Verkehrsteilnehmer gendergerecht und korrekt verwenden
Verkehrsteilnehmer richtig gendern
Um „Verkehrsteilnehmer“ gendergerecht und korrekt zu verwenden, hilft ein Blick auf die verschiedenen Optionen. Die Quelle führt hierfür mehrere grammatisch unterschiedliche Formen auf. Dieser Überblick ordnet Grundformen, Paarformen und neutrale Formen ein und zeigt, worauf du bei Kasus, Numerus, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit achten solltest.
Kostenlos herunterladen
Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Kurze Fußnote, Doppelpunkt, neutrale Formen oder generisches Maskulinum: Welche Form für „Verkehrsteilnehmer“ gilt, steht mit einem der vier Hinweise ab Seite 2 fest. Dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Belegte Formen zu „Verkehrsteilnehmer“
Das Wortpaar umfasst die Basisbegriffe „Verkehrsteilnehmer“ und „Verkehrsteilnehmerin“. Im Nominativ Singular treten „der Verkehrsteilnehmer“ und „die Verkehrsteilnehmerin“ auf. Als Pluralformen im Nominativ gelten „die Verkehrsteilnehmer“ und „die Verkehrsteilnehmerinnen“.
Die Paarform lautet im Nominativ Singular „die Verkehrsteilnehmerin beziehungsweise der Verkehrsteilnehmer“. Den Genitiv Singular bildet man mit „der Verkehrsteilnehmerin beziehungsweise des Verkehrsteilnehmers“. Für den Nominativ Plural ist „die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer“ belegt; im Dativ Plural lautet die Paarform „den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern“.
Darüber hinaus listet der Eintrag geschlechtsneutrale Partizipialvarianten. Im Nominativ Singular finden sich „der beziehungsweise die Verkehrsteilnehmende“, im Genitiv Singular „des beziehungsweise der Verkehrsteilnehmenden“. Im Akkusativ Singular stehen „den Verkehrsteilnehmenden“ beziehungsweise „die Verkehrsteilnehmende“. Im Plural sind „Verkehrsteilnehmende“, „die Verkehrsteilnehmenden“ und „den Verkehrsteilnehmenden“ aufgeführt.
Der Überblick stellt dokumentierte Grundformen, Paarformen und neutrale Partizipialformen vor. Eine Form wird nicht als in allen Texten verbindlich bezeichnet.

Belegte Formen im Satz
Je nach Kasus und Numerus variieren die dokumentierten Formen. Für den Singular führt der Nachweis u. a. „der Verkehrsteilnehmer“, „des Verkehrsteilnehmers“, „dem Verkehrsteilnehmer“ und „den Verkehrsteilnehmer“ an. Für „Verkehrsteilnehmerin“ sind „die Verkehrsteilnehmerin“, „der Verkehrsteilnehmerin“ sowie wiederum „die Verkehrsteilnehmerin“ für die genannten Fälle verzeichnet.
In der Mehrzahl weist der Eintrag bei „Verkehrsteilnehmer“ auf „die Verkehrsteilnehmer“, „der Verkehrsteilnehmer“ und „den Verkehrsteilnehmern“ hin. Zu „Verkehrsteilnehmerinnen“ zählt er „die Verkehrsteilnehmerinnen“, „der Verkehrsteilnehmerinnen“ und „den Verkehrsteilnehmerinnen“.
Die Paarformen verbinden die beiden Bezeichnungen: „die Verkehrsteilnehmerin beziehungsweise der Verkehrsteilnehmer“ ist für den Nominativ Singular aufgeführt. Im Nominativ Plural steht „die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer“; die Dativform lautet „den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern“.
Geschlechtsneutrale Varianten sind ebenfalls nach Kasus und Numerus dokumentiert. Im Nominativ Plural stehen „Verkehrsteilnehmende“ sowie „die Verkehrsteilnehmenden“, im Dativ Plural „den Verkehrsteilnehmenden“. Der Genitiv Singular wird durch „des beziehungsweise der Verkehrsteilnehmenden“ abgedeckt.
Beispiele: „Der Verkehrsteilnehmer wartet.“ „Die Verkehrsteilnehmerin wartet.“ „Die Verkehrsteilnehmenden warten.“ „Den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern wird gedankt.“
Paarformen und neutrale Alternativen
Als direkt belegte Alternative zur einzelnen Personenbezeichnung nennt die Quelle die Paarform. Sie macht die weibliche und die männliche Form sichtbar. Für den Nominativ Singular lautet sie „die Verkehrsteilnehmerin beziehungsweise der Verkehrsteilnehmer“. Für den Nominativ Plural ist „die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer“ angegeben. Im Dativ Plural steht „den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern“. Diese Formen zeigen, dass der Kasus bei der Auswahl mitzuprüfen ist.
