Gendern Soldat: die weibliche Form und Soldat*innen
Soldat gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Der Beitrag erklärt die Formen Soldatinnen und Soldaten sowie Soldat*innen und zeigt passende Beispiele.
Doppelnennung, Genderzeichen und neutrale Alternative für Soldat
Gendern Soldat bedeutet, die Berufsbezeichnung Soldat so zu formulieren, dass Frauen und Männer gleichermaßen sichtbar werden. Möglich sind die Doppelnennung Soldatinnen und Soldaten, verkürzte Schreibweisen wie Soldat*innen, Soldat:innen, Soldat_innen oder SoldatInnen sowie die weibliche Einzelform Soldatin. Wer auf Sonderzeichen verzichten möchte, kann stattdessen die Bezeichnung Militärangehörige verwenden, die vor allem im Plural geschlechtsneutral ist. Im Singular hängen Artikel und Endung vom grammatischen Geschlecht ab. Welche Variante im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Kontext ab, etwa von den Vorgaben einer Hochschule, eines Verlags oder einer Institution.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ein Satz legt die Schreibweise von „Soldat“ für die ganze Arbeit fest: ab Seite 2 vier fertige Hinweise (generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Formen, kurze Fußnote), dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Von der Hausarbeit bis zur Masterarbeit.
Kurze Antwort zum Gendern Soldat
Beim Thema gendern Soldat gibt es mehrere korrekte Möglichkeiten, um die Personenbezeichnung geschlechtergerecht zu formulieren. Die klassische Variante ist die Doppelnennung Soldatinnen und Soldaten, die beide Formen ausgeschrieben nennt und in nahezu jedem Kontext akzeptiert wird. Daneben haben sich verkürzte Schreibweisen etabliert, die weibliche und männliche Form sowie teils weitere Geschlechtsidentitäten in einem Wort zusammenfassen, etwa Soldat*innen, Soldat:innen oder Soldat_innen. Auch die ältere Schreibweise SoldatInnen mit großem Binnen-I ist gebräuchlich. Wer Sonderzeichen vermeiden möchte, kann auf die neutrale Bezeichnung Militärangehörige ausweichen. Wichtig ist vor allem, sich für eine Schreibweise zu entscheiden und diese im gesamten Text konsequent beizubehalten, denn ein Wechsel zwischen mehreren Varianten wirkt uneinheitlich und wird in wissenschaftlichen Arbeiten meist als Fehler gewertet.

Alle Genderformen für Soldat
Für die Personenbezeichnung Soldat existieren mehrere anerkannte Genderformen, die sich in Schreibweise und Wirkung unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die gebräuchlichsten Varianten im Vergleich, von der ausgeschriebenen Doppelnennung bis zu den verkürzten Formen mit Sonderzeichen.
- Doppelnennung: Soldatinnen und Soldaten
- Gendersternchen: Soldat*innen
- Gender-Doppelpunkt: Soldat:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Soldat_innen
- Binnen-I: SoldatInnen
- weibliche Einzelform: die Soldatin, Plural die Soldatinnen
Doppelnennung und weibliche Einzelform sind in der Standardsprache korrekt und in vielen Kontexten verwendbar. Die verkürzten Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sollen zusätzlich Personen einschließen, die sich keinem der beiden Geschlechter eindeutig zuordnen, gehören jedoch nicht zur amtlichen Rechtschreibung und werden je nach Institution unterschiedlich bewertet.
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Soldat
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Soldat ist die substantivierte Form Militärangehörige. Im Plural bleibt die Form für weibliche, männliche und diverse Personen gleich; im Singular ändern sich lediglich Artikel und Endung (der Militärangehörige, die Militärangehörige, die Militärangehörigen im Plural). Damit lässt sich das gesamte Sonderzeichen-Thema elegant umgehen, ohne dass ein Geschlecht bevorzugt oder ausgeschlossen wird. Ehrlicherweise ist diese Alternative etwas allgemeiner als Soldat, da sie auch ohne Bezug auf einen konkreten militärischen Dienstgrad verwendet werden kann. Wer den militärischen Dienstgrad konkret meint, sollte deshalb prüfen, ob die Bezeichnung im jeweiligen Satz präzise genug ist, oder ob die Doppelnennung Soldatinnen und Soldaten die treffendere Wahl bleibt. In offiziellen Dokumenten der Bundeswehr wird zudem teils die Formulierung Soldatinnen und Soldaten als feste Wendung verwendet.
Der Beispielsatz mit Soldat im Studienkontext
Texte nach wissenschaftlichen Stilregeln, etwa eine Bachelorarbeit im Bereich Militärsoziologie, integrieren inklusive Sprache nahtlos in den Ablauf. Bei Wahl der Doppelnennung ergibt sich ein Beispiel wie dieses: Die befragten Soldatinnen und Soldaten gaben an, dass die Ausbildung ihre Erwartungen weitgehend erfüllt habe. Bevorzugt die Hochschule kürzere Schreibweisen, bietet sich alternativ diese Wendung an: Von den befragten Soldat:innen bewerteten 68 Prozent die Ausbildung als praxisnah. Wer auf Sonderzeichen verzichtet und neutral spricht, kann formulieren: Die befragten Militärangehörigen äußerten sich überwiegend positiv zur Ausbildung. Alle drei Beispiele veranschaulichen mögliche Formulierungsweisen. Sie unterscheiden sich jedoch in Form und teils im Bedeutungsumfang. Wichtig für eine Abschlussarbeit ist die strikte Einhaltung derselben Variante im Ganzen, um sprachliche Gründlichkeit zu demonstrieren.

Häufige Fehler beim Gendern von Soldat
Ein häufiger Fehler ist das Mischen mehrerer Gendervarianten innerhalb eines Textes, etwa Soldat*innen in einem Kapitel und Soldat:innen im nächsten. Auch bei Zusammensetzungen kann ein Bindestrich die Lesbarkeit erhöhen, etwa bei Soldat*innen-Ausbildung; ob er verlangt wird, richtet sich nach dem jeweiligen Hausstil. Eine falsche weibliche Form wie Soldatin ohne die notwendige Anpassung im Plural zu Soldatinnen ist ebenfalls fehlerhaft. Für Sternchen, Doppelpunkt und weitere Sonderzeichen gibt es bislang keine verbindlichen amtlichen Regeln; sie gehören nicht zum Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung und werden an Hochschulen unterschiedlich bewertet. Für eine wissenschaftliche Arbeit gilt daher: Zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Fachbereichs prüfen, mehr dazu im Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Fehlt eine klare Vorgabe, empfiehlt sich die konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung wie Militärangehörige.
Fazit zum Gendern von Soldat
Somit gibt es für die Personenbezeichnung Soldat mehrere sachlich vertretbare Möglichkeiten: die vollständige Nennung Soldatinnen und Soldaten, verkürzte Schreibweisen wie Soldat*innen, Soldat:innen, Soldat_innen oder SoldatInnen sowie die geschlechtsneutrale Option Militärangehörige. Keine dieser Möglichkeiten ist grundsätzlich falsch; entscheidend sind die konsequente Einheitlichkeit im gesamten Text und die Orientierung an den jeweils geltenden Vorgaben von Hochschule, Verlag oder Institution. Wer die passende Form für sein Manuskript festgelegt hat oder vor der Abgabe die Einheitlichkeit prüfen lassen möchte, profitiert von einem professionellen Korrekturlesen, das zusätzlich auf die durchgängige Umsetzung der Genderformen achtet.
Ergänzende Einträge im Gender-Wörterbuch: Offizier gendern, Rettungssanitäter gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.