Gendern von Prüfling: neutrale Alternativen statt Prüf*ling
Geschlechtergerechte Sprache im Kontext von Prüflingen
Das Substantiv „Prüfling“ ist grammatisch maskulin. Es kann geschlechterübergreifend gemeint sein, macht andere Geschlechter jedoch nicht ausdrücklich sichtbar. Beim Gendern von Prüfling bieten sich daher statt der nicht etablierten Schreibweise „Prüf*ling“ neutrale Alternativen wie „zu prüfende Person“ an. In wissenschaftlichen Arbeiten sollte die gewählte Form den Vorgaben der Hochschule entsprechen und einheitlich bleiben.
Kostenlos herunterladen
Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Für Texte mit „Prüfling“ und anderen Personenbezeichnungen: vier Hinweise ab Seite 2 (Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form, Fußnote), dazu die Stelle im Dokument, an die der Hinweis gehört, und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Wie lautet die passende Genderform?
„Prüfling“ ist eine grammatisch maskuline Personenbezeichnung. Duden führt die Worttrennung „Prüf|ling“ und keine -in-Form auf. Beim Gendern von „Prüfling“ ist daher eine neutrale Umschreibung meist klarer. Welche Formulierung passt, hängt von den Vorgaben Ihrer Hochschule und dem Kontext ab.

Die wichtigsten Formulierungen im Überblick
- Prüflinge (geschlechterübergreifend verwendbar, wenn der Kontext klar ist)
- zu prüfende Person (neutrale Umschreibung)
- zu prüfende Personen (neutrale Umschreibung)
- Personen, die geprüft werden (neutrale Umschreibung)
- Teilnehmende an der Prüfung (kontextabhängige Umschreibung)
- an der Prüfung teilnehmende Personen (kontextabhängige Umschreibung)
Die neutrale Alternative für Prüfling
Eine geschlechtsneutrale Alternative ist die Umschreibung „zu prüfende Person“ oder „zu prüfende Personen“. Sie verzichtet auf eine Geschlechtsmarkierung und ist im Fließtext meist gut verständlich. Der Nachteil: Sie ist etwas länger und kann die Satzkonstruktion ändern. In wissenschaftlichen Arbeiten kann diese Variante passen, wenn die Hochschule keine spezifischen Vorgaben macht.
Beispielsatz: Prüfling im Studienkontext
Variante 1: „Die Prüf*linge erhalten ihr Ergebnis innerhalb von vier Wochen.“ Diese Schreibweise ist keine etablierte Genderform. Variante 2: „Den zu prüfenden Personen werden die Ergebnisse innerhalb von vier Wochen mitgeteilt.“ Variante 3: „Die Prüfling-Gruppe wird über das Portal informiert.“ Die beiden weiteren Beispiele sind sachlich korrekt. Wichtig ist, dass Sie eine Variante konsequent beibehalten und nicht zwischen verschiedenen Formen wechseln.

Häufige Fehler beim Gendern von Prüfling
Die Schreibweisen „Prüfling-in“ und „Prüfling*in“ sind keine im Wörterbuch geführten Standardformen. Vermeiden Sie außerdem einen unbedachten Wechsel zwischen verschiedenen Formulierungen. Prüfen Sie die Vorgaben Ihrer Hochschule oder Fakultät; eine neutrale Umschreibung kann eine passende Lösung sein. Unterstützung bietet professionelles Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern von Prüfling
„Prüfling“ kann geschlechterübergreifend verwendet werden, ist grammatisch jedoch maskulin. Wenn Personen aller Geschlechter ausdrücklich sichtbar werden sollen, können neutrale Formulierungen wie „zu prüfende Personen“ passend sein. Entscheidend sind die Vorgaben der Institution und eine einheitliche Anwendung. Ein professionelles Lektorat kann die gewählte Schreibweise auf Einheitlichkeit prüfen.
Für die Suchanfrage „gendern Prüfling“ finden Sie hier die wichtigsten Hinweise und Formulierungsbeispiele.
Habilitand gendern, Steuerzahler gendern sowie das komplette Gender-Wörterbuch A bis Z: Hier finden Sie zusätzliche Einträge.