Quellen in wissenschaftlichen Arbeiten richtig zitieren
Zitiertechnik verständlich erklärt
Zitiertechnik bedeutet hier: Quellen, die du für eine wissenschaftliche Arbeit verwendest, weist du im Text und im Literaturverzeichnis richtig nach. Die Zitierweise sollte mit der Lehrkraft abgesprochen werden; der Leitfaden zeigt Angaben für verschiedene Quellenformen.
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Literaturverzeichnis: Muster für APA und Harvard
Die Zitiertechnik plus eine Datei, in der die Quellenangabe schon steht: Buch, Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenaufsatz, Internetquelle und KI-Quelle als fertige Zeile, nach APA und nach Harvard. Eckige Klammern füllen, die überzählige Zitierweise löschen. Keine Anmeldung.
Zitiertechnik als Teil wissenschaftlichen Arbeitens
Der Leitfaden erklärt, wie Quellen in wissenschaftlichen Arbeiten im Text und im Literaturverzeichnis nachgewiesen werden. Im Text enthält ein Kurzbeleg die Person, das Jahr und bei wörtlichen oder sinngemäßen Übernahmen die Seitenangabe, zum Beispiel Müller 2024, S. 15. Wörtliche Übernahmen werden als Zitat gekennzeichnet, sinngemäße Übernahmen als eigene Wiedergabe belegt. Der Kurzbeleg verweist auf den vollständigen Eintrag im Literaturverzeichnis. Maßgeblich sind dabei die Quellen, die für die Arbeit verwendet werden, sowie die Vorgaben für den gewählten Zitierstil.
Richtiges Zitieren macht übernommene Inhalte und ihre Quellen nachvollziehbar. Ein Plagiat kann vorliegen, wenn fremde Wörter, Gedanken, Daten oder Materialien ohne ausreichende Kennzeichnung als eigene Leistung erscheinen. Daraus werden hier jedoch keine weiteren Aussagen abgeleitet.
Für die konkrete Zitierweise soll die Absprache mit der Lehrkraft oder die Vorgabe des Fachbereichs geprüft werden. Gibt es keine abweichende Vorgabe, kann der dargestellte Leitfaden als Orientierung für die beschriebenen Einträge herangezogen werden. Prüfe dafür den verwendeten Quellentyp und die Angaben, die der Leitfaden für diesen Typ nennt.
Der Quellenabschnitt nennt Verfasserin oder Verfasser, Jahr, Titel und weitere bibliografische Angaben. Er unterscheidet ein Buch, eine Quelle mit Link, einen Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift und einen Aufsatz aus einem E-Journal. Ermittle die Angaben aus der verwendeten Quelle und notiere sie in der abgesprochenen Form.
Halte zunächst die verwendete Quelle fest und bestimme danach ihren Typ. Übertrage anschließend die im Leitfaden genannten Bestandteile und gleiche den Eintrag mit der Absprache mit der Lehrkraft ab.

Begriff, Merkmale und Bestandteile der Zitierweise
Der dargestellte Leitfaden zeigt für einen Bucheintrag eine bestimmte Gliederung. Ein Eintrag im Literaturverzeichnis nennt zunächst die Verfasserin oder den Verfasser, danach Jahr und Titel. Für ein Buch nennt der Leitfaden zusätzlich Ort und Verlag. Die dargestellte Buchangabe folgt damit dieser Reihenfolge: Verfasserin oder Verfasser, Jahr, Titel, Ort und Verlag.
Bei mehr als drei Personen nennt der Leitfaden im Kurzbeleg nur die erste Person. Für die übrigen Personen ist dort die Abkürzung [u. a.] vorgesehen. Im Literaturverzeichnis sind die Verfasserinnen und Verfasser vollständig anzugeben. Ist eine herausgebende Person angegeben, folgt der Hinweis (Hrsg.). Prüfe deshalb die Zahl der genannten Personen, die Art des Nachweises und danach, ob eine Herausgeberschaft angegeben ist.
Hierbei geht es um online abrufbare Dokumente. Im vorgegebenen Muster folgen auf Verfasserin oder Verfasser, Jahr und Titel zunächst Ort und Verlag. Anschließend werden die Internetadresse und das Datum des letzten Zugriffs angegeben. Suche diese Angaben in der verwendeten Quelle und übertrage sie in der für die Arbeit vorgegebenen Reihenfolge.
Für Aufsätze aus gedruckten wissenschaftlichen Zeitschriften sieht der Leitfaden eine eigene Gliederung vor. Auf Verfasserin oder Verfasser, Erscheinungsjahr und Aufsatztitel folgen Zeitschrift, Jahrgang und Seiten; bei nicht durchpaginierten Zeitschriften kommt die Heftangabe hinzu. Die Angaben für Bücher gelten nicht für diesen Quellentyp.
