Die Präposition „durch“ im Deutschen im Passiv verständlich erklärt
Präposition durch bedeutung einfach erklärt
Diese Anleitung erklärt die Funktion der Präposition „durch“ im Deutschen verständlich. In der hier behandelten Passivkonstruktion steht sie mit Akkusativ. Sie kann eine andere Handlung als Urheber der Aktion kennzeichnen; die Satzfunktion wird am vollständigen Satz geprüft.
Die zentrale Regel zum Wort „durch“
Die Präposition „durch“ kann im Passiv mit dem Akkusativ auftreten, wenn eine andere Handlung als Urheber einer Aktion verstanden wird. Auf „durch“ folgt dabei eine Wortgruppe im Akkusativ.
Bei einer Person als Urheber verwendet die Quelle im Passiv normalerweise „von“ mit Dativ. „Durch“ kann dagegen bei einer Handlung als Urheber stehen. Dann kann die durch-Gruppe auch mit der Frage „Wie?“ untersucht werden. Die Quelle nennt dafür häufig, aber nicht ausschließlich, Verbindungen mit nominalisierten Verben.
Zuerst bestimmt man den Urheber der Tätigkeit im Passivsatz. Anschließend klärt man, ob es um eine Person oder eine Handlung geht und welche Präposition zusammen mit welchem Kasus erscheint. Die Abgrenzung zwischen „von“ und „durch“ ist nicht stets klar. Man wertet daher nicht lediglich ein einzelnes Wort.

„Durch“ wird im Satz erkannt
Die Regel zeigt sich beim Vergleich von Aktiv- und Passivsatz. Bei einer Person als Urheber steht im Passiv normalerweise „von“ mit Dativ. Wird eine Handlung als Urheber verstanden, kann „durch“ mit Akkusativ stehen.
Ein eigener Vergleich ergibt: Aktiv: „Eine gründliche Überarbeitung verbesserte den Bericht.“ Passiv: „Der Bericht wurde durch eine gründliche Überarbeitung verbessert.“ Die Wortgruppe „durch eine gründliche Überarbeitung“ steht im Akkusativ. Die Überarbeitung wird als Handlung verstanden; zudem kann die Frage „Wie wurde der Bericht verbessert?“ helfen, die Rolle der Wortgruppe zu bestimmen.
Ein weiteres Muster lautet: Aktiv: „Eine sorgfältige Prüfung klärte den Fehler.“ Passiv: „Der Fehler wurde durch eine sorgfältige Prüfung geklärt.“ Nach „durch“ steht „eine sorgfältige Prüfung“ im Akkusativ. Diese Wortgruppe bezeichnet hier eine Handlung als Urheber der Aktion.
Als Gegenstück dient ein menschlicher Urheber: Aktiv: „Die Technikerin reparierte das Gerät.“ Passiv: „Das Gerät wurde von der Technikerin repariert.“ Nach „von“ steht hier der Dativ. Der Aufbau zeigt somit eine Person als Urheber.
Für die Analyse: Finde den Passivsatz und seinen Urheber. Kontrolliere daraufhin Präposition und Kasus. Bei „durch“ prüfst du, ob die Ergänzung als Handlung gelten kann und ob sie im Akkusativ steht.
Analysierte drei Beispielsätze
- „Der Bericht wurde durch eine gründliche Überarbeitung verbessert.“ „Eine gründliche Überarbeitung“ bildet nach „durch“ den Akkusativ. Der Vorgang erscheint als Handlung. Zusätzlich kann die Wortgruppe mittels „Wie wurde der Bericht verbessert?“ geprüft werden.
- „Der Fehler wurde durch eine sorgfältige Prüfung geklärt.“ Die Akkusativgruppe lautet „durch eine sorgfältige Prüfung“. Die Prüfung wird in diesem Satz als Handlung verstanden, die als Urheber der Aktion aufgefasst wird. Beispiel und Kasusform gehören daher zusammen.