Als weitere Option führt die Quelle die geschlechtsneutrale Partizipialform auf. Sie erscheint im Singular mit passendem Artikel und Kasus, also „der beziehungsweise die Verkehrsteilnehmende“ im Nominativ sowie „des beziehungsweise der Verkehrsteilnehmenden“ im Genitiv. Im Plural nennt die Quelle „Verkehrsteilnehmende“, „die Verkehrsteilnehmenden“ und „den Verkehrsteilnehmenden“.
Für den eigenen Satz ist zu prüfen, ob die belegte Paarform oder die belegte neutrale Form zu Kasus, Personenbezug und Lesbarkeit passt. Aus den aufgeführten Möglichkeiten folgt keine allgemeine Pflicht, eine bestimmte Form überall zu verwenden.
Vier vollständige Beispielsätze
Die folgenden Sätze verwenden unterschiedliche, in der Quelle aufgeführte Formen. Sie sind vollständig formuliert und veranschaulichen verschiedene Formen und Numeri.
- Der Verkehrsteilnehmer wartet.
- Die Verkehrsteilnehmerin wartet.
- Die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer warten.
- Ein Hinweis erreicht die Verkehrsteilnehmenden nun.
Im ersten Satz steht die männliche beziehungsweise generische Grundform im Nominativ Singular. Im zweiten Satz wird die movierte weibliche Form verwendet. Der dritte Satz zeigt die Paarform im Nominativ Plural. Im vierten Satz steht die neutrale Partizipialform im Akkusativ Plural. Die Beispiele dienen der Formanschauung; aus ihnen folgt nicht, dass eine dieser Varianten in jedem Satz oder für jede Zielgruppe verwendet werden muss.
Auch andere Kasus lassen sich mit den belegten Formen in vollständigen Sätzen prüfen. Ein Genitivsatz kann beispielsweise die Form „des beziehungsweise der Verkehrsteilnehmenden“ enthalten. Für eine einzelne weibliche Person ist „der Verkehrsteilnehmerin“ eine belegte Genitivform. Diese Angaben ergänzen keine neue Personenbezeichnung.
Man sollte jedes Beispiel daraufhin kontrollieren, ob Artikel, Substantiv, Kasus und Numerus kongruieren. Auch die Passgenauigkeit des Personenbezugs gehört dazu. Die Beispiele veranschaulichen verschiedene belegte Optionen, ersetzen aber nicht die Entscheidung für den spezifischen eigenen Satz.

Auswahl nach Personenbezug und Lesbarkeit
Bevor du entscheidest, analysierst du die Ausgangsform. Kläre, ob „Verkehrsteilnehmer“, „Verkehrsteilnehmerin“, eine Kombination beider Formen oder eine geschlechtsneutrale Variante gemeint ist. Bestimme sodann den Personenbezug: Geht es um einen Mann, eine Frau, mehrere Frauen oder eine gemischt bezeichnete Gruppe? Für diese Konstellationen listet die Referenz verschiedene Varianten auf.
Als Nächstes prüfst du den Kasus. Der Artikel und die Endung müssen zum Satz passen. Im Nominativ Plural lautet eine belegte neutrale Form „die Verkehrsteilnehmenden“, im Dativ Plural dagegen „den Verkehrsteilnehmenden“. Bei der Paarform lautet der Nominativ Plural „die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer“, während der Dativ Plural „den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern“ lautet. Verwende daher keine Form mit einer unpassenden Endung oder einer Endung aus einem anderen Kasus.
Danach berücksichtigst du die Zielgruppe und die Lesbarkeit des vollständigen Satzes. Prüfe die Paarform, wenn der Personenbezug ausdrücklich sichtbar werden soll. Prüfe „Verkehrsteilnehmende“ beziehungsweise „Verkehrsteilnehmenden“ in der passenden grammatischen Form, wenn eine neutrale Bezeichnung zum Satz passt.
Zum Schluss prüfst du, ob die Bezeichnung ohne abgeschnittenes Quellenfragment dasteht und ob Artikel, Kasus, Numerus und Personenbezug zusammenpassen. Vergleiche anschließend die ausgewählte Form mit den direkt belegten Grundformen, Paarformen und neutralen Partizipialformen. Wenn keine Form eindeutig passt, ermittle zunächst den Personenbezug und den grammatischen Kasus des eigenen Satzes, bevor du eine Schreibweise auswählst. Eine einzelne Form wird in dieser Entscheidungshilfe nicht als überall verpflichtend oder immer passend dargestellt.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.genderator.app (zuletzt geprüft am 2026-08-15)