Gendern Berater: Berater*innen
Geschlechtergerechte Sprache für die Berufsbezeichnung Berater
Gendern Berater bedeutet, die Berufsbezeichnung Berater durch Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen mit Sonderzeichen oder eine neutrale Umschreibung geschlechtergerecht zu formulieren. Je nach Kontext kommen die Doppelnennung Beraterinnen und Berater, das Gendersternchen Berater*innen, der Genderdoppelpunkt Berater:innen, der Unterstrich Berater_innen, das Binnen-I BeraterInnen oder die neutrale Form Beratende infrage. Welche Variante passend ist, hängt von den Vorgaben der Hochschule, des Verlags oder des Unternehmens ab. Alle Varianten sind fachlich korrekt, im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung gelten Sternchen und Doppelpunkt derzeit jedoch nicht als Standard, insbesondere in wissenschaftlichen Arbeiten lohnt daher ein Blick in die jeweiligen Vorgaben.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Vier fertige Hinweise für eine Arbeit, in der „Berater“ vorkommt: generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form oder kurze Fußnote. Ab Seite 2 stehen die Sätze zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Kurze Antwort: So lässt sich Berater gendern
Wer gendern Berater sucht, möchte wissen, wie sich die Berufsbezeichnung Berater geschlechtergerecht formulieren lässt. Die kurze Antwort: Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung Beraterinnen und Berater, die weibliche und männliche Form gleichberechtigt nennt. Für kürzere Texte oder Formulare stehen zusätzlich verkürzte Schreibweisen mit Sonderzeichen zur Verfügung, etwa das Gendersternchen, der Genderdoppelpunkt oder der Unterstrich. Wo es passt, lässt sich die Berufsbezeichnung auch neutral als Beratende umschreiben, ohne dass eine grammatische Form bevorzugt wird. Welche Variante im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Textformat, vom Zielpublikum und, bei wissenschaftlichen Arbeiten, von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder des Fachbereichs ab.

Überblick über alle Genderformen von Berater
Für die Berufsbezeichnung Berater gibt es im Rahmen einer gendergerechten Sprache mehrere Schreibweisen, die je nach Textsorte unterschiedlich passend sind:
- Doppelnennung: Beraterinnen und Berater
- Gendersternchen: Berater*innen
- Genderdoppelpunkt: Berater:innen
- Unterstrich (Gendergap): Berater_innen
- Binnen-I: BeraterInnen
- Neutrale Form: Beratende
Die Doppelnennung nennt die feminine und die maskuline Form ausdrücklich. Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich werden als Kurzformen verwendet, um alle Geschlechter einzubeziehen; eine neutrale Umschreibung wie Beratende vermeidet eine geschlechtsspezifische Personenbezeichnung. Welche Form in Studienarbeiten, Stellenanzeigen oder offiziellen Dokumenten verwendet werden kann, richtet sich nach den jeweiligen Vorgaben.
Geschlechtsneutrale Alternative für die Berufsbezeichnung Berater
Als geschlechtsneutrale Alternative zur Berufsbezeichnung Berater eignet sich das substantivierte Partizip Beratende, das wie Studierende oder Lehrende weder weiblich noch männlich markiert ist und für die Mehrzahl gut funktioniert. Im Singular ist die neutrale Form weniger gebräuchlich, hier hilft die Umschreibung beratende Person oder, je nach Zusammenhang, ein Sammelbegriff wie Beratungsfachkraft. Eine völlig geschlechtsneutrale Einzelform für Berater, die im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert ist, gibt es bislang nicht, weshalb in vielen Texten weiterhin auf Doppelnennung oder Sonderzeichen zurückgegriffen wird. Für Überschriften, Stellentitel oder Aufzählungen ist Beratende dennoch häufig die platzsparendste und zugleich neutrale Lösung.
Beispielsatz mit Berater im Studienkontext
In einer Bachelorarbeit zur Unternehmensberatung könnte eine Doppelnennung so aussehen: Die befragten Beraterinnen und Berater gaben an, dass digitale Tools ihren Arbeitsalltag verändert haben. Bevorzugt man eine verkürzte Schreibweise, ist auch die Variante Die befragten Berater*innen gaben an... möglich, wenn die Vorgaben der Hochschule dies zulassen. Wer auf Sonderzeichen verzichten möchte, formuliert stattdessen neutral: Die befragten Beratenden gaben an... Die Varianten unterscheiden sich in Form und möglichen Vorgaben. Deshalb sollte vor Beginn der Arbeit der Leitfaden der jeweiligen Hochschule oder des Instituts geprüft werden.

Häufige Fehler beim Gendern von Berater
Ein häufiger Fehler ist die inkonsequente Verwendung: Wer sich für eine Form entscheidet, etwa den Genderdoppelpunkt, sollte diese über die gesamte Arbeit hinweg beibehalten und nicht zwischen Berater*innen, Berater:innen und BeraterInnen wechseln. Sonderzeichen im Wortinnern sind nicht amtlich vorgeschrieben; der Rat für deutsche Rechtschreibung hat ihre Aufnahme in das Amtliche Regelwerk nicht empfohlen. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt es sich daher, zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule oder der betreuenden Person zu prüfen. Fehlt eine klare Regel, können eine konsequente Beidnennung wie Beraterinnen und Berater oder eine neutrale Formulierung wie Beratende eine nachvollziehbare Wahl sein.
Fazit zum Gendern von Berater
Beim Berater gendern gibt es keine für alle Kontexte richtige Lösung. Die Berufsbezeichnung kann durch die Doppelnennung Beraterinnen und Berater, durch Kurzformen wie Berater*innen, Berater:innen, Berater_innen oder BeraterInnen sowie durch die neutrale Form Beratende formuliert werden. Entscheidend sind Kontext, Zielgruppe und, bei Abschlussarbeiten, die Vorgaben der Hochschule. Wer unsicher ist, sollte eine Form bewusst auswählen und sie konsequent verwenden. Weiterführende Hinweise zur einheitlichen Umsetzung in Haus- und Abschlussarbeiten liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit, der auch auf Formatierung und Konsistenz eingeht.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Gründer gendern, Redner gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.