Gendern Freund: Freund*innen und die neutrale Alternative
Freund gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Die Seite stellt Freundinnen und Freunde sowie Freund*innen gegenüber und zeigt sie im Satz.
Freundin, Doppelnennung und weitere Genderformen
Unter Gendern Freund versteht man die sprachliche Sichtbarmachung der weiblichen und männlichen Form durch die Doppelnennung Freundinnen und Freunde. Je nach Situation kommen für eine darüber hinausgehende inklusive Ansprache gekürzte Zeichenfolgen wie Freund*innen, Freund:innen oder Freund_innen sowie neutrale Begriffe wie Freundeskreis oder befreundete Person infrage. Die Entscheidung fällt abhängig vom Publikum, dem Kanal und, bei akademischen Schriften, den Richtlinien der Universität. Eine konsistente Nutzung der gewählten Variante über den kompletten Text hinweg sollte angestrebt werden.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Freund“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Freund: kurz erklärt
Beim Gendern von Freund wird zwischen der weiblichen und der männlichen Form unterschieden: Die weibliche Form lautet Freundin, die Pluralformen sind Freundinnen beziehungsweise Freunde; für eine Doppelnennung lautet sie Freundinnen und Freunde. Für Texte, die alle Geschlechter ansprechen sollen, stehen mehrere Wege offen: die ausgeschriebene Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen mit Sonderzeichen oder eine neutrale Umschreibung. Welche Variante passend ist, hängt vom Kontext ab, etwa von den Vorgaben der Hochschule oder des Verlags. In wissenschaftlichen Arbeiten empfiehlt sich eine einheitliche, konsequent durchgehaltene Lösung, die im gesamten Text gleich angewendet wird. So wird zugleich deutlich, dass mit Freund nicht automatisch nur eine männliche Person gemeint ist.

Überblick über alle Genderformen von Freund
Für das Wort Freund gibt es mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen, die je nach Zielgruppe und Stilrichtlinie gewählt werden:
- Doppelnennung: Freundinnen und Freunde
- Gendersternchen: Freund*innen
- Doppelpunkt: Freund:innen
- Unterstrich (Gendergap): Freund_innen
- Binnen-I: FreundInnen
Die Doppelnennung kommt ohne Sonderzeichen im Wortinneren aus, benötigt im Fließtext aber mehr Platz. Formen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich werden verwendet, um neben der weiblichen und der männlichen Form weitere Geschlechtsidentitäten sichtbar zu machen; ob sie passend sind, richtet sich nach der jeweiligen Stilrichtlinie. Das Binnen-I ist eine verkürzte Form für die weibliche und die männliche Form. Vor der Verwendung lohnt sich deshalb ein Blick in die jeweils gültige Stilrichtlinie.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Freund
Als geschlechtsneutrale Umschreibung für Freund kommen je nach Zusammenhang unterschiedliche Formulierungen infrage: Freundeskreis passt, wenn eine Gruppe gemeint ist. Für eine einzelne Person eignen sich Formulierungen wie befreundete Person beziehungsweise Person, mit der man befreundet ist. Diese Umschreibungen wirken jedoch oft sperriger als die Doppelnennung und eignen sich eher für einzelne Sätze als für einen ganzen Text. Welche Lösung praktikabel ist, hängt vom Satz und von den geltenden Vorgaben ab.
Konkreter Beispielsatz: Freund im Studienkontext
Im wissenschaftlichen Schreiben lässt sich die gewählte Form direkt im Satz umsetzen. Mit Doppelnennung: Die Freundinnen und Freunde der Teilnehmenden wurden befragt. Mit Gendersternchen: Die Freund*innen der Teilnehmenden wurden befragt. Mit neutraler Umschreibung: Personen aus dem Freundeskreis der Teilnehmenden wurden befragt. Alle drei Varianten beschreiben denselben Grundsachverhalt, haben aber einen unterschiedlichen geschlechtlichen Bedeutungsumfang und Inklusionsanspruch: Die Doppelnennung nennt die weibliche und die männliche Form, das Gendersternchen soll weitere Geschlechtsidentitäten einbeziehen, und die neutrale Umschreibung verzichtet auf geschlechtsspezifische Benennungen. Zusätzlich ist wichtig, dass die einmal gewählte Form konsequent im gesamten Dokument beibehalten wird, damit der Text einheitlich wirkt und Leserinnen und Leser die Systematik nachvollziehen können.

Häufige Fehler beim Gendern von Freund
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Schreibweisen innerhalb eines Dokuments, etwa Freund*innen in einem Kapitel und Freundinnen und Freunde im nächsten. Ebenso problematisch ist die falsche Bildung der weiblichen Form oder ein vergessener Plural in zusammengesetzten Wörtern. Das amtliche Regelwerk zählt Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich im Wortinneren derzeit nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie. Ob solche Formen in einer Abschlussarbeit zulässig oder erwünscht sind, richtet sich nach den Vorgaben der Hochschule, des Fachbereichs oder der betreuenden Person. Fehlen klare Vorgaben, können eine konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung ohne Sonderzeichen im Wortinneren geeignete Optionen sein. Mehr dazu im Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Unser kurzes Fazit zum Thema Gendern von Freund
Wer Freund gendern möchte, hat die Wahl zwischen der Doppelnennung, verkürzten Formen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sowie neutralen Umschreibungen wie Freundeskreis oder befreundete Person. Entscheidend ist weniger die einzelne Form als ihre konsequente und einheitliche Anwendung im gesamten Text. Das Beispiel Gendern Freund zeigt: Es gibt nicht die eine richtige Schreibweise, sondern mehrere gebräuchliche Varianten mit unterschiedlichem geschlechtlichen Bedeutungsumfang und Inklusionsanspruch. Sonderzeichenformen mit Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich gehören nicht zum Kernbestand der amtlichen Orthografie, können jedoch durch hausinterne Vorgaben erlaubt sein. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt: Zunächst sollten die Vorgaben der Hochschule geprüft, dann eine Variante festgelegt und beibehalten werden. So bleibt der Text stilistisch stimmig; wie inklusiv er ist, hängt von der gewählten Form und ihrem jeweiligen Inklusionsanspruch ab.
Ergänzende Lexika im Gender-Wörterbuch: Bekannter gendern, Verwandter gendern plus Gender-Wörterbuch A bis Z.