Vollplagiat: Definition und Beispiele erklärt

Vollplagiat, die schwerste Form des Plagiats

Lesezeit ca. 4 Min. · zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2026 · alle Plagiatuntertypen

Das Vollplagiat wird häufig als die schwerste Form akademischer Täuschung bezeichnet: Eine fremde Arbeit wird ganz oder nahezu vollständig als eigene Leistung eingereicht. Dazu können gekaufte Bachelorarbeiten, Texte von Ghostwritern oder die Übernahme der Arbeit einer bekannten Person zählen. Welche Folgen dies hat, richtet sich nach der jeweiligen Prüfungsordnung. Definition, Beispiele und mögliche Folgen werden im Folgenden erklärt.

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Was bedeutet ein Vollplagiat?

Als Vollplagiat wird häufig die vollständige oder nahezu vollständige Übernahme einer fremden Arbeit ohne ausreichende Kennzeichnung bezeichnet. Ob ein Fall als Täuschung bewertet wird, hängt von den Umständen und der jeweiligen Prüfungsordnung ab. Ersetzte Namen, umgestellter Satzbau oder einzelne ausgetauschte Wörter ändern nichts daran, dass eine nicht gekennzeichnete Übernahme problematisch sein kann.

Welche Folgen hat ein Vollplagiat?

  • Je nach Prüfungsordnung kann die Leistung mit 5,0 bewertet und als nicht bestanden gewertet werden.
  • Bei schwereren oder wiederholten Fällen können Prüfungsordnung oder Hochschulrecht zusätzliche Sanktionen bis zur Exmatrikulation vorsehen.
  • Eine nachträgliche Aberkennung eines akademischen Grades ist in Einzelfällen möglich, etwa bei Guttenberg oder Schavan.
  • Gravierender Reputationsverlust und berufliche Nachteile treffen bekannte Persönlichkeiten stark.
  • Zusätzlich können rechtliche Probleme auftreten, etwa bei Auseinandersetzungen mit dem Anbieter gekaufter Texte.

Wie wird ein Vollplagiat aufgedeckt?

Wörtlich übernommene Passagen können Plagiatsprogramme erkennen, wenn die Vergleichsquelle zugänglich ist. Auch ohne gemeldete Übereinstimmung können Stilbrüche, ein plötzlich gehobener Schreibstil oder Themen, die nicht zum bisherigen Studienverlauf passen, Anlass für eine nähere Prüfung geben.

Bekannte Fälle in Deutschland

  • Karl-Theodor zu Guttenberg (2011): Sein Doktortitel wurde aberkannt; er trat daraufhin als Verteidigungsminister zurück.
  • Annette Schavan (2013): Ihr Doktorgrad wurde aberkannt; anschließend trat sie als Bildungsministerin zurück.
  • Ursula von der Leyen (2015): Öffentliche Plagiatsvorwürfe, der Doktortitel wurde allerdings nicht entzogen.

So reduzierst du das Risiko eines Vollplagiats

  • Reiche keine gekauften Arbeiten ein und beauftrage keine Ghostwriter, um eine Prüfungsleistung für dich zu schreiben.
  • Erstelle deine Arbeit selbstständig und beachte die Vorgaben deiner Hochschule zu erlaubter Unterstützung.
  • Nutze optional vor der Abgabe eine Plagiatsprüfung, um auffällige Übereinstimmungen zu prüfen.

Ergänzende Typologien liefert der Bereich Plagiatuntertypen.

Akademische und rechtliche Konsequenzen

Die Konsequenzen eines belegten Vollplagiats hängen von der geltenden Prüfungsordnung und den konkreten Umständen ab. Eine Hochschule kann die entsprechende Leistung als nicht bestanden betrachten; darüber hinaus können weitere Sanktionen drohen.

Prüfungsordnungen sehen bei schweren oder wiederkehrenden Täuschungen weitergehende Sanktionen vor, die bis zum dauerhaften Nichtbestehen oder der Exmatrikulation reichen können. Ob ein verliehener Titel später entzogen werden kann, ergibt sich aus den geltenden Vorschriften und den individuellen Gegebenheiten. Bekannt gewordene Vorfälle können darüber hinaus Reputation und beruflichen Weg stark beeinträchtigen.

Unabhängig von prüfungsrechtlichen Nachteilen können beim unerlaubten Gebrauch urheberrechtlich geschützter Texte zivilrechtliche Ansprüche entstehen. Schadensersatz setzt nach § 97 UrhG eine vorsätzliche oder fahrlässige Rechtsverletzung voraus. Eine Erklärung zur Selbständigkeit ist nicht automatisch eine Versicherung an Eides statt; ob strafrechtliche Folgen in Betracht kommen, hängt von der konkreten Ausgestaltung und dem Einzelfall ab.

