Lateinamerikaner gendern: Formen und Beispiele
Lateinamerikaner richtig gendern
Welche Form passt zu welchem Satz? Hier findest du belegte Varianten, vollständige Beispiele und eine kurze Entscheidungshilfe.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Kurze Fußnote, Doppelpunkt, neutrale Formen oder generisches Maskulinum: Welche Form für „Lateinamerikaner“ gilt, steht mit einem der vier Hinweise ab Seite 2 fest. Dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Belegte Formen im Genderwörterbuch für „Lateinamerikaner“
Der Eintrag weist für „Lateinamerikaner“ eine feminine sowie eine maskuline beziehungsweise generische Flexionsreihe aus. Im Singular stehen etwa „die Lateinamerikanerin“ und „der Lateinamerikaner“. Für den Genitiv sind „der Lateinamerikanerin“ und „des Lateinamerikaners“ aufgeführt; im Dativ erscheinen „der Lateinamerikanerin“ und „dem Lateinamerikaner“. Im Akkusativ lauten die Formen „die Lateinamerikanerin“ und „den Lateinamerikaner“.
Für die gemeinsame Nennung lassen sich die im Eintrag angegebenen Paarformen ausgeschrieben verwenden. Im Singular können die Bezeichnungen als „die Lateinamerikanerin bzw. der Lateinamerikaner“ zusammengefügt werden. Auch „die Lateinamerikanerinnen und -amerikaner“ ist im Plural vorhanden. Damit werden beide Personenbezeichnungen klar erkennbar gemacht.
Daneben führt die Quelle Schreibungen mit Schrägstrich und mit Klammern auf. Als vollständige Singularformen im Nominativ sind „der/die Lateinamerikaner/-in“ und „der/die Lateinamerikaner(in)“ angegeben. Im Plural stehen im Nominativ „die Lateinamerikaner/-innen“ sowie „die Lateinamerikaner(innen)“. Für den Dativ Plural nennt der Eintrag „den Lateinamerikanern/-innen“ und „den Lateinamerikaner(inne)n“; die Schrägstrichform ist dort mit einem Asterisk markiert und grammatisch nicht verwendbar.
Eine Partizipialform ist im Eintrag nicht als bedeutungsgleiche bildbare Form ausgewiesen. Daher wird hier keine solche Ersatzform dargestellt.

Die Form an den Satzkontext anpassen
Der Wörterbucheintrag unterscheidet feminine und maskuline beziehungsweise generische Formen nach Singular, Plural und Kasus. Für eine weibliche Einzelperson ist im Nominativ „die Lateinamerikanerin“ verzeichnet, für eine männliche Einzelperson „der Lateinamerikaner“. Im Genitiv stehen „der Lateinamerikanerin“ und „des Lateinamerikaners“; im Dativ erscheinen „der Lateinamerikanerin“ und „dem Lateinamerikaner“. Im Akkusativ sind „die Lateinamerikanerin“ und „den Lateinamerikaner“ aufgeführt.
Solche Paarformen nennen die weibliche und die männliche Personenbezeichnung. Die Einzahl zeigt im Nominativ „die Lateinamerikanerin bzw. der Lateinamerikaner“ und im Genitiv „der Lateinamerikanerin bzw. des Lateinamerikaners“. Die Mehrzahl dokumentiert die Verbindung „die Lateinamerikanerinnen und -amerikaner“. Kürzel aus der grafischen Anordnung fügt man hierbei nicht willkürlich zu zusätzlichen Konstruktionselementen hinzu.
Auch Schrägstrich- und Klammerformen sind im Eintrag nach Kasus aufgeführt. Im Singular-Nominativ stehen „der/die Lateinamerikaner/-in“ und „der/die Lateinamerikaner(in)“. Für den Plural-Nominativ nennt die Quelle „die Lateinamerikaner/-innen“ sowie „die Lateinamerikaner(innen)“. Die Dativpluralformen lauten „den Lateinamerikanern/-innen“ und „den Lateinamerikaner(inne)n“; die Schrägstrichform ist mit einem Asterisk markiert und grammatisch nicht verwendbar.
Im Flexionssystem findet sich zudem „die Lateinamerikanerinnen“ als feminine Pluralform; „die Lateinamerikaner“ gehört zur maskulinen oder generischen Gruppe. Nicht als bildbar oder synonym gilt eine Partizipialform. Somit bringt dieser Teil keine eigenwillige Partizipialvariante hervor.
Paar-, Klammer- und Schrägstrichformen
Als direkt belegte Alternative zur alleinstehenden Personenbezeichnung steht die Paarform. Für den Nominativ lautet sie „die Lateinamerikanerin bzw. der Lateinamerikaner“, für den Genitiv „der Lateinamerikanerin bzw. des Lateinamerikaners“. Diese beiden vollständigen Varianten machen die feminine und die maskuline Form sichtbar.
