Gendern Mieter: Mieter*innen und die neutrale Alternative
Verschiedene Formen, Mieter zu gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Hier stellen wir Mieterinnen und Mieter sowie Mieter*innen gegenüber und zeigen sie im Satz.
Geschlechtergerecht formulieren leicht gemacht
Gendern Mieter heißt, das Wort Mieter so zu formulieren, dass alle gemeinten Personen angesprochen werden, etwa durch die Doppelnennung Mieterinnen und Mieter, eine verkürzte Schreibweise wie Mieter*innen oder eine neutrale Alternative wie Mietende. Für wissenschaftliche Arbeiten und offizielle Texte kommen verschiedene Varianten infrage; maßgeblich sind dabei die jeweiligen Vorgaben. Dieser Ratgeber erklärt Doppelnennung, Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich und Binnen-I für das Wort Mieter, stellt die geschlechtsneutrale Alternative Mietende vor und zeigt anhand eines Beispielsatzes, welche Form sich für welchen Kontext eignet.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Mieter“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Mieter: die kurze Antwort
Das Substantiv Mieter ist im Deutschen die maskuline Form; je nach Kontext kann es auch generisch verwendet werden. Wer gendern Mieter möchte, also eine geschlechtergerechte Formulierung sucht, hat mehrere Möglichkeiten: die Doppelnennung Mieterinnen und Mieter, eine verkürzte Schreibweise mit Sonderzeichen wie Mieter*innen, Mieter:innen oder Mieter_innen, das ältere Binnen-I MieterInnen sowie die geschlechtsneutrale Alternative Mietende. Welche Form passend ist, hängt vom Textkontext und von institutionellen Vorgaben ab. Für Abschlussarbeiten und offizielle Schreiben ist in der Regel die einschlägige Vorgabe maßgeblich. Gibt es keine Vorgabe, sollte die gewählte Schreibweise im gesamten Text einheitlich bleiben.

Genderformen von Mieter im Überblick
Für das Wort Mieter gibt es verschiedene etablierte Schreibweisen, mit denen sich alle Geschlechter ansprechen lassen. Die folgende Übersicht zeigt die gängigsten Varianten:
- Doppelnennung: Mieterinnen und Mieter
- Gendersternchen: Mieter*innen
- Doppelpunkt: Mieter:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Mieter_innen
- Binnen-I: MieterInnen
- Geschlechtsneutral: Mietende
Die Nennung beider Geschlechter gleichzeitig kommt ohne Sonderzeichen aus und ist besonders in formellen Texten eine klare Möglichkeit. Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sind kürzere Schreibweisen, deren Verwendung und Zulässigkeit von den jeweiligen Vorgaben abhängen kann. Das Binnen-I ist eine ältere Schreibweise, begegnet aber weiterhin in älteren Drucken oder Formularen.
Die neutrale Alternative zu Mieter
Eine geschlechtsneutrale Alternative zur Form Mieter ist das substantivierte Partizip I Mietende des Verbs mieten. Die Schreibform endet auf -de und ist ähnlich gebildet wie Studierende oder Reisende. Mietende wird wie ein Adjektiv gebeugt, etwa im Singular und Plural: der Mietende und die Mietenden. Alternativ verwenden Mietverträge und offizielle Formulare häufig den neutralen Sammelbegriff Mietpartei oder Mietvertragspartei, der die Vertragspartei unabhängig vom Geschlecht bezeichnet. Wer Mieter gendern möchte, ohne auf Sonderzeichen zurückzugreifen, findet in diesen Begriffen eine mögliche Formulierung, deren Passung vom Kontext abhängt. Zu beachten ist allerdings, dass Mietende im gesprochenen Deutsch weniger geläufig ist als etwa Studierende und deshalb in manchen Kontexten erklärungsbedürftig wirken kann.
Beispielsatz mit Mieter im Studienkontext
Im akademischen Kontext lässt sich die geschlechtergerechte Form gut anhand eines Beispiels zeigen: Alle Mieterinnen und Mieter der untersuchten Wohnanlage wurden im Rahmen der Studie schriftlich befragt. Eine verkürzte Schreibweise lautet: Alle Mieter*innen der untersuchten Wohnanlage wurden befragt. Als geschlechtsneutrale Lösung ist möglich: Alle Mietenden der untersuchten Wohnanlage wurden befragt. Die drei Varianten zeigen unterschiedliche Schreibkonventionen; für wissenschaftliche Arbeiten sind die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs maßgeblich. Für eine Bachelorarbeit, Masterarbeit schreiben oder Dissertation empfiehlt es sich, die gewählte Form früh festzulegen und konsequent beizubehalten, damit keine uneinheitliche Schreibweise entsteht.

Häufige Fehler beim Gendern von Mieter
Eine häufige Unstimmigkeit entsteht, wenn innerhalb desselben Textes mehrere Schreibweisen wechseln, etwa wenn im ersten Kapitel Mieter*innen und im dritten Kapitel Mieterinnen und Mieter steht. Ebenso problematisch ist es, die weibliche Form falsch zu bilden: Richtig ist Mieterin im Singular und Mieterinnen im Plural, nicht etwa eine verkürzte oder abgewandelte Schreibweise. Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung behandelt Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich derzeit als Wortbinnenzeichen, die nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie gehören. Ob diese Zeichen in Prüfungsarbeiten zugelassen sind, bestimmen Hochschule, Prüfungsamt oder Zeitschrift. Fehlt eine Vorgabe, ist keine einzelne Schreibweise verbindlich; eine neutrale Formulierung wie Mietende sollte zudem nur verwendet werden, wenn sie den gemeinten Sachverhalt trifft.
Fazit zum Gendern von Mieter
Für das Wort Mieter stehen mit der Doppelnennung, dem Gendersternchen, dem Doppelpunkt, dem Unterstrich, dem Binnen-I und der neutralen Form Mietende mehrere in unterschiedlichen Schreibkonventionen verwendete Möglichkeiten zur Verfügung. Welche Variante passend ist, entscheidet meist der jeweilige Kontext: Akademische Arbeiten folgen den Vorgaben der Hochschule, für offizielle Schreiben sind oft die Regeln der jeweiligen Institution maßgeblich, und allgemeine Texte verwenden häufig die Beidnennung. Wichtig ist vor allem, die gewählte Schreibweise im gesamten Text konsequent beizubehalten. Wer unsicher ist, ob die eigene Arbeit die gewählte Form durchgehend korrekt umsetzt, kann den Text fachkundig prüfen lassen, etwa im Rahmen von Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit oder durch professionelles Korrekturlesen vor der Abgabe.
Damit sind die Formen rund um „gendern Mieter“ beisammen, von Mieterinnen und Mietern bis Mieter*innen.
Andere Einträge im Gender-Wörterbuch: Eigentümer gendern, Käufer gendern sowie das komplette Gender-Wörterbuch A bis Z.