Gendern Bibliothekar: die weibliche Form und Bibliothekar*innen
Die weibliche Form von Bibliothekar ist Bibliothekarin, die Pluralform lautet Bibliothekarinnen. Für eine Doppelnennung stehen Bibliothekarin und Bibliothekar sowie Bibliothekarinnen und Bibliothekare zur Verfügung.
Gendergerechte Alternativen für Bibliothekar
Beim Gendern von Bibliothekar kommen verschiedene Formen infrage: die Doppelnennung, Kurzformen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie neutrale Umschreibungen. Welche Form passt, hängt etwa von den Vorgaben einer Hochschule, eines Verlags oder der Zielgruppe ab und sollte im Dokument einheitlich verwendet werden.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Kurze Fußnote, Doppelpunkt, neutrale Formen oder generisches Maskulinum: Welche Form für „Bibliothekar“ gilt, steht mit einem der vier Hinweise ab Seite 2 fest. Dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Bibliothekar: die kurze Antwort
Bibliothekar erlaubt zahlreiche akzeptierte Varianten für eine inklusive Sprachgestaltung. Die Doppelnennung Bibliothekarin und Bibliothekar ist eine verbreitete und leicht verständliche Möglichkeit, beide Geschlechter direkt zu benennen. Wer Raum einsparen oder eine geschlechtsübergreifende Perspektive wählen will, wählt reduzierte Konstruktionen wie Bibliothekar*innen, Bibliothekar:innen oder Bibliothekar_innen. Zusätzlich kann beim Gendern von Bibliothekar eine Sammelbezeichnung wie Bibliothekspersonal verwendet werden. Die Auswahl der optimalen Struktur orientiert sich an Medium, Publikum und, speziell bei akademischen Schriften, an den Anforderungen der Uni oder des Publishers. Eine universell gültige Vorschrift hierfür besteht jedoch nicht.

Verfügbare Genderformen für Bibliothekar
Zur Personenbezeichnung Bibliothekar bieten sich verschiedene geschlechtergerechte Schreibvarianten an, die je nach Anforderung, Dokumenttyp und Situation ausgewählt werden können. Geschlechtergerechtes Formulieren folgt dabei kontextspezifischen Ansätzen:
- Doppelnennung: Bibliothekarin und Bibliothekar, im Plural Bibliothekarinnen und Bibliothekare
- Gendersternchen: Bibliothekar*in, im Plural Bibliothekar*innen
- Doppelpunkt: Bibliothekar:in, im Plural Bibliothekar:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Bibliothekar_in, im Plural Bibliothekar_innen
- Binnen-I: BibliothekarIn, im Plural BibliothekarInnen
- Neutrale Umschreibungen: Bibliothekspersonal oder eine kontextbezogene Personenbezeichnung
Kurzformen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I werden verwendet, gehören nach dem Amtlichen Regelwerk aber nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie. Im laufenden Text sollte eine gewählte Form konsequent verwendet werden.
Neutrale Alternative zu Bibliothekar
Eine allgemein gleich kurze, vollständig geschlechtsneutrale Entsprechung gibt es für Bibliothekar nicht. Bibliothekspersonal bezeichnet nur eine Gruppe, nicht einzelne Personen. Für Einzelpersonen kann je nach Kontext eine Umschreibung wie „eine Person, die in einer Bibliothek arbeitet“, verwendet werden. Die Berufsbezeichnung Fachangestellte oder Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste umfasst verschiedene Fachrichtungen, darunter Bibliothek, und passt deshalb nicht in jeden Zusammenhang als Ersatz für Bibliothekar. Zusätzlich können konkrete Tätigkeiten oder Funktionen benannt werden. Neutrale Umschreibungen sind meist dann sinnvoll, wenn sie die gemeinte Rolle ausreichend genau beschreiben. Näheres zu neutralen Wendungen bietet der Beitrag zu gendergerechter Sprache.
Bibliothekar im Beispielsatz
Im wissenschaftlichen Schreiben werden die Unterschiede im Satzkontext deutlich. Beispiel für die Doppelnennung: An der Befragung nahmen Bibliothekarinnen und Bibliothekare mehrerer Universitätsbibliotheken teil. Beispiel mit Gendersternchen: Vierzig Bibliothekar*innen wirkten an der Befragung mit. Beispiel mit Doppelpunkt: Die Ergebnisse wurden mit den betreuenden Bibliothekar:innen besprochen. Neutrale Wendung: Für Anfragen steht das Bibliothekspersonal der Universitätsbibliothek zur Verfügung. Welche Form in einem Seminar-, Abschluss- oder Forschungsdokument verwendet wird, sollte im gesamten Text einheitlich bleiben.

Häufige Fehler beim Gendern von Bibliothekar
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Formen innerhalb eines Textes, etwa Bibliothekar*innen im Fließtext, aber Bibliothekar:innen in Tabellen oder Überschriften. Ob die Form Bibliothekar verwendet werden kann, richtet sich nach den Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs. Das Amtliche Regelwerk beschreibt Sonderzeichen wie Gendersternchen und Doppelpunkt in Personenbezeichnungen, ordnet sie aber nicht dem Kernbestand der deutschen Orthografie zu. Für wissenschaftliche Arbeiten sollten daher zunächst die Vorgaben der eigenen Institution geprüft werden. Fehlt eine klare Regel, können eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung geeignet sein. Ausführliche Hinweise bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern von Bibliothekar
Für das Gendern von Bibliothekar kommen Doppelnennung, Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich, Binnen-I und neutrale Umschreibungen wie Bibliothekspersonal infrage. Welche Form verwendet wird, richtet sich nach dem Kontext und den Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs. Wichtig ist, die gewählte Form im eigenen Text konsequent anzuwenden. Quellenangaben und Titel sollten dagegen entsprechend der verwendeten Quelle übernommen werden.
Ergänzende Lexeme im Gender-Wörterbuch: Übersetzer gendern, Dolmetscher gendern sowie Gender-Wörterbuch A bis Z.