung prüfen
VWL-Arbeiten können einen Modellteil mit formaler Notation und einen Empirieteil mit Schätzergebnissen verbinden. Entstehen beide Teile zu unterschiedlichen Zeitpunkten, können an ihren Übergängen Unstimmigkeiten auftreten, die Lesende nachvollziehen müssen.
Wenn das Modell ein anderes Symbol nutzt als die Schätzung
Im Modellteil steht die Produktivität als A, im Empirieteil taucht sie als prod_i auf, in der Regressionstabelle als log_prod. Für dich ist die Zuordnung klar, weil du beides geschrieben hast. Für die lesende Person ist sie es nicht.
Wir prüfen die Symbolsprache über alle Abschnitte hinweg und markieren Variablen, die mehrfach benannt werden oder nach ihrer Definition nicht wieder erscheinen. Ob eine Spezifikation fachlich zutrifft, gehört zur inhaltlichen Prüfung. Unser Fokus liegt auf nachvollziehbaren Benennungen.

Datensätze brauchen Version und Abrufdatum
Eine Angabe wie „Daten der Weltbank“ ist für eine nachvollziehbare Quellenangabe meist zu knapp. Ergänze Datenbank, Indikatorcode, Zeitraum und die nach Zitierstil oder Fachvorgabe erforderlichen Angaben. Bei mehrfach aktualisierten Daten sollte außerdem erkennbar sein, welche Fassung verwendet wurde.
Für jeden Datensatz sollten Bezeichnung und Quelle im Text und im Verzeichnis nachvollziehbar zusammenpassen. Welche Angaben erforderlich sind, etwa Version oder Abrufdatum, richtet sich nach Zitierstil und Fachvorgabe. Eine redaktionelle Prüfung ersetzt keine Nachrecherche oder fachliche Validierung der Werte.
Die im Methodenkapitel beschriebene Stichprobengröße kann von jener in der Ergebnismatrix abweichen, etwa wenn Beobachtungen wegen fehlender Variablen ausgeschlossen wurden. Solche Abweichungen sollten im Text erläutert werden.
Regressionstabellen lesbar halten
Bei direkt aus Analyseprogrammen exportierten Tabellen lohnt sich eine Prüfung der Darstellung. Achte insbesondere auf einheitliche Dezimalstellen, erläuterte Signifikanzsymbole, Angaben zu Standardfehlern sowie übereinstimmende Fallzahlen in Tabelle und Text.
Für eine nachvollziehbare Ergebnisdarstellung geben wir Hinweise zur lesbaren Darstellung und gleichen im Text genannte Zahlen mit der Tabelle ab. Werte in Übersichtstabellen sollten nur nach deiner Freigabe geändert werden.

Zwei Register in einer Arbeit
Der theoretische und der empirische Teil einer VWL-Arbeit stellen unterschiedliche Anforderungen an die Darstellung. Im Ergebnisteil sollte eine Formulierung wie „Der Effekt ist deutlich positiv“ nachvollziehbar eingeordnet werden, etwa durch eine Zahl, ein Konfidenzintervall oder ein Signifikanzniveau. Welche Angaben nötig sind, hängt von Forschungsfrage, Methode und Fachvorgaben ab.
Prüfe, ob das Register zum Kapitel passt und ob eine Formulierung aus einer Korrelation eine Kausalaussage macht, ohne dass das Forschungsdesign dies trägt. Wörter wie „führt zu“, „bewirkt“ oder „steigert“ sollten bei einer rein deskriptiven Auswertung nur verwendet werden, wenn sie fachlich begründet sind.
Preise und Bearbeitung von Formelteilen
Das Lektorat kostet bei fünf Werktagen 4,90 € pro Normseite, das Korrektorat 1,90 €. Bei 40 Normseiten Fließtext kostet das Lektorat 196 €. Eine Normseite umfasst 1.800 Zeichen einschließlich Leerzeichen; wie Formelblöcke und Tabellen für einen Auftrag berücksichtigt werden, kläre vor der Bestellung.
Schnellbearbeitung ist für 6,90 € binnen 48 Stunden beziehungsweise für 8,90 € innerhalb von 24 Stunden verfügbar. Der Mindestauftrag beträgt 49 €, idealerweise einschließlich einer Seite mit Formeln, damit du siehst, wie wir mit Notation umgehen. Weiterführende Informationen findest du unter Wirtschaftswissenschaften, Mathematik und Statistik sowie empirische Methoden.