Zitationsplagiat, wenn die Quellenangabe einer Sekundärquelle fehlt

Wie ein Zitationsplagiat technisch und inhaltlich entsteht

Lesezeit ca. 7 Min. · aktualisiert: 11. Juli 2026 · zurück zum Blog

Mit einem Zitationsplagiat ist häufig die ungekennzeichnete Übernahme eines Zitats oder eines bibliografischen Nachweises aus einer Sekundärquelle gemeint. Dabei wird die tatsächlich benutzte Sekundärquelle nicht angegeben, obwohl die Primärquelle nicht selbst eingesehen wurde. Die Bezeichnung wird jedoch nicht einheitlich verwendet. Fehlende oder falsche Quellenangaben bei direkten oder sinngemäßen Übernahmen werden häufig anderen Plagiatsformen zugeordnet. Hier erfährst du, wie ein Zitationsplagiat entsteht, welche Konsequenzen es haben kann und wie du es Schritt für Schritt vermeidest.

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Literaturverzeichnis: Muster für APA und Harvard

Das Zitationsplagiat plus eine Datei, in der die Quellenangabe schon steht: Buch, Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenaufsatz, Internetquelle und KI-Quelle als fertige Zeile, nach APA und nach Harvard. Eckige Klammern füllen, die überzählige Zitierweise löschen. Keine Anmeldung.

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Was genau ist ein Zitationsplagiat?

Ein Zitationsplagiat kann vorliegen, wenn ein Zitat oder ein bibliografischer Nachweis aus einer Sekundärquelle übernommen wird, diese Sekundärquelle jedoch nicht ausgewiesen ist. Dann scheint es, als sei die Primärquelle selbst benutzt worden. Vom Vollplagiat ist dies zu unterscheiden, ohne dass diese Abgrenzung etwas über die Authentizität des Inhalts aussagt. Die Terminologie ist nicht einheitlich: Fehlende Quellenangaben bei wörtlichen oder sinngemäßen Übernahmen werden häufig als Text-, Wortlaut-, Paraphrasen- oder Ideenplagiat bezeichnet. Ob dies als Täuschung bewertet wird, richtet sich nach der jeweiligen Prüfungsordnung und den Umständen des Einzelfalls.

Typisch ist, dass ein Zitat oder ein bibliografischer Nachweis aus einer Sekundärquelle übernommen wird. Wird statt dieser Quelle nur die Primärquelle genannt, bleibt der Weg des Zitats verborgen. Eine Plagiatsprüfung kann Textübereinstimmungen anzeigen; ob eine Sekundärquelle korrekt ausgewiesen ist, muss zusätzlich geprüft werden.

Beispiele für ein Zitationsplagiat aus zweiter Hand

Ein Lehrbuch gibt ein Zitat aus einem älteren Werk wieder. Wird dieses Zitat übernommen und nur das ältere Werk belegt, obwohl das Lehrbuch verwendet wurde, kann dies als Zitationsplagiat gelten. Gleiches kann gelten, wenn ein bibliografischer Nachweis aus einer Sekundärquelle übernommen wird und diese Quelle fehlt. Wenn die Primärquelle nicht selbst eingesehen wurde, macht eine Kennzeichnung der Sekundärquelle, etwa mit „zitiert nach“, die Übernahme transparent. Welche Form der Quellenangabe verlangt wird, richtet sich nach Zitierstil und Hochschulvorgaben. Bezeichnungen wie Plagiatuntertypen sowie Strukturplagiat und Ideenplagiat werden nicht einheitlich verwendet; maßgeblich sind die Regeln der jeweiligen Hochschule.

Mögliche Folgen einer nicht ausgewiesenen Sekundärquelle

Die möglichen Folgen einer nicht ausgewiesenen Sekundärquelle hängen von Umfang, Umständen und der jeweiligen Prüfungsordnung ab. Eine einzelne Stelle kann zu Punktabzügen oder einer Aufforderung zur Nachbesserung führen. Bei Häufung oder gezieltem Verschleiern können die Bewertung „nicht bestanden“ oder ein Täuschungsverfahren folgen. Auch Jahre später aufgedeckte Fälle können unter den jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen zur Aberkennung eines Titels führen. Der Ähnlichkeitsindex eines Plagiatsberichts liefert lediglich Hinweise auf Textübereinstimmungen und ersetzt keine fachliche oder rechtliche Bewertung. Wer seine Bachelorarbeit korrekturlesen lässt, sollte die Zitierweise ausdrücklich prüfen lassen, da ein reines Sprachlektorat die Belegprüfung nicht zwingend umfasst.

