Fußgänger gendern: die weibliche Form und Fußgänger*innen
Geschlechtergerechte Formen für Fußgänger
Für das Gendern der Personenbezeichnung Fußgänger stehen mehrere mögliche Varianten zur Wahl: die ausgeschriebene Doppelnennung Fußgängerinnen und Fußgänger, verkürzte Formen wie Fußgänger*innen, Fußgänger:innen, Fußgänger_innen oder FußgängerInnen sowie die neutrale Umschreibung zu Fuß Gehende. Welche Form passt, hängt vom Textformat, vom Zielpublikum und von den jeweiligen Vorgaben ab, etwa an der eigenen Hochschule oder im Fachbereich. Dieser Ratgeber erklärt die weibliche Form, gängige Kurzvarianten sowie eine geschlechtsneutrale Alternative, damit Studierende und Schreibende die passende Lösung für ihren Text finden.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Für Texte mit „Fußgänger“ und anderen Personenbezeichnungen: vier Hinweise ab Seite 2 (Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form, Fußnote), dazu die Stelle im Dokument, an die der Hinweis gehört, und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Fußgänger gendern: die kurze Antwort
Wer gendern Fußgänger sucht, kann zwischen mehreren Möglichkeiten wählen. Die weibliche Form lautet Fußgängerin, im Plural Fußgängerinnen; die männliche Form lautet im Plural Fußgänger. Die Doppelnennung Fußgängerinnen und Fußgänger benennt beide Formen ausdrücklich. Eine verkürzte Schreibweise kann Fußgänger*innen oder Fußgänger:innen lauten. Die neutrale Umschreibung zu Fuß Gehende benennt kein Geschlecht. Welche Variante passt, hängt vom Textformat, vom Zielpublikum und häufig von hausinternen oder universitären Vorgaben ab.

Alle Genderformen für Fußgänger
Für die Personenbezeichnung Fußgänger gibt es mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen. Die folgenden Beispiele zeigen gängige Varianten:
- Ausgeschriebene Doppelnennung: Fußgängerinnen und Fußgänger
- Gendersternchen (verkürzt): Fußgänger*innen
- Gender-Doppelpunkt (verkürzt): Fußgänger:innen
- Gender-Unterstrich, synonym Gender-Gap (kompakt): Fußgänger_innen
- Binnen-I (verkürzt): FußgängerInnen
- Weibliche Einzelform: die Fußgängerin, Plural die Fußgängerinnen
Doppelnennung, neutrale Formulierungen und Sonderzeichen verfolgen unterschiedliche Ansätze. Für formelle oder wissenschaftliche Texte sollten die Vorgaben der jeweiligen Institution beachtet und eine verständliche, einheitliche Form gewählt werden.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Fußgänger
Neben Doppelnennung und Kurzformen kann für Fußgänger die geschlechtsneutrale Umschreibung zu Fuß Gehende verwendet werden, etwa in Verkehrstexten; die Straßenverkehrs-Ordnung verwendet sie ebenfalls. Als substantiviertes Partizip eignet sie sich vor allem für Gruppen. Im Singular ist eine Person, die zu Fuß geht, oft klarer; bei bekanntem Geschlecht passen Fußgänger oder Fußgängerin. Die Umschreibung kommt ohne Sonderzeichen aus und eignet sich damit etwa für Texte, die bewusst darauf verzichten.
Beispielsatz mit Fußgänger im Studienkontext
In einer empirischen Arbeit könnte ein Satz mit Doppelnennung lauten: Befragt wurden 120 Fußgängerinnen und Fußgänger im Innenstadtbereich. Mit Gendersternchen lässt sich derselbe Satz kürzer formulieren: Befragt wurden 120 Fußgänger*innen im Innenstadtbereich. Wer eine neutrale Umschreibung bevorzugt, kann schreiben: Befragt wurden 120 zu Fuß Gehende im Innenstadtbereich. Die Varianten setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Sichtbarmachung von Geschlecht. Für Bachelor-, Master- oder Promotionsarbeiten gibt es keine allgemeingültige Formvorgabe; maßgeblich sind Prüfungsordnung, Fachbereich und gegebenenfalls die Betreuung. Innerhalb einer Arbeit sollte die gewählte Form einheitlich verwendet werden.

Fußgänger gendern: Häufige Fehler
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Genderformen innerhalb desselben Textes, etwa Fußgänger*innen in der Einleitung und Fußgänger:innen im Ergebnisteil. Ebenso problematisch sind falsch gebildete Formen, etwa ein großgeschriebenes I nach dem Sternchen in Fußgänger*Innen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung empfiehlt Gendersternchen und Doppelpunkt im Wortinnern derzeit nicht zur Aufnahme in das Amtliche Regelwerk. Einzelne Hochschulen geben dazu jedoch eigene Empfehlungen. Vor dem Schreiben sollten daher die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Fachbereichs geprüft werden. Gibt es keine Vorgabe, sind eine konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung wie zu Fuß Gehende mögliche Lösungen. Nähere Erläuterungen enthält der Text Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fußgänger gendern: Fazit
Für die Personenbezeichnung Fußgänger kommen mehrere geschlechtergerechte Formen in Betracht: die ausgeschriebene Doppelnennung Fußgängerinnen und Fußgänger, verkürzte Formen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie die geschlechtsneutrale Umschreibung zu Fuß Gehende. Keine Form passt unabhängig von Textzweck und Vorgaben in jedem Kontext. Entscheidend sind die einheitliche Anwendung im jeweiligen Text und die Berücksichtigung geltender Vorgaben, etwa an der eigenen Hochschule. Ergänzende Informationen zur konsequenten Umsetzung bietet der Beitrag zu gendergerechter Sprache auf korrektur.de.
Rund um die Frage „gendern Fußgänger“ helfen eine passende Form und ihre einheitliche Verwendung im gesamten Text.
Angrenzende Lexeme im Gender-Wörterbuch: Radfahrer gendern, Autofahrer gendern sowie Gender-Wörterbuch A bis Z.