Gendern Reiter: Reiter*innen im Text
Reiter gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Die Seite zeigt Reiterinnen und Reiter sowie Reiter*innen in vollständigen Beispielsätzen.
Weibliche, männliche und neutrale Formen von Reiter
Wer gendern Reiter möchte, kann die weibliche und männliche Form nennen, eine verkürzte Schreibweise wie Reiter*innen nutzen oder auf eine neutrale Umschreibung wie Reitende zurückgreifen. Die maskuline Form Reiter ist grammatisch maskulin und bezeichnet nach Wörterbuchbedeutung einen Mann, der reitet; in bestimmten Kontexten kann sie auch generisch verwendet werden. In Texten, die alle Geschlechter ansprechen sollen, empfiehlt sich je nach Kontext die Doppelnennung Reiterinnen und Reiter, eine Kurzform mit Genderzeichen oder ein neutraler Begriff. Welche Variante passend ist, hängt vom Textformat und den Vorgaben der jeweiligen Institution ab.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Für Texte mit „Reiter“ und anderen Personenbezeichnungen: vier Hinweise ab Seite 2 (Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form, Fußnote), dazu die Stelle im Dokument, an die der Hinweis gehört, und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Kurze Antwort zum Gendern Reiter
Die maskuline Form Reiter ist im Deutschen grammatisch maskulin und kann je nach Kontext nur Männer oder generisch Personen verschiedener Geschlechter meinen. Wer gendern Reiter möchte, hat mehrere Möglichkeiten: die vollständige Doppelnennung Reiterinnen und Reiter, eine verkürzte Schreibweise mit Genderzeichen wie Reiter*innen, Reiter:innen oder Reiter_innen, das Binnen-I in ReiterInnen oder eine neutrale Umschreibung wie Reitende. Welche Form geeignet ist, hängt vom Textformat, der Zielgruppe und, im wissenschaftlichen Kontext, von den Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs ab. In formellen Texten wie Abschlussarbeiten kommen die konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung häufig infrage, weil Sonderzeichen nicht in allen Vorgaben vorgesehen sind. Für Alltagstexte, Presseartikel oder interne Kommunikation kommen auch verkürzte Formen infrage, sofern sie einheitlich verwendet werden.

Überblick über alle Genderformen von Reiter
Für die Personenbezeichnung Reiter gibt es mehrere Schreibweisen, die je nach Textsorte und Vorgabe infrage kommen. Die folgende Übersicht zeigt die gebräuchlichsten Varianten:
- Doppelnennung: Reiterinnen und Reiter
- Gendersternchen: Reiter*innen
- Doppelpunkt: Reiter:innen
- Unterstrich (Gendergap): Reiter_innen
- Binnen-I: ReiterInnen
- Weibliche Form allein: Reiterin, Plural Reiterinnen
- Neutrale Umschreibung: Reitende
Die verkürzten Formen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sollen ausdrücken, dass neben Frauen und Männern auch nichtbinäre Personen mitgemeint sind. Amtlich verbindlich sind sie derzeit nicht. Ob sie in einem Text zulässig sind, regeln gegebenenfalls die Vorgaben der jeweiligen Redaktion, Behörde, Hochschule oder Organisation. Entscheidend ist vor allem, dass innerhalb eines Textes durchgängig eine einzige Form verwendet wird, damit der Text konsistent bleibt.
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Reiter
Neben Doppelnennung und Kurzformen kann für Reiter die geschlechtsneutrale Umschreibung Reitende, abgeleitet vom Verb reiten, passend sein. Sie bezeichnet Personen über die Tätigkeit des Reitens, ohne ihr Geschlecht zu benennen. Reitende lässt sich im Singular und Plural verwenden, etwa als die Reitende, der Reitende und die Reitenden. Ob diese Form besonders geeignet ist, hängt vom Kontext ab, etwa wenn Personen durch die Tätigkeit des Reitens beschrieben werden und nicht allgemein Mitglieder eines Vereins oder Teams gemeint sind. Alternativ kann eine Umschreibung wie „Personen, die reiten“ genauer sein.
Beispielsatz mit Reiter im Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit zum Thema Pferdesport könnte ein Satz mit Doppelnennung so aussehen: „An der Befragung nahmen 42 Reiterinnen und Reiter teil, die regelmäßig an Turnieren starten.“ Wer stattdessen eine verkürzte Form bevorzugt, formuliert etwa: „An der Befragung nahmen 42 Reiter*innen teil.“ Bevorzugt die Institution eine neutrale Sprache, lautet eine mögliche Variante: „An der Befragung nahmen 42 Reitende teil, die regelmäßig an Turnieren starten.“ Im gewählten Kontext können alle drei Varianten denselben Personenkreis meinen; sie unterscheiden sich in der sprachlichen Form. Entscheidend ist, dass innerhalb der gesamten Arbeit durchgängig dieselbe Schreibweise verwendet wird, also nicht im Methodenteil Reiter*innen und in der Diskussion plötzlich nur Reiter steht. Wer unsicher ist, welche Form die eigene Hochschule vorsieht, findet Hinweise dazu meist im Leitfaden für Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit des Fachbereichs oder der Prüfungsordnung.

Häufige Fehler beim Gendern von Reiter
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Schreibweisen innerhalb desselben Textes, etwa wenn im ersten Kapitel Reiterinnen und Reiter steht und im zweiten plötzlich Reiter:innen. Ebenso problematisch ist es, die weibliche Form grammatisch falsch zu bilden, etwa die Endung bei Reiterin wegzulassen oder den Plural falsch zu bilden. Wer gendern Reiter in einer Abschlussarbeit korrekt umsetzen möchte, sollte zunächst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs prüfen. Gibt es keine institutionelle Vorgabe, kommen die konsequente Doppelnennung und eine zum Kontext passende neutrale Formulierung wie Reitende in Betracht. Ein professionelles Korrekturlesen kann zusätzlich prüfen, ob die gewählte Form durchgängig und korrekt angewendet wurde.
Fazit zum Gendern von Reiter
Für Reiter kommen mehrere geschlechtergerechte Formulierungen infrage: die vollständige Doppelnennung Reiterinnen und Reiter, verkürzte Schreibweisen wie Reiter*innen, Reiter:innen, Reiter_innen oder ReiterInnen sowie die neutrale Umschreibung Reitende. Eine einzige, allgemein verbindliche Regel gibt es dafür nicht. Wortbinnenzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich gehören nach dem amtlichen Regelwerk nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie. In der Praxis kommt es vor allem auf den jeweiligen Kontext an: Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich, zuerst die Vorgaben der Hochschule zu prüfen und dann konsequent bei einer Form zu bleiben, etwa bei der Doppelnennung oder bei der Form Reitende. Wer unsicher ist oder den fertigen Text noch einmal gegenprüfen lassen möchte, kann ein Lektorat beauftragen, um die gewählte Schreibweise auf Einheitlichkeit und Sprachrichtigkeit prüfen zu lassen.
Weitere Einträge im Gender-Wörterbuch: Kapitän gendern, Torhüter gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.