Sorgfältiges Quellenmanagement kann helfen, problematische Übernahmen zu vermeiden: Notiere jede Quelle bereits während der Recherche, markiere wörtliche Übernahmen deutlich und kennzeichne Paraphrasen als solche. Vor der Abgabe kann eine Plagiatsprüfung auffällige Übereinstimmungen mit den jeweils durchsuchbaren Quellen zeigen. Auch ein Copy-Paste-Plagiat muss anschließend im Kontext von Zitaten, Quellenangaben und Prüfungsordnung bewertet werden.

Wenn du befürchtest, zu viele Passagen übernommen zu haben, besprich das Vorgehen mit dem zuständigen Prüfungsamt, dem Lehrstuhl oder einer unabhängigen Beratungsstelle. Welche Folgen oder Möglichkeiten bestehen, richtet sich nach der Prüfungsordnung und dem Einzelfall.

Plagiatsprüfung: Quellenvergleich, Dokument und Referenzquelle nebeneinander
So sieht der Quellenvergleich ausIm Vergleichs-Popup stehen dein Dokument und die gefundene Quelle direkt nebeneinander: Übereinstimmende Passagen hebt die Software farblich hervor, sodass du mögliche Wort-für-Wort-Übernahmen mit der Quelle vergleichen kannst.

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Vollplagiat: Vom Gesamtwert bis zum Quellenvergleich

Direkt neben dem Uploadbereich findest du den Quellenvergleich. Diese zwei ergänzenden Berichtabschnitte zeigen dir, wie du den Plagiatsanteil und einzelne Fundstellen richtig einordnest.

Vollplagiat: roter Plagiatsanteil von 23,7 Prozent im Prüfbericht
Der Befund von 23,7 Prozent verlangt eine Prüfung im Kontext. Die 15,2 Prozent mit mehr als 75 Prozent Ähnlichkeit zeigen, welche Stellen zuerst abgeglichen werden sollten.
Vollplagiat: Quellen-Detailkarte mit Ähnlichkeit und Wortzahl
Ein hoher Ähnlichkeitswert bedeutet nicht automatisch viel Text: Die Karte zeigt 100 Prozent bei nur 17 Wörtern und 0,30 Prozent Dokumentanteil.

Wie du jeden Wert sicher deutest, erklärt der Leitfaden Aussagekraft und Grenzen der Prüfung.

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Detaillierte Auflistung mit Quell-Links

„Ich habe lediglich die Plagiatsprüfung in Anspruch genommen, bin aber dennoch positiv überrascht: Für 20 Cent pro Seite habe ich eine detaillierte Auflistung der problematischen Stellen bekommen, direkt mit Link jeweils zur Quelle. Klare Empfehlung daher!“

Leonie Verifiziert10. Jan. 2024

Hilfreich und kundenfreundlich

„Ich habe wegen des günstigen Preises eine Plagiatsprüfung bestellt, die für mich sehr hilfreich war. Erfreulicherweise kann man dann nochmal nachprüfen für 40 % günstiger dank eines Rabattcodes, den man per Mail bekommt mit dem Prüfergebnis. Sehr kundenfreundlich!“

David Verifiziert6. Feb. 2026

Für die Bachelorarbeit auf Nummer sicher

„korrektur.de hat meine Bachelorarbeit auf Plagiate überprüft. Im PDF-Bericht stand, dass ich zum Glück kein Plagiat hatte, aber besser safe than sorry.“

Ma Ni Verifiziert14. Apr. 2026

Häufige Fragen zum Vollplagiat

Werden gekaufte Arbeiten erkannt?

Das lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Automatische Systeme können Textübereinstimmungen mit auffindbaren Quellen anzeigen; auffällige Stilwechsel können ebenfalls Anlass für eine fachliche Prüfung sein. Ob eine Arbeit als Täuschung bewertet wird, entscheidet die Hochschule nach ihrer Prüfungsordnung.

Was ist mit Ghostwriting?

Wenn du Texte von Dritten verfassen lässt und diese dann unter deinem Namen einreichst, kann das gegen die Anforderungen an Eigenständigkeit verstoßen. Welche prüfungsrechtlichen Folgen daraus entstehen, richtet sich nach der Prüfungsordnung und dem Einzelfall.

Können bestandene Arbeiten nachträglich aberkannt werden?

Ob abgeschlossene Klausuren oder akademische Grade rückwirkend entzogen werden können, richtet sich nach den einschlägigen Regelungen und dem Einzelfall. Im Falle von Doktortiteln können Hochschulen eine Aberkennung prüfen, wenn sich nachträglich erhebliche Täuschungen bei der Promotion bestätigen.

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