Verbündeter gendern: Doppelnennung, Verbündete*r und Doppelpunkt
Geschlechtergerechte Varianten für Verbündeter im Überblick
Wer „Verbündeter“ geschlechtergerecht formulieren möchte, kann die feminine und die maskuline Form nennen, eine Kurzform mit Sonderzeichen verwenden oder den Satz neutral umschreiben. Die feminine Form lautet „Verbündete“. Im Plural sind „Verbündete“ ohne Artikelwort und „die Verbündeten“ mit bestimmtem Artikel geschlechtsneutral verwendbar. Welche Variante passt, hängt vom Kontext und von Vorgaben der jeweiligen Institution ab.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ein Satz legt die Schreibweise von „Verbündeter“ für die ganze Arbeit fest: ab Seite 2 vier fertige Hinweise (generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Formen, kurze Fußnote), dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Von der Hausarbeit bis zur Masterarbeit.
Gendern Verbündeter: die kurze Antwort
Beim Gendern Verbündeter wird die männliche Form „Verbündeter“ so angepasst, dass weibliche, männliche und diverse Personen sprachlich gleichermaßen sichtbar sind oder die Formulierung geschlechtsneutral bleibt. Die grammatisch korrekte weibliche Form lautet „Verbündete“ (die Verbündete, eine Verbündete). Da „Verbündeter“ ein substantiviertes Adjektiv ist, wird es wie ein Adjektiv dekliniert. Als Pluralformen stehen „Verbündete“ ohne Artikelwort und „die Verbündeten“ mit bestimmtem Artikel zur Verfügung; sie können geschlechtsneutral verwendet werden. Für die Einzahl stehen die klassische Doppelnennung („der Verbündete und die Verbündete“), verkürzte Schreibweisen mit Genderzeichen sowie neutrale Umschreibungen zur Auswahl. Welche Form geeignet ist, richtet sich nach Textsorte, Zielgruppe und den Vorgaben von Hochschule, Verlag oder Auftraggeber.

Genderformen für „Verbündeter“ im Überblick
Für „Verbündeter“ gibt es mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen. Das Wort ist kein Substantiv mit einer regulären femininen Endung „-in“, sondern ein substantiviertes Adjektiv; die feminine Form wird durch Flexion gebildet:
- Doppelnennung: der Verbündete und die Verbündete (Einzahl); im Plural bereits einheitlich: die Verbündeten
- Genderstern: Verbündete*r (Einzahl, geschlechtsneutral gemeint)
- Gender-Doppelpunkt: Verbündete:r
- Gender-Unterstrich: Verbündete_r
- Binnen-I: hier unüblich, da keine reguläre „-in“-Endung vorhanden ist; „VerbündetInnen“ gilt sprachlich nicht als korrekt
Die üblichen Endungen „*innen“, „:innen“, „_innen“ oder „Innen“ passen hier grammatisch nicht, weil die weibliche Form nicht auf „-in“, sondern auf „-e“ endet. Für die hier verwendeten Kurzformen steht das Genderzeichen vor dem r der maskulinen Flexion.
Geschlechtsneutrale Alternative für „Verbündeter“
Eine allgemein verbindliche geschlechtsneutrale Einzelform gibt es für „Verbündeter“ nicht; kein einzelnes Ersatzwort passt in jedem Kontext. In der Praxis lässt sich das Wort jedoch oft neutral einbetten: Im Plural ist „Verbündete“ geschlechtsneutral verwendbar und kann für gemischte Gruppen stehen. Für die Einzahl bieten sich Umschreibungen an, etwa „verbündete Person“, „Mitglied eines Bündnisses“ oder „Bündnispartnerin oder Bündnispartner“, sofern der Kontext das zulässt. Auch „Unterstützung“ beziehungsweise „Partei“ kann passen, wenn nicht die Person selbst gemeint ist. Wer eine neutrale Formulierung sucht, formuliert am besten um den Personenbezug herum, zum Beispiel „im Bündnis“ statt „die Verbündeten“. Wichtig ist, im laufenden Text konsequent bei einer gewählten Lösung zu bleiben, damit der Stil einheitlich wirkt.
Beispielsatz mit Verbündeter im Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte ein Satz mit Doppelnennung so aussehen: „Die Verbündeten des untersuchten Staates unterstützten die diplomatische Initiative.“ Da diese Pluralform geschlechtsneutral verwendet werden kann, ist keine zusätzliche Markierung nötig. Wird die Einzahl gebraucht und soll das Geschlecht offenbleiben, ist die Schreibweise mit Genderzeichen möglich: „Ein*e Verbündete*r wurde im Bericht namentlich genannt.“ Alternativ lässt sich der Satz auch neutral umschreiben, etwa: „Das Bündnis unterstützte die diplomatische Initiative.“ Diese Variante vermeidet die Personenbezeichnung vollständig und eignet sich, wenn eine geschlechtsneutrale Formulierung gewünscht ist. Für Abschlussarbeiten lohnt sich vorab ein Blick in die Vorgaben der Hochschule: Sie können Hinweise zu Genderzeichen, Doppelnennung oder neutralen Formulierungen geben.

Häufige Fehler beim Gendern von Verbündeter
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, die weibliche Form laute „Verbündetin“. Das Wörterbuch führt „Verbündete“ als feminine Form; „Verbündetin“ ist dort nicht als entsprechende Form verzeichnet. Schreibungen wie „Verbündete*innen“ oder „VerbündetInnen“ übertragen das Muster von Wörtern mit „-in“-Suffix, etwa „Studentin“, folgen aber nicht der Flexion von „Verbündeter“. Ein weiterer Stolperstein ist die inkonsequente Verwendung: Wechselt ein Text zwischen Doppelnennung, Genderstern und rein männlicher Form, kann er uneinheitlich wirken. Genderstern und Doppelpunkt gehören derzeit nach dem amtlichen Regelwerk nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie. Für wissenschaftliche Arbeiten sollten Studierende deshalb die Vorgaben ihrer Hochschule prüfen und die gewählte Form im Text konsequent verwenden.
Fazit zum Gendern von Verbündeter
Beim Gendern Verbündeter stehen mehrere Möglichkeiten offen: die Doppelnennung mit „Verbündete und Verbündeter“, verkürzte Schreibweisen wie „Verbündete*r“ oder „Verbündete:r“ sowie, wo möglich, geschlechtsneutrale Formulierungen. Praktisch ist, dass die Pluralform „Verbündete“ geschlechtsneutral verwendet werden kann und deshalb häufig ohne weitere Anpassung auskommt. Binnen-I und die Endung „-innen“ passen dagegen grammatisch nicht zu diesem Wort. Wer unsicher ist, welche Form im eigenen Text passend ist, orientiert sich an den Vorgaben der Institution und bleibt innerhalb der Arbeit konsequent bei einer Lösung. Ein professionelles Lektorat kann dabei unterstützen, geschlechtergerechte Formulierungen einheitlich und stimmig in den Text einzubinden; ergänzend gibt der Beitrag zu Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit weiterführende Hinweise.
Ergänzende Begriffe im Gender-Wörterbuch: Held gendern, Sieger gendern sowie Gender-Wörterbuch A bis Z.