Gendern Winzer: Doppelnennung, Winzer*innen und Doppelpunkt
Winzer gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Die Seite zeigt Winzerinnen und Winzer sowie Winzer*innen und erklärt die Wahl im Fließtext.
Winzer geschlechtergerecht formulieren
Gendern Winzer bedeutet, die Berufsbezeichnung wahlweise durch Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen oder eine neutrale Umschreibung geschlechtergerecht zu formulieren. Die weibliche Form lautet Winzerin, der Plural Winzerinnen, die Doppelnennung entsprechend Winzerinnen und Winzer. Als verkürzte Schreibweisen werden Winzer*innen, Winzer:innen, Winzer_innen und WinzerInnen verwendet. Eine ebenso kurze neutrale Form ist für dieses Wort nicht gebräuchlich; möglich sind Umschreibungen wie im Weinbau tätige Person. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt: Hochschulvorgaben prüfen und die gewählte Form konsequent nutzen.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form oder kurze Fußnote: Die Vorlage liefert ab Seite 2 vier Hinweise zum Einsetzen, den richtigen Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen, in die „Winzer“ gleich eingetragen werden kann. Für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Winzer: die kurze Antwort
Wer nach Gendern Winzer sucht, möchte wissen, wie sich die Berufsbezeichnung geschlechtergerecht formulieren lässt. Die kurze Antwort: Es gibt mehrere mögliche Formulierungen. Eine Möglichkeit ist die Doppelnennung Winzerinnen und Winzer, bei der beide Formen ausgeschrieben nebeneinanderstehen. Wer Platz sparen möchte, kann verkürzte Schreibweisen wie Winzer*innen, Winzer:innen oder Winzer_innen verwenden. Die weibliche Einzelform lautet Winzerin, der zugehörige Plural Winzerinnen. Welche Variante passt, hängt vom Kontext ab. Für wissenschaftliche Arbeiten sind die Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Fachzeitschrift maßgeblich; die gewählte Form sollte im gesamten Text einheitlich verwendet werden.

Kompletter Überblick der Genderformen von Winzer
Der Begriff Winzer umfasst verschiedene gängige Genderformen, die sich in ihrer Ausführlichkeit und Kürze unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Varianten auf einen Blick:
- Doppelnennung (ausgeschrieben): Winzerinnen und Winzer
- Gendersternchen: Winzer*innen
- Doppelpunkt: Winzer:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Winzer_innen
- Binnen-I: WinzerInnen
Die verkürzten Varianten verwenden Sonderzeichen oder das Binnen-I innerhalb der Personenbezeichnung. Welche Schreibweise passt, hängt vom Dokumenttyp, vom Hausstil und gegebenenfalls von den Richtlinien der Hochschule ab. Wichtig ist vor allem, sich innerhalb eines Dokuments für eine Form zu entscheiden und sie durchgehend beizubehalten, damit der Text einheitlich und gut lesbar bleibt.
Gibt es eine neutrale Alternative zu Winzer?
Eine ebenso kurze geschlechtsneutrale Alternative wie bei Verben auf en, aus denen sich Partizipien wie Studierende oder Reisende bilden lassen, existiert für Winzer nicht. Das Wort geht auf einen historischen Berufsnamen zurück, zu dem es keine gebräuchliche substantivierte Verbform gibt. Wer dennoch neutral formulieren möchte, weicht deshalb auf Umschreibungen aus, etwa im Weinbau tätige Person, Beschäftigte im Weinbau oder Fachkraft für Weinbau. Diese Varianten sind zwar länger als die verkürzten Genderformen, umgehen aber jede Festlegung auf ein Geschlecht und eignen sich besonders für Definitionen, Stellenprofile oder allgemeine Aussagen über die Berufsgruppe. Solche Alternativen bieten sich vor allem an, wenn eine geschlechtsneutrale Formulierung erforderlich ist. Mehr zu den Grundprinzipien liefert unser Beitrag zu gendergerechte Sprache. In Fließtexten über konkrete Personen bleiben die Doppelnennung oder eine verkürzte Form meist die praktikablere Lösung.
Beispielsatz mit Winzer im Studienkontext
Im Studien- und Hochschulumfeld kann die Berufsbezeichnung in Arbeiten zu Weinbau, Önologie oder Agrarwissenschaft vorkommen. Ein mögliches, fiktives Beispiel für eine geschlechtergerechte Formulierung in einer wissenschaftlichen Arbeit lautet: Die befragten Winzerinnen und Winzer gaben an, dass sich die Erntebedingungen in den vergangenen Jahren verändert haben. Alternativ, mit verkürzter Schreibweise: Von den befragten Winzer:innen nannten 60 Prozent den Klimawandel als größte Herausforderung. Beide Beispiele zeigen Formulierungsvarianten; ob sie zulässig sind, hängt von den Vorgaben der Hochschule ab. Wichtig ist, die gewählte Schreibweise ab der ersten Nennung konsequent durchzuhalten, auch in Tabellen und Grafikbeschriftungen. Im Literaturverzeichnis betrifft sie nur selbst formulierte Überschriften und Zusätze; zitierte Titel und bibliografische Angaben bleiben unverändert, damit der wissenschaftliche Text stilistisch einheitlich bleibt.

Gendern Winzer: häufige Fehler vermeiden
Beim Versuch, die Berufsbezeichnung Winzer geschlechtergerecht zu formulieren, passieren einige typische Fehler. Ein häufiger Fehler ist die falsche Pluralbildung der weiblichen Form, etwa Winzerinen statt Winzerinnen. Ebenso problematisch ist das Mischen mehrerer Schreibweisen innerhalb eines Textes, etwa wenn im selben Kapitel Winzer*innen und Winzer:innen abwechselnd auftauchen. Auch die Verwendung des generischen Maskulinums Winzer kann missverständlich sein, wenn es als vermeintlich neutrale Bezeichnung für alle Geschlechter verstanden wird. Für die eigene Abschluss- oder Seminararbeit empfiehlt es sich daher, zunächst in der Prüfungsordnung oder bei der betreuenden Person nachzufragen, ob eine bestimmte Form vorgeschrieben ist. Weitere Hinweise liefert unser Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Gibt es keine Vorgabe, sind Doppelnennung oder neutrale Umschreibung mögliche Lösungen.
Fazit zum Gendern von Winzer
Die Berufsbezeichnung Winzer lässt sich auf mehreren fachlich anerkannten Wegen geschlechtergerecht formulieren: durch die Doppelnennung Winzerinnen und Winzer, durch verkürzte Schreibweisen wie Winzer*innen oder Winzer:innen sowie, sofern der Kontext es zulässt, durch eine neutrale Umschreibung. Eine einzelne, für alle Textsorten gültige Lösung gibt es nicht, da amtliche Regelwerke die verkürzten Formen bislang nicht als Standard führen, viele Hochschulen sie aber ausdrücklich zulassen oder sogar verlangen. Für wissenschaftliche Arbeiten bleibt deshalb der Blick in die eigenen Vorgaben unverzichtbar. Wo solche Vorgaben fehlen, sind Doppelnennung oder neutrale Formulierung die verlässlichste Wahl, weil sie unabhängig von Sonderzeichen funktionieren und in jedem Fachbereich verständlich bleiben.
Ergänzende Einträge im Gender-Lexikon: Förster gendern, Jäger gendern plus Gender-Wörterbuch A bis Z.