Gendern Programmierer: Doppelnennung, Programmierer*innen und
Programmierer gendern: Beispiele für die Doppelnennung, Programmierer*innen und Programmierende.
Geschlechtergerechte Sprache für die Berufsbezeichnung Programmierer
Beim Gendern der Berufsbezeichnung Programmierer geht es darum, Frauen, Männer und weitere Personen sprachlich sichtbar zu machen, etwa durch Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen oder eine neutrale Umschreibung. Möglich sind die Doppelnennung Programmiererinnen und Programmierer, Kurzformen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie die geschlechtsneutrale Form Programmierende, die im Plural als Umschreibung verwendet werden kann. Welche Variante sich eignet, hängt vom Textkontext ab und richtet sich bei wissenschaftlichen Arbeiten in erster Linie nach den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Fachrichtung.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Soll „Programmierer“ in der Abschlussarbeit einheitlich gegendert werden, gehört ein kurzer Hinweis in den Text. Ab Seite 2 stehen vier Varianten zum Einsetzen, der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Kurze Antwort: Programmierer gendern
Der Eintrag Gendern Programmierer erläutert Möglichkeiten, die Berufsbezeichnung geschlechtergerecht zu formulieren. Im Femininum steht Programmiererin, im Plural Programmiererinnen, während das Maskulinum Programmierer lautet. Zu den Möglichkeiten gehören die Doppelnennung sowie Kurzformen mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I. Zusätzlich kann die neutrale Umschreibung Programmierende verwendet werden, wenn Personen gemeint sind, die programmieren. Die passende Schreibweise richtet sich nach Kontext, Zielpublikum und gegebenenfalls nach den Richtlinien der Universität.

Alle Genderformen für Programmierer
Für die Bezeichnung Programmierer werden unter anderem folgende Formen verwendet:
- Doppelnennung: Programmiererinnen und Programmierer
- Gendersternchen: Programmierer*innen
- Doppelpunkt: Programmierer:innen
- Unterstrich (Gendergap): Programmierer_innen
- Binnen-I: ProgrammiererInnen
- Geschlechtsneutral: Programmierende
Die Doppelnennung gilt als grammatikalisch unstrittig und wird von den meisten Institutionen akzeptiert. Die verkürzten Formen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sollen zusätzlich Personen einschließen, die sich weder als weiblich noch als männlich verstehen, sind im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung aber bislang nicht als Standard verankert. Das Binnen-I wird weiterhin verwendet; neutrale Formen wie Programmierende werden in vielen Leitfäden empfohlen.
Geschlechtsneutrale Alternative: Programmierende
Zur Differenzierung von der klassischen Doppelnennung dient die Substantivierung des Partizips I „programmierend“, gebildet aus dem Verbstamm „programmier “. Vergleichbar mit Begriffen wie Studierende sind „der Programmierende“ und „die Programmierende“ geschlechtsspezifische Singularformen; nur „die Programmierenden“ ist ohne weiteren Kontext eindeutig geschlechtsneutral. In behördlichen Dokumenten, Stellenanzeigen und akademischen Publikationen findet die Form deshalb häufig Beachtung, da sie frei von speziellen Schriftzeichen ist und gut lesbar bleibt. Weitere Informationen zu den Grundlagen geschlechterbewusster Kommunikation bietet der Artikel zu gendergerechte Sprache. Als möglicher Kritikpunkt nennt man, dass der Fokus stark auf der aktiven Tätigkeit liegt und dadurch manchmal etwas distanziert wirkt.
Beispielsatz: Programmierer im Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte ein Beispielsatz je nach gewählter Form so aussehen: Die befragten Programmiererinnen und Programmierer gaben an, überwiegend im Homeoffice zu arbeiten. Wer eine verkürzte Schreibweise bevorzugt, formuliert stattdessen: Die befragten Programmierer:innen gaben an, überwiegend im Homeoffice zu arbeiten. Mit der geschlechtsneutralen Variante lautet der Satz: Die befragten Programmierenden gaben an, überwiegend im Homeoffice zu arbeiten. Für eine wissenschaftliche Arbeit sollte die gewählte Form einheitlich verwendet werden, sofern der Leitfaden nichts anderes vorsieht.

Häufige Fehler beim Gendern der Berufsbezeichnung Programmierer
Ein möglicher Fehler ist, die männliche Form Programmierer als vermeintlich neutrale Bezeichnung für alle Personen zu verwenden, wenn alle Geschlechter ausdrücklich benannt werden sollen. Ein Wechsel zwischen Doppelnennung, Gendersternchen und neutraler Form innerhalb desselben Textes kann uneinheitlich wirken. Für wissenschaftliche Arbeiten sollten daher zunächst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs geprüft werden; Hinweise bietet auch der Beitrag zum Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat Gendersternchen und Doppelpunkt im Wortinnern nicht zur Aufnahme in das Amtliche Regelwerk empfohlen. Liegt keine Vorgabe vor, kann entweder die Doppelnennung Programmiererinnen und Programmierer oder eine zum Kontext passende neutrale Umschreibung einheitlich verwendet werden.
Fazit: Programmierer gendern
Fazit: Für die Berufsbezeichnung Programmierer gibt es mehrere Formulierungen. Die Doppelnennung Programmiererinnen und Programmierer folgt den herkömmlichen grammatischen Mitteln. Die Kurzformen Programmierer*innen, Programmierer:innen, Programmierer_innen und ProgrammiererInnen sind nicht Teil des amtlichen Regelwerks. Programmierende kann passen, wenn Personen gemeint sind, die programmieren. Für Studien- und Abschlussarbeiten ist der Leitfaden der Hochschule maßgeblich; die gewählte Form sollte danach im gesamten Text einheitlich verwendet werden.
Weitere passende Einträge im Gender-Wörterbuch sind: Entwickler gendern, Informatiker gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.