Gendern Musiker: Musiker*innen

Alle geschlechtergerechten Varianten im Überblick

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Gendern Musiker lässt sich auf mehreren Wegen umsetzen: durch die Doppelnennung Musikerinnen und Musiker, durch verkürzte Schreibweisen wie Musiker*innen, Musiker:innen, Musiker_innen oder MusikerInnen sowie durch die geschlechtsneutrale Bezeichnung Musikschaffende. Welche Form passend ist, hängt vom Kontext ab: In Fließtexten ist die ausgeschriebene Doppelnennung klar, in Tabellen oder Listen sind Kurzformen platzsparender. Für wissenschaftliche Arbeiten sollte geprüft werden, ob die eigene Hochschule, der Fachbereich oder die betreuende Person Vorgaben veröffentlicht hat.

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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen

Soll „Musiker“ in der Abschlussarbeit einheitlich gegendert werden, gehört ein kurzer Hinweis in den Text. Ab Seite 2 stehen vier Varianten zum Einsetzen, der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.

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Gendern Musiker: die kurze Antwort

Die maskuline Form Musiker ist eine grammatisch maskuline Personenbezeichnung. Sie kann je nach Kontext nur männliche Personen bezeichnen oder geschlechtsübergreifend verwendet werden; andere Geschlechter werden dabei jedoch nicht ausdrücklich sichtbar, was oft zu Unklarheit führt. Wer gendern Musiker möchte, kann zwischen mehreren gleichwertigen Wegen wählen: der ausgeschriebenen Doppelnennung Musikerinnen und Musiker, verkürzten Schreibweisen mit Sonderzeichen wie Musiker*innen oder Musiker:innen sowie der neutralen Sammelbezeichnung Musikschaffende. Keine dieser Formen ist grundsätzlich falsch, sie unterscheiden sich vor allem in Lesbarkeit, Textlänge und Anerkennung durch Institutionen. In wissenschaftlichen Arbeiten empfiehlt es sich, eine Variante konsequent im gesamten Text beizubehalten und die Wahl kurz zu begründen oder in einer Fußnote zu erläutern. Weitere Grundlagen zum Thema liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.

Gendern Musiker: Musiker*innen mit passenden Schreibweisen
Gendern Musiker: Musiker*innen im Überblick.

Genderformen für Musiker im Überblick

Für das Wort Musiker stehen verschiedene Schreibvarianten zur Verfügung, die sich in Formalität und Lesbarkeit unterscheiden:

  • Doppelnennung: Musikerinnen und Musiker (bzw. Musiker und Musikerinnen)
  • Gendersternchen: Musiker*innen
  • Gender-Doppelpunkt: Musiker:innen
  • Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Musiker_innen
  • Binnen-I: MusikerInnen

Die Doppelnennung und neutrale Formulierungen entsprechen dem amtlichen Regelwerk. Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich und Binnen-I werden als Wortbinnenzeichen verwendet, um mehrgeschlechtliche Personenbezeichnungen zu markieren; sie gehören derzeit jedoch nicht zum Kernbestand der amtlichen Rechtschreibung. Ob solche Schreibweisen in einer wissenschaftlichen Arbeit zugelassen oder verlangt werden, ergibt sich aus der jeweiligen Leitlinie oder aus der Absprache mit der betreuenden Person. Diese Vorgaben vor dem Schreiben zu prüfen, ist sinnvoll.

Geschlechtsneutrale Alternative: Musikschaffende

Neben den verkürzten Schreibweisen kann für Musiker die Umschreibung Musikschaffende passen. Das substantivierte Partizip bezeichnet Personen, die Musik komponieren, produzieren oder aufführen. Im Plural kann es eine geschlechtsneutrale Gruppe bezeichnen; im Singular stehen die Formen die Musikschaffende und der Musikschaffende. Je nach Kontext können auch Umschreibungen wie „Person, die Musik macht“ oder Sammelbegriffe wie „Musikszene“, „Ensemble“ oder „Band“ passen, wenn nicht die einzelne Person, sondern eine Gruppe gemeint ist. Die passende Form richtet sich nach Satz und Zusammenhang.

Beispielsatz mit Musiker im Studienkontext

In einer Bachelor- oder Masterarbeit könnte ein Beispiel mit Doppelnennung so aussehen: „Die befragten Musikerinnen und Musiker gaben an, dass sich ihre Übungsroutine während des Studiums verändert hat.“ Wird stattdessen die neutrale Variante bevorzugt, ist folgende Formulierung möglich: „Die befragten Musikschaffenden gaben an, dass sich ihre Übungsroutine während des Studiums verändert hat.“ Wer sich für eine verkürzte Schreibweise entscheidet, kann ebenso schreiben: „Die Musiker*innen wurden anhand eines standardisierten Fragebogens befragt.“ Wichtig ist in jedem Fall, die einmal gewählte Form im gesamten Dokument beizubehalten, damit der Text konsistent bleibt und nicht zwischen verschiedenen Schreibweisen wechselt. Ein einheitliches Vorgehen erleichtert zudem die spätere Prüfung durch Betreuende oder ein Korrekturlesen vor der Abgabe.

