Agrarwissenschaftliche Arbeiten und Versuchsberichte lektorieren
Versuchsdesign, Sortenangaben und Ertragsdaten prüfen
Agrarwissenschaftliche Arbeiten stützen sich auf Versuche, die eine Saison dauern und sich nicht wiederholen lassen. Umso wichtiger ist, dass die Beschreibung trägt: Wer das Design nicht nachvollziehen kann, kann die Ergebnisse nicht einordnen.
Das Versuchsdesign vollständig beschreiben
Ein Feldversuch erfordert die Dokumentation von Anlagemodell und Wiederholungszahl, Parzellengröße, Standort mit Bodenart, Vorfrucht, Saat- und Erntetermin sowie den Wetterbedingungen im Versuchszeitraum. Ohne diese Angaben lassen sich spätere Abweichungen in den Ergebnissen nicht nachvollziehen.
Mehrjährige Versuchsreihen erfordern zusätzlich Angaben dazu, welche Flächen in welchem Jahr genutzt wurden und ob die Parzellen jährlich neu angelegt wurden.
Wir prüfen die Vollständigkeit dieser Angaben gegen eine feste Liste und weisen auf fehlende Elemente hin. Die Eignung des Designs für die Forschungsfrage beurteilen wir hingegen nicht, da dies in die fachliche Zuständigkeit fällt.

Auflistung von Sorten, Mitteln und Aufwandmengen
Sortenbezeichnungen, Handelsnamen von Pflanzenschutzmitteln und Wirkstoffangaben folgen jeweils eigenen Schreibkonventionen. In Arbeiten treten diese Begriffe oft gemischt auf: teils als Handelsname, teils als Wirkstoff, ohne dass die Zuordnung im Text steht.
Wir harmonisieren die Schreibweise und vermerken Stellen, an denen ein Produkt unter einer Kurzform geführt wird, die vorher nicht eingeführt wurde. Bei Aufwandmengen prüfen wir die Bezugsgröße: Angaben je Hektar, je Quadratmeter und je Pflanze stehen sonst unvermittelt nebeneinander.
Erträge brauchen Bezugsfläche und Feuchtegehalt
Eine Ertragsangabe ist ohne Bezugsfläche und ohne Angabe des Feuchtegehalts nicht einzuordnen. Dezitonnen je Hektar bei 86 Prozent Trockenmasse sind eine andere Größe als Frischmasse-Erträge, und in derselben Arbeit stehen häufig beide.
Wir melden jede Angabe ohne diese Bezugsgrößen und prüfen, ob die im Methodenteil genannte Bezugsgröße im Ergebnisteil dieselbe bleibt. Umgerechnet wird nichts.
Dasselbe gilt für Angaben zur Düngung und zum Nährstoffentzug. Werden Mengen einmal als Reinnährstoff und einmal als Handelsware angegeben, entsteht ein Unterschied, der in der Diskussion nicht mehr auffällt, in der Bewertung aber regelmäßig angesprochen wird. Wir melden, wo die Bezugsform nicht benannt ist.

Prüfung der Statistik im Ergebnisteil
Agrarversuche werden in der Regel varianzanalytisch ausgewertet. Häufige Befunde sind Grenzdifferenzen ohne Angabe des Irrtumsniveaus, Buchstabenkennzeichnungen in Grafiken ohne Legende und Formulierungen, die aus einem nicht signifikanten Unterschied eine Tendenz machen.
Solche Stellen melden wir als Rückfrage. Die statistische Auswertung selbst prüfen wir nicht, wohl aber, ob die Beschreibung im Text mit den Angaben in Tabellen und Abbildungen übereinstimmt.
Bei Vergleichen mehrerer Feldversuche über zwei Jahre oder an zwei Standorten kommt ein weiterer Punkt hinzu: Die Variantennamen müssen überall einheitlich sein, andernfalls lassen sich Tabellen nicht gegenseitig abgleichen. Wir gleichen die Namen ab und zeigen Abweichungen mit Fundstelle auf.
Preise für agrarwissenschaftliche Arbeiten
Der Preis fürs Lektorat beträgt 4,90 € pro Normseite bei fünf Werktagen, fürs Korrektorat 1,90 €. Bei 70 Normseiten Fließtext in einer Masterarbeit summiert sich das Lektorat auf rund 343 Euro. Tabellarische Daten und Bilder zählen nicht als Normseiten, fließen aber in die Konsistenzprüfung ein.
Express ist mit 6,90 € in 48 Stunden und 8,90 € in 24 Stunden möglich. Enthält die Arbeit Betriebsdaten, melden wir jede Stelle, an der Name, Lage oder Schlagbezeichnung erkennbar bleiben. Weiterführend: Naturwissenschaften, Veterinärmedizin und empirische Forschung.