Gendern Zeitzeuge: Zeitzeug*in im Text
Geschlechtergerechte Formulierung im Überblick
Die Bezeichnung Zeitzeuge kann auf verschiedene Weisen geschlechtergerecht formuliert werden. Beim Gendern Zeitzeuge stehen mehrere Optionen zur Verfügung: von der klassischen Doppelnennung bis zu modernen Kurzformen wie dem Gendersternchen. Je nach Kontext und Vorgaben können Sie zwischen Zeitzeugin und Zeitzeuge, Zeitzeug*in, Zeitzeug:in oder geschlechtsneutralen Formulierungen wählen.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Wer „Zeitzeuge“ in der Hausarbeit gendert, braucht einen Satz dazu: ab Seite 2 vier Hinweise (generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Formen, kurze Fußnote), der passende Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Auch für Bachelor- und Masterarbeit.
Schnelle Antwort: Wie gendern Sie Zeitzeuge?
Zumeist gilt die Doppelschreibung als simpelster Ansatz: Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bzw. Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Genau diese Darstellung ist sehr gut für Studienprojekte geeignet, denn sie wirkt transparent und fair. Wenn wenig Platz vorhanden ist, können Sie kompaktere Zeichen nutzen: Sternchen (Zeitzeug*in), Doppelpunkt (Zeitzeug:in), Unterstrich (Zeitzeug_in) oder das Binnen-I (ZeitzeugIn).

Alle Genderformen für Zeitzeuge
Für das Gendern Zeitzeuge stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten offen:
- Zeitzeugin und Zeitzeuge (Doppelnennung, klassisch)
- Zeitzeuginnen und Zeitzeugen (Pluralform)
- Zeitzeug*in (Gendersternchen)
- Zeitzeug:in (Doppelpunkt / Genderdoppelpunkt)
- Zeitzeug_in (Unterstrich / Gender-Gap)
- ZeitzeugIn (Binnen-I / Binnenmajuskel)
Die Formen unterscheiden sich in ihrem Gebrauch und in ihrer Bewertung. Welche Schreibweise passt, richtet sich nach Kontext und den Vorgaben der jeweiligen Einrichtung.
Neutrale Alternative zu Zeitzeuge
Die Umschreibung „Person, die als Zeitzeuge oder Zeitzeugin berichtet“ ist eine Doppelnennung. Eine geschlechtsneutrale Lösung ist eine Umschreibung, etwa „Person, die betreffende Zeit miterlebt hat“. Eine kurze, allgemein etablierte geschlechtsneutrale Personenbezeichnung für „Zeitzeuge“ gibt es im Deutschen nicht. Je nach Kontext können Sie die Doppelnennung oder eine Umschreibung verwenden.
Der Beispielsatz zeigt Zeitzeuge im Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte der Satz so lauten: Der Historiker interviewte mehrere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zum Nachkriegsalltag. Oder in verkürzter Form: Der Historiker interviewte mehrere Zeitzeug*innen zum Nachkriegsalltag. Ob eine Kurzform zulässig ist, richtet sich nach den Vorgaben Ihrer Hochschule oder des Fachbereichs.

Häufige Fehler beim Gendern von Zeitzeuge
Ein verbreiteter Fehler ist die unbewusste Maskulinform: Wenn Sie nur 'Zeitzeuge' schreiben, ohne auf weibliche Zeitzeuginnen hinzuweisen, kann das ausschließend wirken. Ein weiterer Fehler ist mangelnde Konsistenz: Gleichartige Personenbezeichnungen sollten Sie nach einem nachvollziehbaren System möglichst einheitlich gendern; begründete Varianten in unterschiedlichen Kontexten sind möglich. Wichtig zu wissen: Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit wird oft durch Styleguides vorgegeben. Fragen Sie Ihre Betreuerin oder Ihren Betreuer, welche Form bevorzugt wird.
Fazit zum Gendern von Zeitzeuge
Für das Gendern von Zeitzeuge gibt es keine allgemein verbindliche Einzellösung. Die Doppelnennung ist eine verständliche Möglichkeit; auch Kurzformen können je nach Vorgabe verwendet werden. Entscheidend ist, dass Sie eine Variante bewusst wählen und gleichbleibend weiterführen. Unser Lektorat prüft auf Wunsch die geschlechtergerechte Formulierung Ihrer Texte.
Noch mehr Begriffe im Gender-Wörterbuch: Ratgeber gendern, Begleiter gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.