Gendern Schauspieler: Beidnennung, Schauspieler*innen und weitere
Genderformen für Schauspieler im Überblick
Dieser Ratgeber beantwortet die Frage, wie sich die Personenbezeichnung Schauspieler gendern lässt: Möglich sind die Doppelnennung Schauspielerinnen und Schauspieler sowie verkürzte Varianten wie Schauspieler*innen, Schauspieler:innen, Schauspieler_innen oder SchauspielerInnen. Je nach Satz bietet sich auch eine geschlechtsneutrale Umschreibung an. Der Ratgeber nennt die weibliche Form Schauspielerin mit der Pluralform Schauspielerinnen und erläutert, was bei wissenschaftlichen Texten sowie bei Sonderzeichen wie dem Gendersternchen zu beachten ist.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ein Satz legt die Schreibweise von „Schauspieler“ für die ganze Arbeit fest: ab Seite 2 vier fertige Hinweise (generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Formen, kurze Fußnote), dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Von der Hausarbeit bis zur Masterarbeit.
Gendern Schauspieler: Die Antwort in Kürze
Die Personenbezeichnung Schauspieler lässt sich auf verschiedene Weise geschlechtergerecht formulieren. Eine Möglichkeit ist die Beidnennung: Schauspielerinnen und Schauspieler. Wenn eine kürzere Schreibweise gewünscht ist, kann eine Variante mit Sonderzeichen verwendet werden, etwa Schauspieler*innen, Schauspieler:innen oder Schauspieler_innen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat solche Sonderzeichen im Wortinneren nicht in das Amtliche Regelwerk aufgenommen. Wer Schauspieler gendern in einer wissenschaftlichen Arbeit will, sollte deshalb vorab die Vorgaben der Hochschule oder Fakultät prüfen.

Genderformen von Schauspieler im Überblick
Für das Wort Schauspieler gibt es verschiedene Formen, mit denen Geschlechter sprachlich sichtbar gemacht werden können. Die folgende Übersicht nennt mögliche Varianten:
- Doppelnennung (Beidnennung): Schauspielerinnen und Schauspieler
- Gendersternchen: Schauspieler*innen
- Doppelpunkt: Schauspieler:innen
- Unterstrich (Gendergap): Schauspieler_innen
- Binnen-I: SchauspielerInnen
Korrekt lautet die weibliche Form Schauspielerin, der passende Plural Schauspielerinnen. Mit Doppelpunkt, Unterstrich und Sternchen können Schreibende zusätzlich zu Frauen und Männern auch Personen ansprechen, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen. Das Binnen-I bezieht sich dagegen auf die weibliche und männliche Form. Die Entscheidung für eine Variante richtet sich nach dem Zusammenhang: In offiziellen Dokumenten, Prüfungsordnungen oder Veröffentlichungen können andere Bestimmungen gelten. Ein Blick in den jeweiligen Stilleitfaden oder die Hochschulleitlinien ist daher ratsam.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Schauspieler
Eine geschlechtsneutrale Umformulierung für Schauspieler ist möglich. Schauspielende ist eine Partizipform, abgeleitet vom Verb schauspielen. Sie kann passen, wenn Personen gemeint sind, die schauspielern. Auch die Umschreibung „schauspielende Person“ ist möglich; ihre Natürlichkeit hängt im Allgemeinen vom Satzkontext ab. Umschreibungen wie darstellende Person oder Person, die schauspielert, können je nach Satz schwerfälliger wirken. In der Praxis empfiehlt es sich daher meist, je nach Satz entweder die Beidnennung Schauspielerinnen und Schauspieler, eine verkürzte Form mit Sonderzeichen oder eine neutrale Umschreibung zu wählen. Eine Lösung, die in jedem Kontext gleich gut passt, gibt es nicht.
Beispielsatz mit Schauspieler im Studienkontext
Im wissenschaftlichen Schreiben zeigt sich der Unterschied zwischen den Formen besonders deutlich. Mit Beidnennung könnte ein Satz lauten: Die befragten Schauspielerinnen und Schauspieler gaben an, dass sich ihre Arbeitsbedingungen seit der Pandemie verändert haben. Mit Gendersternchen lautet der Satz: Die befragten Schauspieler*innen gaben an, dass sich ihre Arbeitsbedingungen seit der Pandemie verändert haben. Beide Formulierungen beziehen sich auf die befragte Gruppe, verwenden aber unterschiedliche Genderformen. Für eine Bachelorarbeit, Masterarbeit schreiben oder Dissertation ist es sinnvoll, eine Schreibweise festzulegen und sie im gesamten Text beizubehalten, statt zwischen Beidnennung und Sonderzeichen zu wechseln. Uneinheitliche Schreibweisen können unsauber wirken.

Häufige Fehler beim Gendern von Schauspieler
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Genderformen innerhalb derselben Arbeit, etwa wenn im ersten Kapitel Schauspieler*innen und im zweiten Schauspieler:innen steht. Ebenso problematisch ist es, die weibliche Form falsch zu bilden, etwa als Schauspielern statt Schauspielerin, oder den Plural fehlerhaft anzuhängen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat Gendersternchen und Doppelpunkt sowie andere Sonderzeichen im Wortinneren nicht in das Amtliche Regelwerk aufgenommen. Für wissenschaftliche Arbeiten können Hochschulen oder Fakultäten eigene Vorgaben machen. Daher lohnt sich zunächst ein Blick in den Leitfaden der Hochschule oder Fakultät. Liegt keine Vorgabe vor, kann die Doppelnennung Schauspielerinnen und Schauspieler gewählt werden; sie benötigt keine Sonderzeichen.
Fazit zum Gendern von Schauspieler
Für Schauspieler stehen mehrere Wege offen, um geschlechtergerecht zu formulieren: die ausgeschriebene Doppelnennung, verkürzte Varianten mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie eine neutrale Umschreibung, wenn sie zum Satz passt. Entscheidend ist vor allem die einheitliche Anwendung innerhalb eines Textes. Wer unsicher ist, welche Schreibweise für die eigene Abschlussarbeit passt, sollte sich an den Vorgaben der Hochschule orientieren. Ein professionelles Lektorat kann die konsistente Umsetzung einer gewählten Form prüfen; der genaue Leistungsumfang sollte vor der Beauftragung geklärt werden. Wer sich vertiefend mit dem Thema befassen möchte, findet im Beitrag zum Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit weiterführende Erläuterungen.
Weitere Einträge im Gender-Wörterbuch: Tänzer gendern, Maler gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.