Die Selbstständigkeitserklärung im wissenschaftlichen Arbeiten

Selbstständigkeitserklärung verständlich erklärt

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Damit du die Selbstständigkeitserklärung im wissenschaftlichen Arbeiten richtig verstehen kannst: Bei einer Facharbeit kann sie am Ende oder im Anhang stehen. Sie bezieht sich auf die eigenständige Erstellung, verwendete Hilfsmittel und kenntlich gemachte Übernahmen.

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Eigenständigkeitserklärung: drei Formulierungen

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Wozu die Selbstständigkeitserklärung dient

Eine Selbstständigkeitserklärung kann bei schriftlichen Leistungsnachweisen verwendet werden. Beispiele aus dem Hochschulbereich sind Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten; auch bei Facharbeiten im schulischen Bereich kommt sie vor. Im Studium dient sie dem Nachweis eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens.

Mit ihr erklärst du, dass die Arbeit eigenständig erstellt wurde und nur die angegebenen Hilfsmittel verwendet wurden. Außerdem betrifft sie die Kennzeichnung wörtlicher und sinngemäßer Übernahmen nach den Vorgaben der einreichenden Institution.

Damit lassen sich drei Inhalte unterscheiden: die eigene Erstellung, die verwendeten Hilfsmittel und der Umgang mit übernommenen Textstellen. Diese Punkte beschreiben, was mit der Erklärung versichert wird.

Bei einer Facharbeit kann die Erklärung am Schluss der Arbeit oder im Anhang stehen. Ihr genauer Inhalt richtet sich nach der jeweiligen Universität. Liegt von der einreichenden Institution ein Muster vor, ist dieses für den konkreten Text heranzuziehen.

Für die Einordnung genügt daher eine Prüfung dieser belegten Inhalte. Aussagen zu Rechtsfolgen, Fristen oder weiteren Anforderungen ergeben sich daraus nicht.

Die Selbstständigkeitserklärung im wissenschaftlichen Arbeiten, zentrale Inhalte prüfen

Begriff, Merkmale und Bestandteile

Eine Selbstständigkeitserklärung ist eine Erklärung zur Anfertigung einer schriftlichen Arbeit. Sie kann die eigenhändige Erstellung, die verwendeten Hilfsmittel sowie die Kennzeichnung wörtlicher und sinngemäßer Übernahmen betreffen; maßgeblich ist der Wortlaut der einreichenden Institution.

Für die Prüfung des Aufbaus können diese Merkmale nacheinander betrachtet werden. Zuerst wird die betroffene Arbeit bestimmt. Danach folgen die eigene Erstellung, die Hilfsmittel und die Kennzeichnung übernommener Inhalte. Zum Schluss ist zu klären, ob die einreichende Institution ein Muster bereitstellt.

  1. Bezug zur Arbeit: Kläre, auf welche schriftliche Arbeit sich die Erklärung bezieht, etwa auf eine Facharbeit oder eine schriftliche Prüfungsleistung an einer Hochschule.
  2. Eigene Erstellung: Prüfe, ob die Erklärung die eigenhändige Anfertigung und das Arbeiten ohne fremde Hilfe umfasst.
  3. Hilfsmittel: Achte darauf, dass die verwendeten Hilfsmittel angegeben und berücksichtigt werden.
  4. Übernahmen: Prüfe, ob wörtlich und sinngemäß übernommene Inhalte nach den Vorgaben der Einrichtung kenntlich gemacht werden.
  5. Muster der Institution: Ermittle anhand der Unterlagen der einreichenden Institution, ob ein vorgegebenes Muster vorhanden ist. Wird ein solches Muster bereitgestellt, ist es zu verwenden.

Die Reihenfolge ordnet die belegten Inhalte, ohne weitere Bestandteile vorauszusetzen. Sie berücksichtigt neben der eigenen Erstellung auch die Hilfsmittel und Zitate.

Der Wortlaut kann je nach Vorgaben der einreichenden Institution unterschiedlich ausfallen. Prüfe deshalb zuerst, ob ein institutionelles Muster vorhanden ist. Ohne eine solche Vorgabe bieten die genannten Bestandteile eine inhaltliche Orientierung.

Schritt für Schritt zur eigenen Anwendung

Die Umsetzung beginnt mit einer Prüfung des konkreten Arbeitskontexts. Ermittle zunächst, ob es sich um eine Facharbeit oder um einen anderen schriftlichen Leistungsnachweis handelt. Beispiele für schriftliche Uni-Prüfungen sind Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten. Das Ergebnis dieses Schritts ist eine klare Zuordnung der eigenen Arbeit zum vorhandenen Kontext, ohne zusätzliche Kategorien anzunehmen.

