Gendern Imker: Imker*innen, Unterstrich und Binnen-I
Geschlechtergerechte Sprache für die Berufsbezeichnung Imker
Gendern Imker bedeutet, die Berufsbezeichnung Imker geschlechtergerecht zu formulieren, etwa durch die Doppelnennung Imkerinnen und Imker, verkürzte Formen wie Imker*innen, Imker:innen oder Imker_innen oder die neutrale Bezeichnung Imkernde. Die weibliche Form lautet Imkerin, im Plural Imkerinnen. Welche Variante passend ist, hängt vom Kontext ab: Die verkürzten Formen gehören nicht zum Kernbestand der amtlichen Rechtschreibung. Für wissenschaftliche Arbeiten können Hochschule, Fachbereich, Betreuung oder Verlag eigene Vorgaben festlegen. Vor dem Schreiben lohnt sich daher ein Blick in die jeweiligen Vorgaben.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form oder kurze Fußnote: Die Vorlage liefert ab Seite 2 vier Hinweise zum Einsetzen, den richtigen Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen, in die „Imker“ gleich eingetragen werden kann. Für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Imker: Kurze Antwort
Wer gendern Imker sucht, meint meist die Frage, wie sich die Berufsbezeichnung Imker geschlechtergerecht formulieren lässt. Gebräuchlich ist die Doppelnennung Imkerinnen und Imker, die beide Formen ausschreibt und im Fließtext gut lesbar bleibt. Für wenig Platz eignen sich verkürzte Formen wie Imker*innen, Imker:innen oder Imker_innen. Das mittlere Zeichen schließt dabei auch Personen ein, die sich weder als Mann noch als Frau verstehen. Alternativ gibt es die neutrale Form Imkernde, abgeleitet vom Verb imkern. Welche Variante passend ist, hängt vom Kontext ab, etwa davon, ob es um eine Website, einen Behördentext oder eine wissenschaftliche Arbeit geht.

Genderformen von Imker im Überblick
Für die Berufsbezeichnung Imker gibt es mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen mit unterschiedlichen Einsatzbereichen und unterschiedlicher Lesbarkeit. Die folgende Tabelle führt die gängigsten Varianten auf:
- Doppelnennung: Imkerinnen und Imker (ausgeschriebene, gut lesbare Form für Fließtexte)
- Gendersternchen: Imker*innen
- Doppelpunkt: Imker:innen
- Unterstrich (Gendergap): Imker_innen
- Binnen-I: ImkerInnen
- Weibliche Form: Imkerin, Plural Imkerinnen
- Neutrale Umschreibung: Imkernde (Person, die imkert)
Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sind Wortbinnenzeichen, mit denen eine geschlechterübergreifende Bedeutung sichtbar gemacht werden soll. Sie gehören nicht zum Kernbestand der amtlichen Rechtschreibung. Wie Screenreader sie wiedergeben, hängt häufig von Programm und Einstellungen ab; für barrierefreie Texte sollte die Darstellung mit der verwendeten Technik geprüft werden.
Geschlechtsneutrale Alternative für Imker
Zu Imker existiert die geschlechtsneutrale Form Imkernde, gebildet aus dem Partizip Präsens von imkern, analog zu Studierenden oder Reisenden. Sie bezeichnet allgemein jede Person, die imkert, unabhängig vom Geschlecht, und lässt sich im Singular (der oder die Imkernde) wie im Plural (die Imkernden) verwenden. Da Imkernde im allgemeinen Sprachgebrauch noch selten vorkommt, wirkt die Form teils ungewöhnlich. Fehlt eine neutrale Form oder erscheint sie unpassend, ist die Doppelnennung Imkerinnen und Imker oder eine Verkürzung mit Sternchen oder Doppelpunkt oft praktischer, besonders dort, wo Klarheit wichtig ist. Eine sachliche Einordnung gehört zu dieser Beratung.
Beispielsatz mit Imker im Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit lässt sich die geschlechtergerechte Formulierung direkt im Fließtext umsetzen, etwa so: Die befragten Imkerinnen und Imker gaben an, dass sich die Bienenvölker im Untersuchungsgebiet in den letzten fünf Jahren spürbar verändert haben. Wer eine kürzere Schreibweise bevorzugt, formuliert stattdessen: Die befragten Imker*innen berichteten von deutlichen Veränderungen bei ihren Bienenvölkern. Beide Varianten sind grammatisch korrekt, sie unterscheiden sich vor allem in Länge und optischer Wirkung im Satz. Wichtig ist, innerhalb einer Arbeit konsequent bei einer Form zu bleiben und nicht zwischen Doppelnennung, Sternchen und neutraler Umschreibung zu wechseln, da uneinheitliche Schreibweisen in der Korrektur häufig auffallen und den Lesefluss stören.

Häufige Fehler beim Gendern von Imker
Ein häufiger Fehler beim Gendern Imker ist die Vermischung mehrerer Schreibweisen innerhalb eines Textes, etwa wenn im ersten Kapitel Imker*innen und im zweiten Imker:innen steht. Ebenso wird die weibliche Form gelegentlich falsch gebildet, etwa als „Imkerin“ ohne Anpassung im Plural: Richtig ist Imkerinnen, nicht Imkerin für mehrere Personen. Die alleinige maskuline Form Imker kann als vermeintlich neutrale Form offenlassen, ob Personen aller Geschlechter gemeint sind. Da das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung Wortbinnenzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt derzeit nicht als verbindlichen Standard aufführt, empfiehlt es sich für wissenschaftliche Arbeiten, zunächst die Vorgaben der jeweiligen Hochschule, Fakultät oder Betreuung zu prüfen und, falls es keine Vorgabe gibt, eine Form einheitlich zu verwenden.
Fazit zum Gendern von Imker
Für die geschlechtergerechte Formulierung von Imker gibt es mehrere Möglichkeiten: die ausgeschriebene Doppelnennung Imkerinnen und Imker, verkürzte Schreibweisen wie Imker*innen, Imker:innen oder Imker_innen sowie die neutrale Umschreibung Imkernde. Welche Form passend ist, hängt vom Textkontext, von der Zielgruppe und, bei wissenschaftlichen Arbeiten, von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder des Verlags ab. Entscheidend ist vor allem, sich innerhalb eines Dokuments für eine Variante zu entscheiden und diese konsequent durchzuhalten. Wer unsicher ist, ob eine gewählte Form zur eigenen Arbeit passt oder ob sie formal korrekt umgesetzt ist, kann den Text vor der Abgabe fachlich prüfen lassen, etwa durch ein Lektorat, das auch auf konsistente Genderformen achtet. Wer sich zusätzlich mit den Regeln für längere Texte beschäftigen möchte, findet weiterführende Hinweise im Beitrag zum Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Busfahrer gendern, Taxifahrer gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.