Gendern Apotheker: Apotheker*innen, Unterstrich und Binnen-I
Apotheker gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Neben Apothekerinnen und Apotheker zeigt die Seite Apotheker*innen und ordnet beide Formen ein.
Geschlechtergerechte Sprache für die Berufsbezeichnung Apotheker
Wer Apotheker gendern möchte, kann zwischen der Doppelnennung Apothekerinnen und Apotheker, Kurzformen wie Apotheker*innen oder Apotheker:innen und einer geschlechtsneutralen Umschreibung wählen. Die Formen unterscheiden sich in Lesbarkeit und darin, ob sie den Vorgaben einer Institution entsprechen. In wissenschaftlichen Arbeiten sollte die gewählte Lösung einheitlich und nachvollziehbar sein und den Vorgaben der Hochschule entsprechen. Dieser Beitrag stellt die gängigen Formen vor und zeigt, welche Alternative sich für welchen Kontext eignet, damit die Wortwahl konsistent bleibt.
Kostenlos herunterladen
Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Apotheker“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Apotheker gendern: die kurze Antwort
Die Suche nach Gendern Apotheker führt zu mehreren Möglichkeiten: Die klassische Beidnennung Apothekerinnen und Apotheker nennt beide Formen ausgeschrieben und ist in Fließtexten gut lesbar. Wer Platz sparen möchte, kann eine verkürzte Schreibweise wie das Gendersternchen, den Genderdoppelpunkt oder den Unterstrich verwenden. Daneben gibt es die Möglichkeit, auf eine geschlechtsneutrale Umschreibung auszuweichen, sofern der Kontext das zulässt. Welche Variante passt, hängt vom Textformat ab: In wissenschaftlichen Arbeiten gibt es häufig eigene Vorgaben der Hochschule, in allgemeinen Texten ist meist mehr Spielraum vorhanden. Wichtig ist vor allem, eine einmal gewählte Form konsequent beizubehalten.

Diese Genderformen gibt es für Apotheker
Für den Berufstitel Apotheker gibt es verschiedene geschlechtssensible Darstellungsvarianten, die sich in Lesefluss und formaler Einordnung unterscheiden:
- Doppelnennung: Apothekerinnen und Apotheker
- Gendersternchen: Apotheker*innen
- Genderdoppelpunkt: Apotheker:innen
- Gender-Unterstrich: Apotheker_innen
- Binnen-I: ApothekerInnen
Die Doppelnennung kommt ohne Sonderzeichen aus und ist deshalb leicht verständlich. Die verkürzten Varianten mit Stern, Doppelpunkt oder Unterstrich sparen Platz und sollen zugleich Personen jenseits der binären Geschlechterordnung einbeziehen; sie werden jedoch nicht von allen Institutionen gleichermaßen behandelt. Auch das Binnen-I wird verwendet.
Neutrale Alternative zur Berufsbezeichnung
Eine kurze, allgemein gebräuchliche neutrale Form für Apotheker gibt es im Deutschen kaum. Da „Apotheker“ die männliche Form der Berufsbezeichnung ist, eignen sich Umschreibungen über die Tätigkeit oder Qualifikation, etwa pharmazeutische Fachkraft oder approbierte Person in der Apotheke. Für den Plural bieten sich in manchen Kontexten die Sammelbegriffe Apothekenteam oder Apothekenpersonal an, wenn nicht ausschließlich approbierte Apothekerinnen und Apotheker gemeint sind. Diese Umschreibungen sind weniger präzise als die Originalbezeichnung und eignen sich vor allem dort, wo es nicht auf die exakte Berufsqualifikation ankommt. In fachlich genauen Texten, etwa in Studienarbeiten mit pharmazeutischem Bezug, ist die Doppelnennung oder, wenn die Vorgaben dies erlauben, eine verkürzte Genderform meist passender.
Beispielsatz mit Apotheker im Studienkontext
In einer Hausarbeit oder Abschlussarbeit lässt sich die gewählte Form direkt im Fließtext zeigen. Ein Beispiel mit Doppelnennung: Die befragten Apothekerinnen und Apotheker gaben in der Studie unterschiedliche Einschätzungen zur Beratungspraxis an. Mit Gendersternchen lautet derselbe Satz: Die befragten Apotheker*innen gaben in der Studie unterschiedliche Einschätzungen zur Beratungspraxis an. Die Beispiele zeigen zwei Schreibweisen. Welche davon in einer wissenschaftlichen Arbeit zulässig ist, richtet sich nach den Vorgaben der Hochschule; innerhalb einer Arbeit sollte die gewählte Form einheitlich verwendet werden. Weitere Hinweise zu Aufbau und Konsistenz bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. So bleibt die Wortwahl über das gesamte Dokument hinweg nachvollziehbar.

Häufige Fehler beim Gendern von Apotheker
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Schreibweisen innerhalb desselben Textes, etwa wenn im ersten Kapitel die Doppelnennung und im zweiten das Gendersternchen verwendet wird. Ebenso ungenau ist der Hinweis, eine bestimmte Form sei amtlich vorgeschrieben: Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen und Genderdoppelpunkt derzeit nicht als Standard, auch wenn viele Hochschulen sie in eigenen Leitfäden erlauben oder verlangen. Vor der Abgabe lohnt sich daher ein Blick in die Vorgaben der eigenen Fakultät. Liegt keine Vorgabe vor, ist die konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung meist die sicherste Lösung. Wer unsicher ist, ob die gewählte Form durchgängig sitzt, lässt die Arbeit vor der Abgabe im Rahmen eines Lektorat gegenlesen.
Fazit zum Gendern von Apotheker
Für das Gendern von Apotheker gibt es Möglichkeiten wie Doppelnennung, Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich und Binnen-I, auch wenn eine kurze, allgemein gebräuchliche neutrale Form fehlt. Die vollständige Nennung kommt ohne Sonderzeichen aus; kompakte Lösungen können passen, wenn Raum knapp ist oder eine Organisation sie ausdrücklich vorgibt. Bei wissenschaftlichen Arbeiten kommt es besonders auf Einheitlichkeit an: Die getroffene Auswahl sollte im Gesamtdokument konsistent bleiben. Wer die Regeln zu gendergerechter Sprache allgemein vertiefen möchte, findet dort einen Überblick über weitere Berufs- und Personenbezeichnungen.
Ergänzende Einträge gibt es zu Zahnarzt gendern, zu Tierarzt gendern sowie im umfassenden Gender-Wörterbuch A bis Z.