Scholl oder schallte: Beide Formen korrekt
Warum beide Formen im Deutschen korrekt sind
Das Verb schallen wird im Duden als starkes und schwaches Verb geführt. Als Präteritumformen nennt der Eintrag die regelmäßige Vergangenheitsform schallte und, seltener, scholl. Beide Formen sind daher korrekt; zum Verb gehört das Partizip II geschallt.
Die kurze Antwort
Bei scholl oder schallte handelt es sich um zwei im Duden verzeichnete Präteritumformen von schallen. Der Duden nennt schallte und, seltener, scholl; keine der beiden Formen ist ein Rechtschreibfehler.
Für gewöhnliche Texte bietet sich schallte an, weil der Duden diese Form zuerst nennt und scholl als seltener kennzeichnet. Scholl ist ebenfalls korrekt. Für die Wahl ist deshalb vor allem wichtig, die Form im Text einheitlich zu verwenden.

Woher kommen die zwei Formen
Das Verb schallen wird im Duden als starkes und schwaches Verb geführt. Der Eintrag leitet es von mittelhochdeutsch schallen her und ordnet es Schall zu.
Für die heutige Verwendung genügt der Blick in den Wörterbucheintrag: Der Duden nennt schallte und, seltener, scholl als Präteritumformen; das Partizip II lautet geschallt. Aussagen über eine allgemeine Entwicklung der Flexionsklassen lassen sich daraus nicht ableiten.
Konkrete Beispielsätze für die beiden Formen
Die schwache Form passt in neutrale Sätze, zum Beispiel: Die Glocke schallte laut über den Marktplatz. Auch möglich ist: Sein Lachen schallte durch das ganze Haus.
Auch die seltenere Form kann in Sätzen stehen: Der Ruf scholl über die Berge. Oder: Musik scholl aus der fernen Kneipe. Beide Beispiele sind grammatisch korrekt. Innerhalb eines Textes wirkt es meist klarer, eine der beiden Präteritumformen beizubehalten.
Häufige Fehler beim schallen
Für schallen, scholl, geschallt nennt der Duden die passenden Formen: Präteritum scholl und Partizip II geschallt. Die Kombination schallen, scholl, geschollen gehört nicht zu den im Duden-Eintrag angegebenen Formen.
Scholl ist nicht als veraltet oder regional markiert; der Duden kennzeichnet die Form jedoch als seltener. Wer unsicher ist, kann schallte wählen, denn diese Form wird im Eintrag zuerst genannt.

Eine praktische Eselsbrücke zum leichten Merken
Eine einfache Eselsbrücke hilft bei der Entscheidung: Der Duden nennt schallte zuerst und scholl als seltenere Variante. Wer die seltenere Form scholl bewusst verwendet, darf sie dennoch nicht mit einem anderen Partizip II verbinden.
Wer die Wahl zwischen beiden Formen scheut, kann sich zusätzlich an der Partizipform orientieren: Der Duden nennt zu schallen geschallt, auch wenn das Präteritum schallte oder seltener scholl lautet. So vermeiden Sie, Präteritum und Partizip II fälschlich zu einem eigenen Formenpaar zu verbinden. Weitere Beugungsmuster erklären unsere Rechtschreibregeln im Detail.
Fazit: scholl oder schallte
Zusammengefasst gilt: Schallte und, seltener, scholl sind nach Duden zulässige Präteritumformen von schallen. Das Partizip II lautet geschallt. Beide Präteritumformen ergeben grammatisch korrekte Sätze.
Wenn Sie beim Formulieren zögern, welche Verbvariante zu Ihrem Inhalt passt, oder allgemein Zweifel an bestimmten Wendungen haben, kann eine zusätzliche Prüfung helfen. Unser Lektorat prüft Wortwahl, Stil und Grammatik im eingereichten Text und kennzeichnet Änderungsvorschläge nachvollziehbar.
Damit sind die korrekte Schreibweise von „scholl oder schallte“, die zugrunde liegende Regel und passende Beispiele verständlich erklärt.
Weitere sprachliche Zweifelsfälle betreffen spross oder sprosste sowie gehauen oder gehaut; weitere Hinweise finden Sie bei den Rechtschreibregeln.