Der Quellenabschnitt nennt außerdem einen Aufsatz aus einem E-Journal als eigenen Quellentyp. Prüfe für diesen Typ die Absprache mit der Lehrkraft. Übernimm danach nur die Angaben, die aus dieser Absprache oder dem Leitfaden hervorgehen.
Bestimme die Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge: erst den Quellentyp, dann verantwortliche Person, Jahr und Titel, danach die für diesen Typ genannten Zusatzangaben. Beim Buch sind das im Leitfaden Ort und Verlag. Bei einer Quelle mit Link folgen Link und Zugriffsdaten. Beim gedruckten Zeitschriftenaufsatz folgen Zeitschrift, Jahrgang und Seiten; bei nicht durchpaginierten Zeitschriften auch das Heft. Prüfe bei mehreren Personen oder einer Herausgeberschaft die jeweilige Sonderangabe.
Schritt für Schritt zur passenden Quellenangabe
- Die Zitierweise klären. Sprich mit der Lehrkraft ab, welche Zitierweise für die wissenschaftliche Arbeit verwendet wird. Ergebnis: Die Form, an der sich der Eintrag orientiert, ist geklärt.
- Die Quelle erfassen. Halte die Angaben fest, die in der verwendeten Quelle stehen. Dazu können Verfasserin oder Verfasser, Jahr und Titel gehören. Ergebnis: Die vorhandenen Angaben liegen für den Eintrag bereit.
- Den Quellentyp zuordnen. Prüfe, ob es sich um ein Buch, eine Quelle mit Link, einen Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift oder einen E-Journal-Aufsatz handelt. Ergebnis: Die dargestellte Form für den gewählten Typ kann herangezogen werden.
- Die Grundangaben setzen. Stelle Verfasserin oder Verfasser, Jahr und Titel in der für den jeweiligen Typ dargestellten Reihenfolge zusammen. Ergebnis: Der Eintrag enthält seine Grundangaben.
- Die Angaben für Bücher ergänzen. Prüfe bei einem Buch Ort und Verlag und füge diese Angaben in der dargestellten Buchform an. Ergebnis: Der Bucheintrag enthält Verfasserin oder Verfasser, Jahr, Titel, Ort und Verlag.
- Weitere Quellentypen getrennt prüfen. Bei einer Quelle mit Link prüfst du Link und Datumsangabe zum letzten Zugriff. Bei einem Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift prüfst du Zeitschrift, Jahrgang, gegebenenfalls Heft und Seiten. Ergebnis: Die Angaben richten sich nach der jeweiligen dargestellten Form.
- Sonderfälle prüfen. Bei mehr als drei Personen prüfst du im Kurzbeleg, ob die erste Person und danach
[u. a.]angegeben werden. Im Literaturverzeichnis werden die Personen vollständig genannt. Bei einer Herausgeberin oder einem Herausgeber prüfst du den Zusatz(Hrsg.). Ergebnis: Die Personenangabe folgt der im Leitfaden beschriebenen Form. - Den Eintrag abgleichen. Vergleiche den fertigen Nachweis mit der Absprache mit der Lehrkraft und mit dem gewählten Quellentyp. Ergebnis: Abweichungen in der Zitierweise werden erkennbar.
- Alle verwendeten Quellen erfassen. Prüfe zum Schluss, ob die Quellen, die für die wissenschaftliche Arbeit verwendet wurden, im Literaturverzeichnis zitiert sind. Ergebnis: Die verwendeten Quellen sind im Literaturverzeichnis berücksichtigt.
Der Leitfaden nennt ein Literaturverwaltungsprogramm wie Zotero als mögliche Unterstützung für eine einheitliche Zitierweise. Wenn du ein solches Programm verwendest, kläre die verwendete Zitierweise weiterhin mit der Lehrkraft. Ergebnis: Die Zitierweise bleibt an der abgesprochenen Form ausgerichtet.
Kurzes durchgängiges Anwendungsbeispiel
Eine Studierende bereitet für eine wissenschaftliche Arbeit einen Eintrag zu einem Buch vor. Zuerst stimmt sie die Zitierweise mit ihrer Lehrkraft ab. Dann sammelt sie die Angaben, die sie für den Eintrag benötigt: Name der Verfasserin, Jahr, Titel, Ort und Verlag.
Für das Beispiel verwendet sie nur Platzhalter: Verfasserin Mira Muster, Jahr [Jahr], Titel [Buchtitel], Ort [Ort] und Verlag [Verlag]. Sie ordnet diese Angaben als Buch ein und bringt sie in die für Bücher gezeigte Abfolge.