Vermeidung des Zitationsplagiats beim Zitieren aus zweiter Hand

Die Vermeidung beginnt bei der Recherche: Jede Notiz mit Seitenzahl versehen und bei jedem Zitat festhalten, ob die Primärquelle selbst eingesehen wurde. Wer beim Paraphrasieren die tatsächlich verwendete Fundstelle nicht direkt notiert, riskiert später eine fehlerhafte Quellenangabe. Als zusätzliche Kontrolle vor der Abgabe kann ein Plagiatchecker oder Plagiatscanner Textübereinstimmungen mit auffindbaren Quellen anzeigen. Werkzeuge wie die Plagiatssoftware PlagAware liefern einen Bericht, dessen Treffer im Einzelfall eingeordnet werden müssen; allgemeingültige Grenzwerte für die Plagiatsquote gibt es nicht. Auch ein Plagiat trotz richtigem Zitat lässt sich nicht allein anhand eines Prozentwerts beurteilen.

Zitationsplagiat und andere Formen von Plagiaten

Das Zitationsplagiat betrifft die nicht ausgewiesene Nutzung einer Sekundärquelle. Davon ist das Copy-Paste-Plagiat abzugrenzen, bei dem übernommene Passagen häufig weder gekennzeichnet noch belegt sind. Ebenso kann es sich vom Übersetzungsplagiat unterscheiden, bei dem fremdsprachiges Material ohne ausreichenden Nachweis übersetzt übernommen wird. Eine fehlende Abkürzung wie „vgl.“ oder eine vertauschte Seitenzahl begründet für sich allein keinen Plagiatsvorwurf. Wer das versehentliche Fremdplagiat vermeiden möchte, sollte jeden Quellenbeleg sorgfältig mit der verwendeten Quelle abgleichen. Weitere Hintergründe liefert die Akademie Wissen. Eine vertiefende Plagiatsanalyse kann Textübereinstimmungen und Fundstellen dokumentieren, trifft aber kein abschließendes Plagiatsurteil.

Fehlerhafte Wiedergaben von Quellen sind kein Zitationsplagiat

Zeigt man eine Quelle an, gibt ihren Inhalt aber gekürzt, verfälscht oder falsch wieder, handelt es sich im hier besprochenen Sinne nicht um ein Zitationsplagiat. Solche Mängel können zunächst unbemerkt bleiben; erst der Vergleich mit dem Original deckt mögliche Unterschiede auf. Eine ausführliche Plagiatsanalyse kann bei der Suche nach Verdachtsmomenten nützen, ersetzt aber nicht den Quervergleich. Ein Überblick über verschiedene Typen kann die Einordnung erleichtern; maßgeblich bleiben jedoch die Vorschriften der jeweiligen Universität.

Quellenmanagement zur Vermeidung eines Zitationsplagiats

Strukturiertes Quellenhandling kann die Chance auf ein Zitationsplagiat spürbar verringern. Trennst du Notizen, Zitate und Paraphrasen sauber und weist jeder Stelle die verwendete Quelle eindeutig zu, sinkt das Fehlerpotenzial. Hast du die Primärquelle nicht selbst gelesen, kennzeichne die genutzte Sekundärquelle und die indirekte Übernahme. Tools helfen bei der Organisation, ersetzen aber nicht das kritische Lesen. Vor der Einsendung kann eine Plagiatsprüfung weitere Übereinstimmungen sichtbar machen; die Quellenüberprüfung bleibt deine Sache. Eine Anleitung fürs richtige Paraphrasieren unterstützt dich dabei, Inhalte korrekt wiederzugeben, statt sie unbeabsichtigt zu verändern. Am Ende entscheidet die jeweilige Hochschule im Einzelfall über einen formellen Vorwurf.

Plagiatsprüfung: Quellenvergleich, Dokument und Referenzquelle nebeneinander
So sieht der Quellenvergleich ausIm Vergleichs-Popup steht dein Absatz links und eine gefundene Quelle rechts, wobei übereinstimmende Wörter farbig markiert sind, so kannst du die angezeigte Übereinstimmung prüfen.

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Werte richtig einordnen

Zitationsplagiat: So liest du dein Ergebnis richtig

Der Quellenvergleich ergänzt den Upload. Im Bericht kannst du den Gesamtanteil und einzelne Fundstellen einordnen.

Zitationsplagiat: roter Plagiatsanteil von 23,7 Prozent im Prüfbericht
Der rote Wert von 23,7 Prozent und die 9,8 Prozent über 90 Prozent sind Angaben aus dem Beispielbericht. Entscheidend ist die Prüfung jeder Fundstelle.
Zitationsplagiat: Quellen-Detailkarte mit Ähnlichkeit und Wortzahl
Die Detailkarte im Beispiel nennt Ähnlichkeit, Wortzahl und Dokumentanteil: 100 Prozent bei lediglich 0,30 Prozent Textanteil.

Spezialaspekte klärt der Ratgeber Aussagekraft und Interpretation umfassend.

Wenn du Zitate und Fundstellen vor der Einreichung zusätzlich überprüfen möchtest, bieten wir eine Plagiatsprüfung ab 0,29 € pro Normseite an. Das Kombi-Paket mit integriertem KI-Detektor ist ab 0,39 € pro Normseite erhältlich.

