Gendern Tänzer: die weibliche Form und Tänzer*innen
Tänzer gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Die Seite zeigt Tänzerinnen und Tänzer sowie Tänzer*innen und erklärt die Wahl im Fließtext.
Doppelnennung, Sonderzeichen und neutrale Alternativen im Überblick
Das Gendern der Berufsbezeichnung Tänzer soll alle Geschlechter sprachlich einschließen, etwa durch Doppelnennung, Kurzformen mit Sonderzeichen oder eine neutrale Umschreibung. Die weibliche Form lautet Tänzerin, im Plural Tänzerinnen. Verkürzte Varianten wie Tänzer*innen, Tänzer:innen, Tänzer_innen oder TänzerInnen sparen im Schriftbild Platz. Ob sich eine bestimmte Schreibweise eignet, hängt von der Textsorte, der Zielgruppe und den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Institution ab. Dieser Ratgeber erläutert die gängigen Formen verständlich und zeigt, wie sich die gewählte Variante konsequent in wissenschaftlichen Arbeiten umsetzen lässt.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form oder kurze Fußnote: Die Vorlage liefert ab Seite 2 vier Hinweise zum Einsetzen, den richtigen Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen, in die „Tänzer“ gleich eingetragen werden kann. Für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Tänzer, die kurze Antwort
Wer die Personenbezeichnung Tänzer geschlechtergerecht formulieren möchte, kann verschiedene Formen wählen. Dazu gehören die Doppelnennung Tänzerinnen und Tänzer sowie Kurzformen mit Sonderzeichen wie Tänzer*innen oder Tänzer:innen. Daneben bietet sich mit Tanzende eine geschlechtsneutrale Umschreibung an, die Wiederholungen im Fließtext vermeiden kann. Welche Variante passt, hängt vom Kontext und von den Vorgaben der jeweiligen Institution ab. Für das Gendern von Tänzer gibt es keine Schreibweise, die für alle Texte verbindlich wäre; die gewählte Form sollte innerhalb eines Textes konsequent verwendet werden.

Genderformen von Tänzer im Überblick
Dem Begriff Tänzer liegen unterschiedliche Orthografieoptionen zur Verfügung, die bezüglich Lesefluss und normativer Stabilität auseinanderfallen. Die nächste Zusammenstellung präsentiert die bekanntesten Muster:
- Doppelnennung: Tänzerinnen und Tänzer
- Gendersternchen: Tänzer*innen
- Gender-Doppelpunkt: Tänzer:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Tänzer_innen
- Binnen-I: TänzerInnen
Die weibliche Form lautet Tänzerin, im Plural Tänzerinnen. Wortbinnenzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I werden für geschlechterübergreifende Personenbezeichnungen verwendet. Der Rat für deutsche Rechtschreibung ordnet Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich nicht dem Kernbestand der amtlichen Orthografie zu und beobachtet die Entwicklung weiter. Ob eine dieser Formen für einen Fließtext passt, richtet sich nach Textsorte, Zielgruppe und gegebenenfalls einem verbindlichen Leitfaden.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Tänzer
Eine mögliche geschlechtsneutrale Umschreibung zu Tänzer ist die substantivierte Partizipform Tanzende beziehungsweise im Plural die Tanzenden. Sie bezeichnet Personen, die tanzen, und kann je nach Kontext stärker die Tätigkeit als eine Berufsbezeichnung hervorheben. Auch Umschreibungen wie Person im Tanzensemble oder tanzkünstlerisch tätige Person sind möglich. Welche Form passend ist, hängt von der gemeinten Personengruppe und dem Satzkontext ab.
Beispielsatz mit Tänzer im Studienkontext
In wissenschaftlichen Arbeiten können geschlechtergerechte Formen mit Formulierungsbeispielen verdeutlicht werden: Bei der Doppelnennung etwa Die Studie befragte 40 Tänzerinnen und Tänzer professioneller Ensembles zu ihrer Trainingsbelastung. Mit Gendersternchen lautet ein Beispiel: Die befragten Tänzer*innen gaben an, durchschnittlich fünfzehn Stunden pro Woche zu proben. Eine neutrale Umschreibung ist: Die teilnehmenden Tanzenden wurden vor und nach der Saison untersucht. Welche Variante in der eigenen Abschlussarbeit verwendet wird, sollte im gesamten Text einheitlich bleiben. Für die Zitierweise gelten die Vorgaben des gewählten Zitierstils; der Wortlaut wörtlicher Zitate bleibt dabei unverändert.

Häufige Fehler beim Gendern von Tänzer
Ein häufiger Fehler ist das Mischen mehrerer Formen innerhalb eines Textes, etwa wenn im ersten Kapitel Tänzer*innen und im zweiten Tänzer:innen oder Tänzerinnen und Tänzer verwendet wird. Ebenso problematisch ist es, das generische Maskulinum unreflektiert für gemischte Gruppen zu nutzen, obwohl die Hochschule eine geschlechtergerechte Schreibweise vorschreibt. Da das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt derzeit nicht als verbindlichen Standard führt, verlangen manche Prüfungsordnungen ausdrücklich die klassische Doppelnennung. Für die wissenschaftliche Arbeit empfiehlt sich daher zunächst ein Blick in den Leitfaden der eigenen Hochschule oder Fakultät. Fehlt eine Vorgabe, ist die konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung die sicherste Wahl, da beide Varianten breite Akzeptanz genießen und formal unstrittig sind.
Fazit zum Gendern von Tänzer
Beim Gendern von Tänzer stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: die Doppelnennung, Kurzformen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie neutrale Umschreibungen mit Tanzenden. Welche Form geeignet ist, richtet sich nach dem Kontext und den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder des Verlags. Wer unsicher ist, kann den Text professionell prüfen lassen, etwa im Rahmen eines Lektorats. Unabhängig davon sollte die gewählte Schreibweise von der Einleitung bis zum Fazit einheitlich bleiben.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch finden Sie hier: Maler gendern, Bildhauer gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.