Gendern Fischer: Fischer*innen, Unterstrich und Binnen-I
Alle Genderformen von Fischer im Überblick
Das Gendern der Berufsbezeichnung Fischer bezeichnet die geschlechtergerechte Gestaltung, etwa durch die Doppelnennung Fischerinnen und Fischer, verkürzte Formen wie Fischer*innen, Fischer:innen oder Fischer_innen sowie die partizipiale Umschreibung Fischende. Die weibliche Form lautet Fischerin, im Plural Fischerinnen, gebildet durch die Endungen -in beziehungsweise -innen. Welche Variante passt, hängt vom Kontext, der Zielgruppe und persönlichen Vorlieben ab: In wissenschaftlichen Arbeiten können Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder des Fachbereichs maßgeblich sein. Ansonsten empfiehlt sich eine einheitliche, konsequent beibehaltene Schreibweise im gesamten Text.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Fischer“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Fischer: die kurze Antwort
Wer die Berufsbezeichnung Fischer gendern möchte, findet unter dem Stichwort gendern Fischer mehrere korrekte Optionen: die Doppelnennung (Fischerinnen und Fischer), verkürzte Schreibweisen mit Sonderzeichen (Fischer*innen, Fischer:innen, Fischer_innen) oder die geschlechtsneutrale Form Fischende. Die weibliche Einzelform lautet Fischerin, der Plural Fischerinnen. Welche Variante passt, hängt vom Textkontext, der Zielgruppe und bei wissenschaftlichen Arbeiten von den Vorgaben der Hochschule ab. Eine feste amtliche Regel für Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt gibt es aktuell nicht, weshalb in formellen Texten Konsistenz wichtiger ist als eine einzelne festgelegte Schreibweise. Wichtig ist vor allem, dass die gewählte Form im gesamten Dokument einheitlich verwendet wird.

Genderformen von Fischer im Überblick
Für Fischer gibt es mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen. Welche davon passt, hängt von Textsorte, Zielgruppe und Vorgaben ab. Die folgende Übersicht führt die hier behandelten Varianten auf:
- Doppelnennung: Fischerinnen und Fischer
- Gendersternchen: Fischer*innen
- Doppelpunkt: Fischer:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Fischer_innen
- Binnen-I: FischerInnen
Die Doppelnennung gilt als besonders klar verständlich und wird in vielen Leitfäden für Rechtstexte, Verwaltungssprache und offizielle Dokumente bevorzugt, da sie ohne Sonderzeichen auskommt. Die verkürzten Formen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sollen zusätzlich Personen jenseits der binären Einteilung sichtbar machen und werden vor allem in Hochschultexten, Medien und internen Dokumenten verwendet, sind aber bislang nicht Teil des amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung. In der gesprochenen Sprache wird bei den Kurzformen häufig eine kurze Sprechpause vor der Endung -innen gesetzt.
Geschlechtsneutrale Alternative: Fischende
Fischende ist die Pluralform des Partizips I von Verb fischen, analog zu Studierende oder Reisende. Sie bezeichnet deshalb Personen, die fischen; als Berufsbezeichnung kann die Form je nach Kontext missverständlich sein. Möglich sind auch Umschreibungen wie Personen, die im Fischereigewerbe arbeiten. Welche Form passt, richtet sich nach dem Satz und dem gemeinten Personenkreis.
Beispielsatz mit Fischer im Studienkontext
So könnte ein Beispielsatz in einer wissenschaftlichen Arbeit klingen: „Die befragten Fischerinnen und Fischer gaben an, dass sich die Fangmengen in den letzten zehn Jahren deutlich verändert haben.“ Liegt die Vorliebe eher auf der verkürzten Schreibweise, lautet der alternative Vorschlag: „Die befragten Fischer*innen berichteten von veränderten Fangbedingungen.“ Unter Nutzung der neutralen Umschreibung ergäbe sich folgender Satz: „Die befragten Fischenden berichteten von veränderten Fangbedingungen entlang der Küste.“ Wichtig ist, dass die gewählte Form im Gesamttext einheitlich verwendet wird und nicht innerhalb derselben Arbeit zwischen Doppelnennung, Sonderzeichen und neutraler Form wechselt, weil der Text sonst uneinheitlich wirken kann. Auch in Titelblättern, Tabellen und Bildlegenden sollte die einmal entschiedene Schreibweise konsequent weitergeführt werden.

Häufige Fehler beim Gendern von Fischer
Ein häufiger Fehler ist die falsche Bildung der weiblichen Form: Korrekt ist Fischerin und im Plural Fischerinnen, nicht eine unveränderte männliche Form oder eine falsch gebildete Ableitung. Ebenso wird das Sonderzeichen manchmal nur im Singular, aber nicht im Plural gesetzt, was zu uneinheitlichen Texten führt. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt es sich, zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Fachbereichs zu prüfen, weil diese unterschiedlich ausfallen können. Weiterführende Hinweise dazu bietet unser Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Gibt es keine feste Vorgabe, bieten sich eine konsequente Doppelnennung oder eine zum Kontext passende neutrale Formulierung an.
Fazit zum Gendern von Fischer
Für Fischer stehen mehrere geschlechtergerechte Varianten zur Verfügung, darunter die Doppelnennung Fischerinnen und Fischer, die verkürzten Darstellungen Fischer*innen, Fischer:innen und Fischer_innen sowie die partizipiale Form Fischende. Das Amtliche Regelwerk enthält einen Hinweis zu Wortbinnenzeichen; der Rat für deutsche Rechtschreibung empfiehlt jedoch nicht, Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich innerhalb von Wörtern aufzunehmen. Für wissenschaftliche Arbeiten sind die Vorgaben der Betreuungsperson, des Fachbereichs oder der Prüfungsordnung ein sinnvoller Anhaltspunkt. Die gewählte Form sollte von der Einleitung bis zum Quellenverzeichnis einheitlich verwendet werden.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Imker gendern, Busfahrer gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.