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Detaillierte Auflistung mit Quell-Links

„Ich habe lediglich die Plagiatsprüfung in Anspruch genommen, bin aber dennoch positiv überrascht: Für 20 Cent pro Seite habe ich eine detaillierte Auflistung der problematischen Stellen bekommen, direkt mit Link jeweils zur Quelle. Klare Empfehlung daher!“

Leonie Verifiziert10. Jan. 2024

Hilfreich und kundenfreundlich

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David Verifiziert6. Feb. 2026

Für die Bachelorarbeit auf Nummer sicher

„korrektur.de hat meine Bachelorarbeit auf Plagiate überprüft. Im PDF-Bericht stand, dass ich zum Glück kein Plagiat hatte, aber besser safe than sorry.“

Ma Ni Verifiziert14. Apr. 2026

Häufig gestellte Fragen zum Thema Zitationsplagiat

Ist eine fehlende Quellenangabe schon ein Zitationsplagiat?

Eine fehlende Quellenangabe, etwa eine vergessene Fußnote, kann bei einer wörtlich oder eng paraphrasiert übernommenen Passage je nach Regelwerk einen Plagiatsvorwurf begründen. Sie ist jedoch nicht zwingend ein Zitationsplagiat, das häufig die nicht ausgewiesene Übernahme aus einer Sekundärquelle bezeichnet. Wie eine einzelne Stelle bewertet wird, hängt unter anderem von den Umständen und den Vorgaben der Hochschule ab. Details dazu unter Plagiat trotz richtigem Zitat.

Erkennt jede Plagiatsprüfung ein Zitationsplagiat?

Eine Plagiatsprüfung kann Hinweise auf ein Zitationsplagiat liefern, wenn die betreffende Quelle in den durchsuchten Beständen enthalten und die Übereinstimmung auffindbar ist. PlagAware und Turnitin vergleichen Texte je nach Produkt und Konfiguration mit unterschiedlichen Quellenbeständen und markieren Übereinstimmungen. Ob eine tatsächlich verwendete Sekundärquelle ausgewiesen ist, muss zusätzlich geprüft werden. Daher solltest du dich nicht ausschließlich auf die Quote verlassen.

Reicht ein „vgl.“ als Quellenangabe?

Das Kürzel „vgl.“ steht für „vergleiche“. Ob und wie es eine sinngemäße Übernahme kennzeichnet, richtet sich nach Zitierstil und Fachvorgabe. Eine Quellenangabe allein genügt nicht, wenn die Übernahme zu nah am Original bleibt; prüfe deshalb Formulierung und Beleg nach den Vorgaben deiner Hochschule. Genaueres erfährst du im Abschnitt zum korrekten Paraphrasieren.

Wie hoch darf die Plagiatsquote sein, ohne dass ein Zitationsplagiat auffällt?

Es gibt keinen verbindlichen Grenzwert für eine unbedenkliche Plagiatsquote. Entscheidend ist, welche Stellen der Report anzeigt und ob sie ordnungsgemäß belegt oder anderweitig begründet sind. Ein Zitationsplagiat kann sogar bei geringer Gesamtüberschneidung vorliegen; eine farbliche Markierung allein belegt diesen Befund jedoch nicht. Hintergrundinfos liefert der Bereich zu Grenzen der Plagiatsquote.

Zählt eine Übersetzung aus dem Englischen auch als Zitationsplagiat?

Auch übersetztes Material muss ebenso transparent belegt werden wie eine wörtliche oder sinngemäße Übernahme. Häufig wird dafür der Begriff Übersetzungsplagiat verwendet. Ob zusätzlich von einem Zitationsplagiat gesprochen wird, hängt von der gewählten Definition und den Hochschulrichtlinien ab. Ob ein Programm solche sprachübergreifenden Übereinstimmungen findet, richtet sich nach seinem technischen Funktionsumfang und der hinterlegten Quellenbasis.

Wie unterscheidet sich ein Zitationsplagiat vom Eigenplagiat?

Beim Eigenplagiat werden eigene ältere Texte ohne transparente Kennzeichnung erneut verwendet; beim Zitationsplagiat geht es um die fehlende oder fehlerhafte Kennzeichnung einer Übernahme aus einer fremden Quelle. Hochschulen können beide Konstellationen nach ihren jeweiligen Regeln prüfen. Eine vorherige Selbstkontrolle kann helfen: Vergleiche Plagiatsprüfung kostenlos im Vergleich und informiere dich über die Grenzen der kostenlosen Plagiatsprüfung.

Was tun, wenn nachträglich ein Zitationsplagiat im Text auffällt?

Wenn es vor der Abgabe auffällt, korrigiere es: Ergänze die Quellenangabe in der nach Zitierstil vorgesehenen Form und grenze die Paraphrase klarer vom Original ab. Nach der Benotung richtet sich das weitere Vorgehen nach der Prüfungsordnung und den Umständen des Einzelfalls. Bei einer Doktorarbeit kann eine Beratung durch den Lehrstuhl oder eine zuständige Vertrauensstelle sinnvoll sein. Weitere Informationen findest du unter Lektorat Dissertation und vertrauliche Doktorarbeits Plagiatsprüfung.

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