Gendern Rechtsanwalt: Alle Schreibweisen und Genderformen
Rechtsanwalt gendern: Doppelnennung, Sonderzeichen und Alternativen
Wer gendern Rechtsanwalt sucht, möchte wissen, wie sich die Berufsbezeichnung geschlechtergerecht formulieren lässt: Die gängigste Lösung ist die Doppelnennung Rechtsanwältin und Rechtsanwalt, ergänzt durch verkürzte Schreibweisen wie Rechtsanwält*innen, Rechtsanwält:innen oder RechtsanwältInnen. In wissenschaftlichen Arbeiten empfiehlt sich, vor der Wahl der Form zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule zu prüfen, da das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung Sonderzeichen wie Gendersternchen oder Doppelpunkt bislang nicht als verbindlichen Standard vorsieht. Fehlt eine passende neutrale Umschreibung, bleibt die konsequente Doppelnennung die verlässlichste Lösung für den gesamten Text.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Rechtsanwalt“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Rechtsanwalt: die kurze Antwort
Um Rechtsanwalt geschlechtergerecht zu formulieren, gibt es drei Wege: die Doppelnennung (Rechtsanwältin und Rechtsanwalt), verkürzte Formen mit Sonderzeichen (zum Beispiel Rechtsanwält*innen oder Rechtsanwält:innen) sowie geschlechtsneutrale Umschreibungen. Wer gendern Rechtsanwalt als Suchbegriff eingibt, sucht meist eine schnelle Übersicht dieser Varianten für Bewerbungsschreiben, Hausarbeiten oder offizielle Texte. Welche Form die richtige ist, hängt vom Kontext ab: In amtlichen und juristischen Texten ist die Doppelnennung am gebräuchlichsten, in Studien- und Hochschultexten setzen sich zunehmend Gendersternchen oder Doppelpunkt durch, sofern die jeweilige Institution das zulässt oder empfiehlt. Für Bewerbungsunterlagen, Kanzleiwebsites oder juristische Gutachten empfiehlt es sich, die im jeweiligen Umfeld übliche Schreibweise zu übernehmen, statt eine persönliche Vorliebe gegen bestehende Vorgaben durchzusetzen.

Alle Genderformen für Rechtsanwalt
Für die Personenbezeichnung Rechtsanwalt existieren mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen, die je nach Kontext unterschiedlich passend sind:
- Doppelnennung: Rechtsanwältin und Rechtsanwalt (Plural: Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte)
- Gendersternchen: Rechtsanwält*in, in der Pluralform Rechtsanwält*innen
- Doppelpunkt: Rechtsanwält:in, in der Pluralform Rechtsanwält:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Rechtsanwält_in, in der Pluralform Rechtsanwält_innen
- Binnen-I: RechtsanwältIn, in der Pluralform RechtsanwältInnen
Die weibliche Form lautet korrekt Rechtsanwältin (Plural Rechtsanwältinnen), gebildet mit Umlaut aus dem Wortstamm Rechtsanwalt. Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich gelten als Sammelbegriff für alle Geschlechter, während das Binnen-I ursprünglich nur die weibliche und männliche Form zusammenfasst. Beim Sprechen werden diese Formen häufig durch eine kurze Pause vor der Endung wiedergegeben; im Schriftbild markiert das jeweilige Sonderzeichen die Trennstelle.
Geschlechtsneutrale Alternativen zum Begriff Rechtsanwalt
Eine echte geschlechtsneutrale Einwortlösung wie Studierende gibt es für Rechtsanwalt nicht, da die Berufsbezeichnung an eine formale Zulassung gebunden ist und kein passendes Partizip existiert. Möglich sind Umschreibungen wie Person mit Rechtsanwaltszulassung, anwaltliche Vertretung oder Rechtsbeistand, die den Beruf funktional statt personenbezogen beschreiben. Für die Gesamtheit der Berufsgruppe eignet sich zudem der Sammelbegriff Anwaltschaft. In den meisten Texten ist es dennoch klarer und juristisch präziser, bei der Doppelnennung oder einer verkürzten Genderform zu bleiben, statt auf eine Umschreibung auszuweichen, die den fachlichen Titel verwässert. Eine neutrale Formulierung eignet sich vor allem dort, wo die konkrete Berufsbezeichnung nicht im Vordergrund steht, etwa in allgemeinen Beschreibungen von Tätigkeiten oder Zuständigkeiten.
Beispielsatz: Rechtsanwalt im Studienkontext
In einer juristischen Hausarbeit könnte ein Satz so aussehen: Die befragten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte gaben übereinstimmend an, dass sich die Fallzahlen im vergangenen Jahr erhöht haben. Wählt die Arbeit die verkürzte Schreibweise, lautet die Formulierung: Die befragten Rechtsanwält*innen gaben übereinstimmend an, dass sich die Fallzahlen im vergangenen Jahr erhöht haben. Beide Varianten sind sprachlich korrekt, sie unterscheiden sich nur in der gewählten Genderform. Wichtig ist, die einmal gewählte Schreibweise durchgängig durch die gesamte Arbeit beizubehalten, statt zwischen Doppelnennung und Sonderzeichen zu wechseln. Auch in Fußnoten, Tabellenbeschriftungen und im Literaturverzeichnis sollte dieselbe Schreibweise erscheinen, damit der Text insgesamt einheitlich wirkt.

Häufige Fehler beim Gendern des Begriffs Rechtsanwalt
Häufige Fehler in englischen Texten und… betreffen eine falsche Pluralisierung (Rechtsanwältin*innen statt richtigerweise Rechtsanwält*innen), das Vermengen verschiedener Genderformen in einem Text sowie das Verschwinden des Umlauts im Femininum. Weil das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung Sonderzeichen wie Gendersternchen oder Doppelpunkt derzeit nicht als verbindlichen Standard kennt, variieren die Ansprüche der Hochschulen: Einige fordern sie explizit, andere weisen sie zurück. Für wissenschaftliche Arbeiten ist es sinnvoll, zuvor den Leitfaden Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit der jeweiligen Universität zu sichten und, falls keine Vorschrift besteht, konsequent bei der Doppelnennung oder einer neutralen Wendung zu bleiben.
Fazit zum Gendern von Rechtsanwalt
Für die Berufsbezeichnung Rechtsanwalt stehen mehrere geschlechtergerechte Formen zur Wahl: die klassische Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie funktionale Umschreibungen für Sonderfälle. Eine einzelne feststehende Lösung schreibt das amtliche Regelwerk aktuell nicht vor, weshalb der Kontext entscheidet: Im Studium gilt die jeweilige Hochschulvorgabe, in allgemeinen Texten überzeugt vor allem eine konsequent durchgehaltene Schreibweise. Wer unsicher ist, sollte die gewählte Form einheitlich im gesamten Dokument anwenden und den Text im Zweifel noch einmal gegenlesen lassen. So lässt sich vermeiden, dass Doppelnennung, Sonderzeichen und neutrale Umschreibung unbeabsichtigt nebeneinander stehen und der Gesamteindruck der Arbeit uneinheitlich wirkt.
Angrenzende Einträge im Gender-Lexikon: Notar gendern, Polizist gendern sowie Gender-Wörterbuch A bis Z.