  1. Arbeitsart erfassen: Lies die Bezeichnung deiner Arbeit aus den vorhandenen Unterlagen ab. Ergebnis ist die konkrete Arbeitsbezeichnung, auf die sich die Erklärung beziehen soll.
  2. Vorgabe suchen: Prüfe die Unterlagen der einreichenden Institution auf ein vorgegebenes Muster. Liegt keines vor, kläre bei der Institution, ob eine verbindliche Vorgabe besteht.
  3. Erstellung abbilden: Formuliere den Teil der Erklärung so, dass eigenhändige Erstellung und Arbeiten ohne fremde Hilfe angesprochen werden. Ergebnis ist ein Textbestandteil zur eigenen Erstellung.
  4. Hilfsmittel berücksichtigen: Vergleiche den Entwurf mit den tatsächlich angegebenen Hilfsmitteln. Ergebnis ist ein auf die eigene Arbeit bezogener Abschnitt zu den verwendeten Hilfsmitteln.
  5. Übernahmen prüfen: Untersuche die Arbeit auf wörtliche und sinngemäße Übernahmen und prüfe, ob diese durch Zitate kenntlich gemacht wurden. Ergebnis ist eine getrennte Prüfung beider Übernahmearten.
  6. Bestandteile zusammenführen: Ordne die geprüften Inhalte in einer zusammenhängenden Erklärung. Der Entwurf soll die für deine Arbeit geltenden Vorgaben berücksichtigen.
  7. Abgabeort prüfen: Ermittle anhand der konkreten Arbeitsunterlagen, ob die Erklärung am Ende oder im Anhang vorgesehen ist. Ergebnis ist eine Platzierungsentscheidung, die auf den verfügbaren Unterlagen beruht.

Bei jedem Schritt bleibt die Quelle der Maßstab für den Inhalt. Aussagen über weitere Folgen, verbindliche Fristen oder besondere institutionelle Regeln werden nicht ergänzt, wenn dafür keine direkte Belegstelle vorliegt.

Durchgängiges Beispiel für die Anwendung

Eine Person hat eine schriftliche Arbeit erstellt und möchte die Selbstständigkeitserklärung vorbereiten. Die konkrete Arbeitsart wird zuerst aus den Unterlagen übernommen. Danach wird geprüft, ob die einreichende Institution ein vorgefertigtes Muster bereitstellt. Wird ein Muster gefunden, bildet dieses die Grundlage für den weiteren Entwurf.

Für den Inhalt werden anschließend die relevanten Merkmale einzeln betrachtet. Die Person prüft, ob sie die Arbeit eigenhändig und ohne fremde Hilfe erstellt hat. Danach gleicht sie ab, welche Hilfsmittel angegeben wurden. Im nächsten Schritt untersucht sie den Text auf wörtliche und sinngemäße Übernahmen. Beide Arten werden darauf geprüft, ob sie nach den Vorgaben der Einrichtung kenntlich gemacht sind.

Der daraus entstehende Entwurf enthält eine Aussage zur eigenhändigen Erstellung, zum Arbeiten ohne fremde Hilfe, zu den angegebenen Hilfsmitteln sowie zur Kennzeichnung wörtlicher und sinngemäßer Übernahmen. Die Person gleicht diesen Entwurf anschließend mit einem gegebenenfalls vorhandenen Muster der einreichenden Institution ab.

Prüfbeispiel: Bezieht sich der Entwurf auf die eigene schriftliche Arbeit, nennt er die eigenhändige Erstellung, berücksichtigt er die angegebenen Hilfsmittel und behandelt er wörtliche sowie sinngemäße Übernahmen nach den Vorgaben der Einrichtung?

Dieses Beispiel beschreibt keine zusätzliche institutionelle Regel und nennt keine Frist. Es zeigt nur, wie die genannten Bestandteile nacheinander auf eine konkrete schriftliche Arbeit angewendet werden. Falls kein Muster auffindbar ist, ermittle die Vorgabe aus den offiziellen Unterlagen der einreichenden Institution, bevor du einen endgültigen Wortlaut festlegst.

Für die Platzierung prüft die Person außerdem die Unterlagen darauf, ob die Erklärung am Ende oder im Anhang der Arbeit stehen soll. Damit wird die mögliche Platzierung berücksichtigt, ohne eine nicht belegte allgemeine Vorgabe zu formulieren.