- „Das Gerät wurde von der Technikerin repariert.“ Diesem Kontrastfall liegt eine Person zugrunde. „Von“ regiert „der Technikerin“ im Dativ. Dadurch hebt sich die Abweichung zur durch-Gruppe im ganzen Passivaufbau hervor.
Die Beispiele sind selbst formuliert. In den ersten beiden Sätzen verbindet „durch“ eine Akkusativgruppe mit einer als Handlung verstandenen Ergänzung. Der dritte Satz stellt die von der Quelle beschriebene Verwendung von „von“ bei einer Person als Urheber gegenüber. Für die Entscheidung werden jeweils Urheber, Präposition und Kasus gemeinsam geprüft.
Pauschal lässt sich dies nicht behaupten
Die Quelle beschreibt den Bedeutungsunterschied zwischen „von“ und „durch“ als nicht immer eindeutig. Aus der Grundregel darf deshalb keine starre Zuordnung für jeden Passivsatz folgen. Die Aussage, „von“ stehe ausschließlich bei Personen oder „durch“ ausschließlich bei Handlungen, ist nicht gedeckt.
Direkt getragen ist: Eine Person als Urheber wird im Passiv normalerweise mit „von“ plus Dativ ausgedrückt. „Durch“ plus Akkusativ kann verwendet werden, wenn eine andere Handlung als Urheber aufgefasst wird. Die Quelle nennt „durch“ häufig, aber nicht ausschließlich, bei nominalisierten Verben und erlaubt in diesen Fällen auch die Betrachtung als modale Ergänzung mit der Frage „Wie?“. Daraus folgt keine Regel für alle nominalisierten Verben.
Die Quelle nennt außerdem Fälle, in denen der Urheber sowohl als Person oder personifizierte Sache als auch als Handlung verstanden werden kann; dort sind „von“ oder „durch“ möglich. Für einen unsicheren Satz wird deshalb die konkrete Lesart geprüft: Wortgruppe markieren, Kasus bestimmen und ihre Rolle im vollständigen Passivsatz untersuchen. Weitere Kasus, Bedeutungen oder Ausnahmen werden daraus nicht abgeleitet.

Der kurze Prüfablauf für eigene Sätze
- Passiv identifizieren: Erkenne, ob der Ausdruck eine passive Handlung beschreibt. Der Fokus liegt auf dem Auslöser dieser passiven Struktur.
- Auslöser festlegen: Frage dich, welche Entität als Urheber fungiert. Bei einer Person prüfst du zunächst „von“ plus Dativ; bei einer als Handlung verstandenen Ergänzung prüfst du „durch“ plus Akkusativ. Die konkrete Lesart des vollständigen Satzes entscheidet.
- Fallstruktur checken: Durchsuche die gesamte Gruppe hinter „durch“. Kontrolliere Begleiter, Attribute und Nomen gemeinsam auf Akkusativ, etwa bei „durch eine Prüfung“.
- Satzfunktion prüfen: Stelle bei der durch-Gruppe zusätzlich die Frage „Wie?“. In den beschriebenen Fällen kann die Ergänzung so als modal aufgefasst werden; diese Einordnung wird am konkreten Satz geprüft.
- Beispiel vergleichen: Vergleiche den eigenen Satz mit den analysierten Mustern: „durch“ plus Akkusativ bei einer als Handlung verstandenen Ergänzung, „von“ plus Dativ bei einer Person als Urheber. Prüfe den vollständigen Satz.
- Fehler ausschließen: Behaupte nicht, „durch“ sei immer richtig oder „von“ immer falsch. Weil die Abgrenzung nicht immer eindeutig ist, wird bei einer offenen Lesart die konkrete Bedeutung des Satzes untersucht.
Der Prüfablauf bleibt damit konkret: Passivhandlung bestimmen, Urheber einordnen, den Kasus nach „durch“ prüfen, die mögliche Satzfunktion untersuchen und mit einem Vergleichssatz abgleichen.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: deutschegrammatik20.de (verifiziert am 2026-08-15)