Eine weitere in der Quelle aufgeführte Möglichkeit ist die Klammerform. Im Nominativ steht „der/die Lateinamerikaner(in)“. Die Genitivform „des/der Lateinamerikaners(in)“ ist dort mit einem Asterisk markiert und grammatisch nicht verwendbar. Für mehrere Personen nennt die Quelle „die Lateinamerikaner(innen)“ im Nominativ sowie „den Lateinamerikaner(inne)n“ im Dativ.
Die Quelle nennt außerdem Schrägstrichschreibungen. Im Nominativ Singular ist „der/die Lateinamerikaner/-in“ aufgeführt; im Nominativ Plural steht „die Lateinamerikaner/-innen“.
Für eine neutrale Partizipialform weist die Quelle keine bildbare oder bedeutungsgleiche Form aus. Verwende daher keine selbst gebildete Partizipialalternative. Prüfe stattdessen im konkreten Satz Ausgangsform, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit und wähle nur unmarkierte oder grammatisch zulässige vollständige Formen.
Sechs vollständige Beispielsätze
Die folgenden Sätze verwenden unterschiedliche, im Genderwörterbuch aufgeführte Formen. Sie zeigen die Formen in vollständigen Satzstrukturen und ergänzen keine abgeschnittenen Quellenfragmente.
- Im Seminar stellte die Lateinamerikanerin ihr Forschungsthema vor.
- Die Einladung zur Veranstaltung erhielt der Lateinamerikaner.
- An der Gesprächsrunde nahm die Lateinamerikanerin bzw. der Lateinamerikaner teil.
- Der Bericht schildert die Sichtweise der Lateinamerikanerin beziehungsweise des Lateinamerikaners.
- Der/die Lateinamerikaner/-in präsentierte die Untersuchungsergebnisse.
- Die Frage wurde den Lateinamerikaner(inne)n schriftlich übermittelt.
Im ersten Beispiel steht die feminine Form im Nominativ. Im zweiten Beispiel steht die maskuline Form im Nominativ. Das dritte Beispiel verwendet die vollständige Paarform im Nominativ. Im vierten Beispiel steht die Paarform im Genitiv. Das fünfte Beispiel zeigt die im Quellenmaterial genannte Schrägstrichform im Nominativ. Das sechste Beispiel zeigt die aufgeführte Klammerform im Dativ Plural.
Die Beispiele machen keine einzelne Variante zur überall passenden Lösung. Für einen neuen Satz muss weiterhin geprüft werden, ob eine einzelne Person, eine gemeinsame Personenbezeichnung oder ein Plural gemeint ist. Ebenso muss der Kasus des Satzes zur gewählten Form passen.

Kurz prüfen vor der Auswahl
Prüfe zuerst die Ausgangsform deines Satzes. Steht dort „Lateinamerikaner“, ermittle, ob die maskuline Form beibehalten, die feminine Form sichtbar gemacht oder eine gemeinsame Bezeichnung formuliert werden soll. Für eine einzelne weibliche Person steht „die Lateinamerikanerin“. Für eine einzelne männliche Person steht „der Lateinamerikaner“.
Bestimme zunächst den Personenbezug. Geht es um eine Frau, eine männliche Person oder um Personen, die mit einer Paarform bezeichnet werden sollen? Für die gemeinsame Bezeichnung stehen die vollständigen Paarformen „die Lateinamerikanerin bzw. der Lateinamerikaner“ im Nominativ und „der Lateinamerikanerin bzw. des Lateinamerikaners“ im Genitiv zur Verfügung.
Prüfe anschließend den Kasus und die Zahl. Die Quelle unterscheidet Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ sowie Singular und Plural. Eine Form mit passendem Artikel und passender Endung muss in den Satz eingesetzt werden. Verwende keine abgeschnittene Endung als Grundlage für eine eigene Ergänzung.
Berücksichtige zuletzt Zielgruppe und Lesbarkeit. Für einen Text, der beide Geschlechter ausdrücklich nennt, kann die vollständige Paarform geprüft werden. Für eine kompaktere Schreibweise kann die belegte Klammerform geprüft werden. Die Auswahl sollte nicht als allgemeine Pflicht für jeden Satz formuliert werden.
Wenn du eine neutrale Partizipialform erwägst, prüfe die Quelle: Das Genderwörterbuch bezeichnet sie als nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich. Nutze daher keine selbst gebildete Variante, solange keine direkt belegte Form vorliegt. Entscheide danach anhand von Ausgangsform, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit und wähle nur unmarkierte oder grammatisch zulässige vollständige Formen.