Die Selbstständigkeitserklärung im wissenschaftlichen Arbeiten in 5 Schritten prüfen

Definition, Abgrenzung und formale Prüfung

Der Qualitätscheck besteht aus zwei sichtbar getrennten Bereichen: der inhaltlichen Abgrenzung und der formalen Prüfung. Beide Bereiche beantworten unterschiedliche Fragen und sollten nicht vermischt werden.

Inhaltliche Abgrenzung: Prüfe zuerst die Definition. Bezeichnet der Text eine Erklärung zur eigenen schriftlichen Arbeit? Danach prüfst du die zentralen Merkmale: eigenhändige Erstellung, Arbeiten ohne fremde Hilfe, Verwendung der angegebenen Hilfsmittel sowie Kennzeichnung wörtlicher und sinngemäßer Übernahmen durch Zitate.

  • Ist der Bezug zu einer schriftlichen Arbeit erkennbar?
  • Ist die eigenhändige Erstellung berücksichtigt?
  • Ist das Arbeiten ohne fremde Hilfe berücksichtigt?
  • Werden die angegebenen Hilfsmittel angesprochen?
  • Werden wörtliche Übernahmen berücksichtigt?
  • Werden sinngemäße Übernahmen berücksichtigt?
  • Wird für beide Übernahmearten die Kenntlichmachung durch Zitate geprüft?

Danach folgt die Anwendungsprüfung. Ermittle, ob die Erklärung für eine Facharbeit oder für einen anderen schriftlichen Leistungsnachweis vorbereitet wird. Prüfe außerdem, ob ein vorgefertigtes Muster der einreichenden Institution vorhanden ist. Wenn ein Muster vorliegt, vergleiche den Entwurf damit.

Formale Prüfung: Prüfe getrennt, ob die Erklärung am Ende oder im Anhang der Arbeit vorgesehen ist. Ermittle diese Platzierung aus den konkreten Unterlagen. Prüfe anschließend, ob der Entwurf die geprüften Bestandteile in einer verständlichen Reihenfolge wiedergibt.

Zur formalen Prüfung gehört außerdem der Abgleich des Wortlauts mit den vorhandenen Vorgaben. Der genaue Inhalt kann von der jeweiligen Universität abhängen. Deshalb darf ein allgemeiner Entwurf nicht ungeprüft als institutionelles Muster behandelt werden. Fehlt eine direkte Vorgabe, dokumentiere die offene Prüfhandlung und ergänze keine unbelegte Regel.

Zum Abschluss trennst du belegte Aussagen von nicht belegten Annahmen. Aussagen zu Rechtsfolgen, Fristen, Zuständigkeiten, zusätzlichen Voraussetzungen oder einer garantierten Wirkung werden nur aufgenommen, wenn die Unterlagen sie ausdrücklich tragen. Andernfalls bleibt die konkrete Prüfung der offiziellen Unterlagen als nächster Schritt bestehen.

Passende nächste Schritte

Quellen und Stand

  • Quellen: Universität Tübingen, Eigenständigkeitserklärung für schriftliche Arbeiten; Universität Osnabrück, Eigenständigkeitserklärung für wissenschaftliche Arbeiten.

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Häufige Fragen zu Selbstständigkeitserklärung

Was ist eine Selbstständigkeitserklärung?

Sie ist eine Erklärung zur Erstellung einer schriftlichen Arbeit. Je nach Vorgabe der einreichenden Institution betrifft sie die eigenhändige Erstellung, die verwendeten Hilfsmittel sowie die Kennzeichnung wörtlicher und sinngemäßer Übernahmen.

Wo steht die Selbstständigkeitserklärung?

Die Erklärung kann am Ende oder im Anhang einer Facharbeit stehen. Für die konkrete Platzierung prüfst du die Unterlagen zur jeweiligen Arbeit.

Für welche Arbeiten wird sie verwendet?

Sie kann bei verschiedenen schriftlichen Uni-Prüfungen verwendet werden, etwa bei Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten. Auch im schulischen Umfeld, etwa bei Facharbeiten, kommt sie vor.

Was muss inhaltlich geprüft werden?

Prüfe die eigenhändige Erstellung, das Arbeiten ohne fremde Hilfe, die angegebenen Hilfsmittel sowie wörtliche und sinngemäße Übernahmen und deren Kennzeichnung nach den Vorgaben der Einrichtung.

Kann der Wortlaut variieren?

Der Wortlaut kann je nach Vorgaben der einreichenden Institution variieren. Liegt ein offizielles Muster deiner Einrichtung vor, ist dieses für deine Erklärung maßgeblich.

Welche Rolle spielen Zitate?

Wörtliche und sinngemäße Übernahmen müssen nach den Vorgaben der Einrichtung kenntlich gemacht werden. Prüfe beide Übernahmearten getrennt.

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