Erfinder gendern: die neutrale Alternative
Erfinder gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Von Erfinderinnen und Erfindern bis Erfinder*innen werden die Formen unten mit Beispielen erläutert.
Geschlechtergerecht formulieren leicht gemacht
Beim Gendern von Erfinder wird die Personenbezeichnung so formuliert, dass Frauen und weitere Geschlechter sprachlich sichtbar werden können, etwa durch die weibliche Form Erfinderin, die Doppelnennung Erfinderinnen und Erfinder oder verkürzte Varianten wie Erfinder*innen, Erfinder:innen, Erfinder_innen und ErfinderInnen. Für wissenschaftliche Arbeiten sind die Vorgaben der Hochschule maßgeblich. Dieser Ratgeber erläutert die genannten Formen und ihre jeweiligen Grenzen.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Erfinder“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Kurz erklärt: Erfinder gendern
Zum Gendern von Erfinder stehen mehrere Möglichkeiten zur Wahl: die ausgeschriebene Doppelnennung, verkürzte Formen mit Sonderzeichen oder eine neutrale Umschreibung. Die weibliche Form lautet Erfinderin, der Plural Erfinderinnen. Welche Schreibweise passt, hängt vom Kontext und gegebenenfalls von verbindlichen Vorgaben ab. Für Studien-, Abschluss- und Hausarbeiten haben die Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Fakultät Vorrang.

Genderformen von Erfinder im Überblick
Für die Bezeichnung Erfinder stehen verschiedene Schreibweisen zur Verfügung, deren Verbindlichkeit und Lesbarkeit sich unterscheiden:
- Weibliche Form: Erfinderin (Plural: Erfinderinnen)
- Doppelnennung: Erfinderinnen und Erfinder
- Gendersternchen: Erfinder*innen
- Doppelpunkt: Erfinder:innen
- Unterstrich (Gender Gap): Erfinder_innen
- Binnen-I: ErfinderInnen
Die Doppelnennung gilt als grammatikalisch unstrittig und wird von den meisten Institutionen akzeptiert. Die verkürzten Formen mit Stern, Doppelpunkt oder Unterstrich sollen zusätzlich Personen einschließen, die sich weder als Mann noch als Frau verstehen, sind im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung derzeit jedoch nicht als Standard verankert. Das Binnen-I gilt inzwischen als ältere Variante, die seltener verwendet wird.
Die neutrale Alternative zu Erfinder
Statt Erfinder dient die substantivierte Partizipform Erfindende (Singular: die erfindende Person) als geschlechtsneutrale Option. Sie ist nach demselben Muster wie Studierende oder Mitarbeitende gebildet. Grammatisch ist diese Form korrekt und schließt alle Geschlechter gleichermaßen ein, aber im allgemeinen Sprachgebrauch ist sie im Vergleich zu Studierenden weitgehend unbekannt und wirkt in bestimmten Zusammenhängen noch ungewöhnlich. Eine offene Einschränkung ist nötig: Eine ebenso kurze und vollkommen unauffällige neutrale Entsprechung wie bei manchen anderen Berufsbezeichnungen gibt es für Erfinder nicht. Wer Sonderzeichen meiden will, kann stattdessen auf Umschreibungen zurückgreifen, etwa die Person, die die Erfindung gemacht hat, oder das Team hinter der Erfindung. Solche Umschreibungen eignen sich besonders für einzelne Sätze, sind für durchgängige Texte jedoch oft zu umständlich.
Beispielsatz mit Erfinder im Studienkontext
Wer das Gendern von Erfinder in der Praxis anwenden möchte, findet im Folgenden drei Beispielsätze aus dem wissenschaftlichen Schreiben. Mit Doppelnennung könnte ein Satz in einer Hausarbeit lauten: Die befragten Erfinderinnen und Erfinder gaben an, dass der Patentanmeldeprozess als aufwendig empfunden wird. Mit Gendersternchen lautet dieselbe Aussage: Die befragten Erfinder*innen gaben an, dass der Patentanmeldeprozess als aufwendig empfunden wird. Die neutrale Partizipform kann lauten: Die befragten Erfindenden gaben an, dass der Patentanmeldeprozess als aufwendig empfunden wird. Sie passt allerdings nur, wenn die Befragten als Personen gemeint sind, die erfinden. Vor der Abgabe sollten Studierende den Leitfaden der eigenen Fakultät prüfen und die gewählte Form konsequent beibehalten.

Häufige Fehler beim Gendern von Erfinder
Ob die maskuline Form Erfinder im jeweiligen Satz als allgemeine Bezeichnung verstanden wird, hängt vom Kontext ab. Soll eine gemischte oder offene Personengruppe sichtbar benannt werden, kommen etwa die Doppelnennung, eine neutrale Umschreibung oder, soweit Vorgaben dies erlauben, eine Kurzform mit Sonderzeichen infrage. Die feminine Form lautet Erfinderin, nicht Erfinderfrau. Der Rat für deutsche Rechtschreibung empfiehlt Gendersternchen und Doppelpunkt nicht für das Amtliche Regelwerk. In akademischen Texten sollten daher zuerst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs geprüft und die gewählte Form anschließend einheitlich verwendet werden. Detaillierte Erläuterungen dazu enthält der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern von Erfinder
Erfinder lässt sich geschlechtergerecht formulieren, etwa durch die feminine Form Erfinderin, die Doppelnennung Erfinderinnen und Erfinder, verkürzte Schreibweisen wie Erfinder*innen, Erfinder:innen, Erfinder_innen oder ErfinderInnen sowie durch Umschreibungen. Die Partizipform Erfindende passt nur, wenn Personen gemeint sind, die erfinden. Sonderzeichen im Wortinnern gehören nicht zum Amtlichen Regelwerk; maßgeblich können jedoch Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Institution sein. Wer eine schriftliche Arbeit erstellt, sollte diese Vorgaben beachten und die gewählte Form im gesamten Text konsequent beibehalten. Einen breiteren Einblick in Grundlagen und Spielräume bietet der Artikel zu gendergerechter Sprache.
Damit sind die wichtigsten Formen zum Gendern von Erfinder eingeordnet.
Passende Einträge im Gender-Wörterbuch: Entdecker gendern, Architekt gendern sowie Gender-Wörterbuch A bis Z.