Gendern Musiker: Musiker*innen und Musikschaffende vergleichen

Häufige Fehler beim Gendern von Musiker

Ein häufiger Fehler ist der unreflektierte Wechsel zwischen verschiedenen Schreibweisen innerhalb eines Textes, etwa wenn im ersten Kapitel Musiker*innen und im zweiten Musikerinnen und Musiker steht. Entscheidend ist, ob für die Arbeit Vorgaben der Hochschule, des Fachbereichs, der Prüfungsordnung oder der betreuenden Person gelten. Das amtliche Regelwerk führt Wortbinnenzeichen wie Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Teil des Kernbestands der deutschen Orthografie. Wenn keine Vorgabe veröffentlicht ist, sollte die gewählte Form mit der betreuenden Person abgestimmt und im gesamten Text einheitlich verwendet werden. Mehr Hintergrund dazu bietet der Beitrag gendergerechte Sprache.

Fazit zum Gendern von Musiker

Wer Musiker in der eigenen Arbeit geschlechtergerecht bezeichnen möchte, kann die ausgeschriebene Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie die Bezeichnung Musikschaffende verwenden. Die Formen unterscheiden sich in Formalität, Lesbarkeit und darin, ob sie zu institutionellen Vorgaben passen. Für Alltagstexte, Pressemitteilungen oder Webseiten sollte die Form zum Stil und Zielpublikum passen. Für wissenschaftliche Arbeiten sind veröffentlichte Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs maßgeblich. Fehlen solche Vorgaben, bietet eine konsequent verwendete Doppelnennung oder neutrale Umschreibung einen nachvollziehbaren Weg. Wer Unterstützung beim Formulieren, Korrigieren oder Vereinheitlichen der gewählten Schreibweise sucht, findet Informationen im Lektorat von korrektur.de.

Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Sänger gendern, Schauspieler gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.

Möchten Sie die geschlechtergerechte Sprache in Ihrer Abschlussarbeit einheitlich prüfen lassen? Informationen dazu finden Sie beim Lektorat.

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Häufige Fragen zum Gendern von Musiker

Wie gendert man das Wort Musiker korrekt?

Musiker lässt sich durch die Doppelnennung Musikerinnen und Musiker, durch Kurzformen wie Musiker*innen, Musiker:innen oder Musiker_innen sowie durch die neutrale Bezeichnung Musikschaffende gendern. Welche Form verwendet werden kann, hängt vom Kontext und gegebenenfalls von institutionellen Vorgaben ab. In wissenschaftlichen Arbeiten sollte die gewählte Form konsequent im gesamten Text beibehalten und mit der Hochschule oder der betreuenden Person abgestimmt werden.

Wie lautet die weibliche Form von Musiker?

Die feminine Form von Musiker ist Musikerin, der Plural lautet Musikerinnen. Die Form Musikerin wird mit der Endung -in gebildet; im Plural lautet die Endung -innen.

Was bedeutet Musiker*innen mit Gendersternchen?

Die Schreibweise Musiker*innen ist eine Kurzform mit einem Wortbinnenzeichen, das Personen verschiedener Geschlechtsidentitäten sichtbar machen soll. Das Sternchen steht innerhalb der Personenbezeichnung. Wortbinnenzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich gehören derzeit nicht zum Kernbestand der amtlichen deutschen Rechtschreibung. Ob diese Schreibweise verwendet werden soll oder darf, richtet sich nach dem jeweiligen Kontext und gegebenenfalls nach institutionellen Vorgaben.

Gibt es eine geschlechtsneutrale Alternative zu Musiker?

Musikschaffende kann eine geschlechtsneutrale Alternative zu Musiker sein, wenn Personen gemeint sind, die Musik machen, komponieren, produzieren oder aufführen. Dabei handelt es sich um ein substantiviertes Partizip. Je nach Kontext eignen sich auch Umschreibungen wie „Person, die Musik macht“, oder Sammelbegriffe wie Band oder Ensemble, wenn eine Gruppe gemeint ist.

Welche Form sollte in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet werden?

Maßgeblich sind gegebenenfalls Vorgaben der Hochschule, des Fachbereichs oder der betreuenden Person. Sie können in einem Leitfaden oder einer Prüfungsordnung stehen. Sind keine Vorgaben veröffentlicht, sollte die gewählte Form abgestimmt und anschließend einheitlich verwendet werden, etwa die Doppelnennung Musikerinnen und Musiker oder eine neutrale Formulierung wie Musikschaffende.

Ist das generische Maskulinum Musiker noch korrekt?

Musiker ist grammatisch ein maskulines Substantiv. Es kann in bestimmten Kontexten generisch für Personengruppen verwendet werden, macht andere Geschlechter jedoch nicht ausdrücklich sichtbar. Verlangt eine Hochschule, ein Verlag oder eine Redaktion geschlechtergerechte Formulierungen, sollte eine Form gewählt werden, die zu den jeweiligen Vorgaben passt.

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