Gendern Landwirt: Doppelnennung, Landwirt*innen und Doppelpunkt
Landwirt gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Ob Landwirtinnen und Landwirte oder Landwirt*innen passt, klärt die Seite an Beispielsätzen.
Geschlechtergerechte Bezeichnungen für Landwirtinnen und Landwirte
Gendern Landwirt bedeutet, die Berufsbezeichnung so zu formulieren, dass Frauen und Männer gleichermaßen sichtbar werden, etwa durch die Doppelnennung Landwirtinnen und Landwirte oder verkürzte Formen wie Landwirt*innen, Landwirt:innen und Landwirt_innen. Die weibliche Form lautet Landwirtin, der Plural Landwirtinnen. Wer eine geschlechtsneutrale Formulierung bevorzugt, kann auf Umschreibungen wie landwirtschaftliche Fachkraft oder Personen in der Landwirtschaft ausweichen. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich, die Vorgaben der Hochschule zu prüfen und die gewählte Form konsequent durchzuhalten.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form oder kurze Fußnote: Die Vorlage liefert ab Seite 2 vier Hinweise zum Einsetzen, den richtigen Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen, in die „Landwirt“ gleich eingetragen werden kann. Für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Landwirt: die kurze Antwort
Wer die Berufsbezeichnung Landwirt geschlechtergerecht formulieren möchte, kann die Doppelnennung Landwirtinnen und Landwirte, eine verkürzte Schreibweise mit Sonderzeichen wie Landwirt*innen oder eine neutrale Umschreibung wählen. Die Doppelnennung ist grammatisch regulär; für Schreibweisen mit Sonderzeichen sind die Vorgaben der jeweiligen Institution maßgeblich. Beim Gendern Landwirt lautet die weibliche Form Landwirtin, im Plural Landwirtinnen. Welche Variante im Einzelfall passt, hängt vom Kontext und gegebenenfalls von verbindlichen Vorgaben ab.

Genderformen von Landwirt im Überblick
Für die Berufsbezeichnung Landwirt stehen mehrere Formen der geschlechtergerechten Sprache zur Auswahl. Die Übersicht nennt gebräuchliche Schreibweisen:
- Doppelnennung: Landwirtinnen und Landwirte
- Gendersternchen: Landwirt*innen
- Gender-Doppelpunkt: Landwirt:innen
- Gender-Unterstrich: Landwirt_innen
- Binnen-I: LandwirtInnen
Die Doppelnennung gilt als traditionellste und am weitesten akzeptierte Form, da sie ohne Sonderzeichen auskommt und in offiziellen Texten, Studienordnungen und wissenschaftlichen Arbeiten meist unproblematisch ist. Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sollen zusätzlich Personen einschließen, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zuordnen. Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt diese Sonderzeichen bislang nicht als Standard, weshalb ihre Verwendung von Institution zu Institution unterschiedlich gehandhabt wird. Das Binnen-I ist die älteste der verkürzten Formen und wird heute seltener verwendet als Sternchen oder Doppelpunkt.
Geschlechtsneutrale Alternativen zu Landwirt
Anders als bei Berufsbezeichnungen, die von Verben abgeleitet sind (etwa Studierende von studieren oder Lehrende von lehren), gibt es für Landwirt keine ebenso kurze und etablierte Partizipform. Eine wörtliche Entsprechung wie "Landwirtschaftende" ist im Deutschen unüblich und wird kaum verwendet. Wer dennoch eine geschlechtsneutrale Formulierung sucht, kann auf Umschreibungen ausweichen, etwa landwirtschaftliche Fachkraft, Agrarfachkraft, Person in der Landwirtschaft oder wer einen landwirtschaftlichen Betrieb führt. Diese Varianten sind zwar korrekt, aber sprachlich schwerfälliger als das kurze Wort Landwirt und eignen sich vor allem dort, wo Sonderzeichen vermieden werden sollen. In den meisten Fällen ist deshalb die Doppelnennung oder eine verkürzte Genderform die praktikablere Lösung als eine Umschreibung.
Praxisnaher Beispielsatz mit Landwirt im Studienkontext
In wissenschaftlichen Arbeiten empfiehlt sich eine konsistente Schreibweise über den gesamten Text hinweg. Ein Beispiel mit Doppelnennung lautet: "Die befragten Landwirtinnen und Landwirte gaben an, dass sich die Arbeitsbedingungen in den letzten zehn Jahren verändert haben." Wird stattdessen ein Gendersternchen verwendet, könnte der Satz lauten: "Die befragten Landwirt*innen gaben an, dass sich die Arbeitsbedingungen verändert haben." Beide Varianten sind grammatisch korrekt, unterscheiden sich jedoch in Länge und Lesefluss. Wichtig ist, sich für eine Form zu entscheiden und diese im gesamten Dokument, von der Einleitung bis zum Literaturverzeichnis, einheitlich beizubehalten. Ein Wechsel zwischen Doppelnennung und Sonderzeichen kann uneinheitlich wirken; maßgeblich sind die konkreten Vorgaben der Hochschule, des Fachbereichs oder der betreuenden Person.

Häufige Fehler beim Gendern von Landwirt
Ein häufiger Fehler beim Gendern Landwirt ist die falsche Pluralbildung der weiblichen Form: Korrekt heißt es Landwirtinnen (mit Doppel-n), nicht "Landwirtinen". Unterschiedliche Genderformen innerhalb eines Textes sollten nur verwendet werden, wenn dies begründet ist oder den Vorgaben entspricht. Ob das generische Maskulinum, also die alleinige Verwendung von "Landwirt" für alle Geschlechter, in einer Arbeit akzeptiert wird, richtet sich nach den Vorgaben der Hochschule, des Fachbereichs oder der betreuenden Person. Für die eigene Abschlussarbeit sollten diese Vorgaben vorab geprüft werden; sie können eine bestimmte Form verlangen oder Sonderzeichen ausschließen. Liegt keine Vorgabe vor, ist eine bewusst gewählte und konsequent verwendete Form sinnvoll. Weiterführende Hinweise bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern von Landwirt
Landwirt lässt sich geschlechtergerecht durch die Doppelnennung Landwirtinnen und Landwirte, durch verkürzte Formen wie Landwirt*innen, Landwirt:innen, Landwirt_innen oder LandwirtInnen sowie durch neutrale Umschreibungen wie landwirtschaftliche Fachkraft formulieren. Eine einzige, für alle Situationen „richtige“ Form gibt es nicht. Wortbinnenzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich gehören nicht zum Kernbestand der amtlichen deutschen Orthografie. Entscheidend sind daher der Kontext und die Vorgaben der Hochschule, des Verlags oder einer anderen zuständigen Stelle. Die gewählte Form sollte im gesamten Text konsequent beibehalten werden.
Weitere Einträge im Gender-Wörterbuch: Winzer gendern, Förster gendern sowie das Gender-Wörterbuch A bis Z.