Der fertige Eintrag lautet:
Muster, Mira ([Jahr]): [Buchtitel]. [Ort]: [Verlag].
Anschließend vergleicht sie ihren Eintrag mit der abgesprochenen Zitierweise. Dabei prüft sie, ob alle fünf Angaben vorhanden sind und ob ihre Reihenfolge der Form für Bücher entspricht. Die Platzhalter zeigen lediglich, wie ein einzelner Bucheintrag aufgebaut werden kann; sie ersetzen keine Angaben aus einer tatsächlichen Quelle.
Hat die zitierte Quelle mehr als drei Verfasserinnen oder Verfasser, kontrolliert die Studierende für den Kurzbeleg die vorgesehene Kurzangabe: Sie nennt die erste Person und ergänzt [u. a.]. Im Literaturverzeichnis nennt sie die Verfasserinnen und Verfasser vollständig. Ist eine Person als Herausgeberin oder Herausgeber angegeben, prüft sie den Zusatz (Hrsg.).
Für andere Quellen beginnt die Zuordnung erneut. Bei einem Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift gehören zusätzlich Zeitschriftentitel, Jahrgang und Seiten zur dargestellten Form; bei nicht durchpaginierten Zeitschriften auch die Heftangabe. Bei einer Quelle mit Link prüft sie auch den Link sowie die Angabe zum letzten Zugriff. Für einen Aufsatz aus einem E-Journal klärt sie die passende Form mit der Lehrkraft, bevor sie den Eintrag übernimmt.

Definition, Anwendung und formale Prüfung klar trennen
Der Qualitätscheck beginnt mit der Einordnung. Prüfe, ob der Text deutlich macht, dass die verwendeten Quellen in einer wissenschaftlichen Arbeit zitiert werden sollen. Prüfe außerdem, ob die Erklärung beim Quellenrahmen bleibt und keine zusätzliche Bedeutung der Zitiertechnik behauptet. Ergebnis: Die Einordnung bezieht sich nachvollziehbar auf verwendete Quellen und wissenschaftliche Arbeiten.
Danach folgt die Prüfung der zentralen Merkmale. Kontrolliere, ob bei einem Buch Verfasserin oder Verfasser, Jahr, Titel, Ort und Verlag berücksichtigt werden. Prüfe zusätzlich, ob der Kurzbeleg bei mehr als drei Personen der dargestellten Form folgt, und kontrolliere den Zusatz für Herausgeberinnen oder Herausgeber. Ergebnis: Die Angaben eines Bucheintrags sind einzeln auffindbar.
Die Anwendungsprüfung betrifft den Ablauf. Stelle fest, ob zunächst die Zitierweise mit der Lehrkraft abgestimmt wird, ob danach der Quellentyp bestimmt wird und ob anschließend die dazu dargestellte Form verwendet wird. Prüfe, ob die Erklärung für den gewählten Typ die vorgesehenen Angaben nennt. Ergebnis: Der Ablauf führt von der verwendeten Quelle zu einem passenden Eintrag.
Abgrenzung: Trenne die dargestellten Formen voneinander. Ein Buch erhält nicht dieselben Angaben wie ein Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift. Bei einem gedruckten Aufsatz prüfst du Zeitschrift, Jahrgang und Seiten, bei nicht durchpaginierten Zeitschriften auch das Heft. Bei einer Quelle mit Link prüfst du Link und Datumsangabe zum letzten Zugriff. Für den im Auszug nicht vollständig beschriebenen E-Journal-Aufsatz wird keine Form ergänzt; die Zitierweise wird mit der Lehrkraft geklärt. Ergebnis: Die Unterschiede zwischen den Quellentypen bleiben erkennbar.
Formale Prüfung: Kontrolliere anschließend die Reihenfolge der Angaben, Klammern, Abkürzungen sowie die für den gewählten Typ genannten Angaben. Prüfe im Kurzbeleg bei mehr als drei Personen [u. a.] und bei Herausgeberinnen oder Herausgebern (Hrsg.). Vergleiche den fertigen Eintrag mit der Absprache mit der Lehrkraft. Ergebnis: Abweichungen in der Form werden konkret sichtbar.
Zum Abschluss prüfst du, ob die Erklärung keine Angaben ergänzt, die im verwendeten Material nicht genannt sind. Fehlt für eine Quelle eine dargestellte Form, wird diese Form nicht erfunden. Stattdessen wird mit der Lehrkraft geklärt, welche Zitierweise verwendet werden soll. So bleiben Einordnung, Merkmale, Anwendung, Abgrenzung und formale Prüfung getrennt nachvollziehbar.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.uni-bamberg.de (Stand: 2026-08-15)