Gendern Therapeut: Therapeut*innen, Unterstrich und Binnen-I
Doppelnennung, Sonderzeichen und neutrale Alternativen im Vergleich
Gendersternchen (Student*innen) lässt sich auf verschiedene Arten umsetzen: durch die Doppelnennung Therapeutin und Therapeut, durch verkürzte Formen wie Therapeut*innen, Therapeut:innen oder Therapeut_innen sowie durch geschlechtsneutrale Umschreibungen. Die Doppelnennung kommt ohne Sonderzeichen aus. Sonderzeichen wie Gendersternchen oder Doppelpunkt werden verwendet, um neben Frauen und Männern zusätzlich Personen anderer Geschlechtsidentitäten sprachlich einzubeziehen. Welche Variante im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich nach den Vorgaben der jeweiligen Institution.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Für Texte mit „Therapeut“ und anderen Personenbezeichnungen: vier Hinweise ab Seite 2 (Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form, Fußnote), dazu die Stelle im Dokument, an die der Hinweis gehört, und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Therapeut: die kurze Antwort
Gendern Therapeut bedeutet, die Berufsbezeichnung so zu formulieren, dass verschiedene Geschlechter angesprochen werden. Eine Möglichkeit ist die Doppelnennung: Therapeutin und Therapeut, im Plural Therapeutinnen und Therapeuten. Wer eine kürzere Schreibweise bevorzugt, kann auf Sonderzeichen wie Gendersternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich zurückgreifen, etwa Therapeut*innen, Therapeut:innen oder Therapeut_innen. Ob diese Formen zulässig sind, kann je nach Hochschule oder Institution unterschiedlich geregelt sein. Wer Sonderzeichen ganz vermeiden möchte, kann stattdessen eine neutrale Umschreibung wählen.

Alle Genderformen für Therapeut
Für die Berufsbezeichnung Therapeut gibt es mehrere Schreibweisen und Umschreibungen. Die folgende Übersicht zeigt verbreitete Varianten:
- Doppelnennung: Therapeutin und Therapeut (Singular), Therapeutinnen und Therapeuten (Plural)
- Gendersternchen: Therapeut*in (Singular), Therapeut*innen (Plural)
- Doppelpunkt: Therapeut:in (Singular), Therapeut:innen (Plural)
- Unterstrich (Gender-Gap): Therapeut_in (Singular), Therapeut_innen (Plural)
- Binnen-I: TherapeutIn (Singular), TherapeutInnen (Plural)
Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich werden verwendet, um neben Frauen und Männern auch nichtbinäre Personen sprachlich einzubeziehen. Das Binnen-I verbindet dagegen die weibliche und männliche Form in einer Schreibweise. Die Varianten unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch darin, ob sie nach den jeweiligen Vorgaben verwendet werden dürfen.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Therapeut
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Therapeut ist im Deutschen schwieriger zu bilden als etwa Studierende zu Student, weil sich aus dem Verb therapieren kein ebenso gebräuchliches Partizip etabliert hat. Möglich sind dennoch Umschreibungen wie eine therapierende Person oder, im Plural, die Therapierenden, sofern der Kontext eindeutig bleibt. Ebenso verwendbar sind Sammelbegriffe wie therapeutisches Fachpersonal oder die Formulierung Person, die eine Therapie durchführt. Keine dieser Varianten ist so etabliert und alltagstauglich wie die Doppelnennung oder die Sonderzeichen-Formen, weshalb sie sich eher für Texte mit wenigen Wiederholungen eignet als für Texte, in denen die Berufsbezeichnung häufig vorkommt. Weitere Grundlagen zu neutralen Formulierungen erklärt der Beitrag zu gendergerechte Sprache.
Beispielsatz mit Therapeut im Studienkontext
Im Studienkontext lassen sich die Varianten mit parallelen Beispielen zeigen: Mit Doppelnennung lautet der Satz: Die befragten Therapeutinnen und Therapeuten berichteten, dass digitale Anwendungen ihren Arbeitsalltag verändert haben. Mit Gendersternchen lautet er: Die befragten Therapeut*innen berichteten, dass digitale Anwendungen ihren Arbeitsalltag verändert haben. Neutral formuliert lautet er: Die befragten Therapierenden berichteten, dass digitale Anwendungen ihren Arbeitsalltag verändert haben. Welche Form verwendet wird, richtet sich nach dem Kontext und den Vorgaben der Hochschule.

Häufige Fehler beim Gendern von Therapeut
Ein häufiger Fehler beim Gendern Therapeut ist der Wechsel zwischen mehreren Schreibweisen innerhalb derselben Arbeit, etwa wenn im ersten Kapitel Therapeut*innen und im dritten Kapitel Therapeut:innen verwendet wird. Ebenso problematisch ist es, die gewählte Form nur unregelmäßig anzuwenden und an anderen Stellen zur rein männlichen Form zurückzukehren. Zu beachten ist außerdem, dass das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung Gendersternchen und Doppelpunkt bislang nicht als Standard führt, auch wenn zahlreiche Hochschulen diese Formen ausdrücklich erlauben oder sogar verlangen. Für eine wissenschaftliche Arbeit empfiehlt es sich deshalb, zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Betreuers zu prüfen und andernfalls konsequent bei der Doppelnennung oder einer neutralen Formulierung zu bleiben. Ausführliche Hinweise dazu bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern von Therapeut
Für die inklusive Gestaltung der Bezeichnung Therapeut stehen mit der Doppelnennung, den Sonderzeichen-Formen und geschlechtsneutralen Umschreibungen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Welche Variante geeignet ist, richtet sich nach den Vorgaben der zuständigen Stelle, des Verlags oder der Prüfungsordnung. Innerhalb eines Dokuments sollte die gewählte Form durchgängig beibehalten werden, damit der Text klar strukturiert und verständlich bleibt. Wer unsicher ist, welche Schreibweise zur eigenen Arbeit passt, findet Orientierung in den Gestaltungsregeln der Hochschule oder bei einer sprachlichen Überprüfung vor der Abgabe.
Weitere Begriffe im Gender-Wörterbuch: Physiotherapeut gendern, Krankenpfleger gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.