Gendern Redakteur: Redakteur*innen und die neutrale Variante
Redakteur gendern: Sternchen, Doppelpunkt und Alternativen. Die Seite erläutert Doppelnennung, verkürzte Formen und neutrale Varianten sowie ihren Einsatz je nach Textvorgabe.
Doppelnennung, Sternchen, Doppelpunkt und neutrale Alternativen
Gendern Redakteur bedeutet, die Berufsbezeichnung Redakteur geschlechtergerecht zu formulieren. Die Doppelnennung Redakteurinnen und Redakteure nennt Frauen und Männer; verkürzte Formen wie Redakteur*innen, Redakteur:innen, Redakteur_innen oder RedakteurInnen sollen weitere Geschlechter sprachlich einschließen. Daneben gibt es geschlechtsneutrale Umschreibungen wie Redaktionsmitglied oder redaktionell tätige Person. Welche Variante passend ist, hängt vom Kontext ab: In Zeitungsartikeln, Stellenanzeigen oder wissenschaftlichen Arbeiten können unterschiedliche Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Redaktion gelten. Der Beitrag stellt mehrere Varianten vor und erläutert, worauf bei wissenschaftlichen Arbeiten zu achten ist.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Redakteur“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Redakteur: die kurze Antwort
Beim Gendern von Redakteur geht es darum, die Berufsbezeichnung so zu formulieren, dass Menschen verschiedener Geschlechter sprachlich berücksichtigt werden. Die männliche Form lautet Redakteur, die weibliche Form Redakteurin; die Pluralformen lauten Redakteure beziehungsweise Redakteurinnen. Wer beide Formen nennen möchte, schreibt Redakteurinnen und Redakteure. Für Texte mit begrenztem Platz, etwa in Formularen oder Stellenanzeigen, werden auch verkürzte Schreibweisen wie Redakteur*innen oder Redakteur:innen verwendet. Welche Variante geeignet ist, hängt vom Textformat, von der Zielgruppe und häufig auch von hausinternen oder universitären Vorgaben ab. Im Zweifel lohnt sich ein Blick in den jeweiligen Styleguide.

Der vollständige Überblick über Genderformen von Redakteur
Für Redakteur werden verschiedene Schreibweisen zur geschlechtergerechten Ansprache verwendet. Die folgende Übersicht nennt verbreitete Varianten:
- Doppelnennung (Beidnennung): Redakteurinnen und Redakteure
- Gendersternchen: Redakteur*innen
- Doppelpunkt: Redakteur:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Redakteur_innen
- Binnen-I: RedakteurInnen
Die Doppelnennung nennt beide Formen ausgeschrieben. Kürzere Notationen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sparen Platz, werden aber unterschiedlich bewertet und teils unterschiedlich ausgesprochen. In fortlaufenden Texten sollte die gewählte Schreibweise konsequent verwendet werden. Maßgeblich sind dabei auch die Vorgaben für die jeweilige Veröffentlichung.
Geschlechtsneutrale Varianten für den Begriff Redakteur
Neben den expliziten Genderformen gibt es für Redakteur auch geschlechtsneutrale Umschreibungen. Der Ausdruck Redaktionsmitglied oder die Formulierung Person in der Redaktion benennen die Funktion, ohne ein Geschlecht zu markieren. Aus dem Verb redigieren lässt sich die Partizipform Redigierende bilden, ähnlich wie Studierende von studieren. Diese Form kann passend sein, wenn tatsächlich Personen gemeint sind, die redigieren. Für eine gesamte Redaktion eignet sich je nach Zusammenhang auch der Kollektivbegriff Redaktionsteam. Welche neutrale Variante passt, hängt von Bedeutung und Ton des Textes ab.
Beispielsatz: Redakteur im konkreten Studienkontext
In wissenschaftlichen Arbeiten kann die Berufsbezeichnung Redakteur häufig im Zusammenhang mit Quellenangaben, Interviews oder Praxisberichten vorkommen. Mit Doppelnennung könnte ein Satz lauten: Die befragten Redakteurinnen und Redakteure der Fachzeitschrift bewerteten den Prozess unterschiedlich. Mit Gendersternchen lautet der Satz: Die befragten Redakteur*innen der Fachzeitschrift bewerteten den Prozess unterschiedlich. Eine neutrale Formulierung kann lauten: Die befragten Redaktionsmitglieder der Fachzeitschrift bewerteten den Prozess unterschiedlich. Die Beispiele unterscheiden sich in ihrer sprachlichen Form; die Doppelnennung nennt Frauen und Männer ausdrücklich. Für eine Abschlussarbeit sollte die gewählte Schreibweise zu den Vorgaben passen und im Text durchgängig verwendet werden, damit der Text einheitlich wirkt.

Häufige Fehler beim Gendern von Redakteur
Eine uneinheitliche Schreibweise innerhalb eines Textes kann irritieren, etwa Redakteur*innen im ersten Kapitel und Redakteur:innen im zweiten. Auch wer im Singular eine gewählte Form verwendet, sollte den Plural daran ausrichten. Beim Gendersternchen wird die Endung in der Schreibweise Redakteur*innen kleingeschrieben; entsprechend lauten verbreitete Formen Redakteur:innen und Redakteur_innen. Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung nennt Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich als Wortbinnenzeichen, ordnet sie aber nicht dem Kernbestand der deutschen Orthografie zu. Ob solche Formen in einer Abschlussarbeit verwendet werden können, richtet sich nach den Vorgaben der eigenen Hochschule, des Fachbereichs oder der Betreuung. Fehlt eine klare Vorgabe, können Doppelnennung oder neutrale Formulierungen eine regelwerksnahe Wahl sein. Mehr dazu bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern von Redakteur
Für Redakteur stehen mehrere Formen zur geschlechtergerechten Formulierung zur Verfügung: die ausführliche Nennung Redakteurinnen und Redakteure, kompakte Varianten wie Redakteur*innen, Redakteur:innen, Redakteur_innen oder RedakteurInnen sowie neutrale Umschreibungen wie Redaktionsmitglied oder Redigierende. Doppelnennung und neutrale Umschreibungen kommen ohne Wortbinnenzeichen aus. Für Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I gelten keine allgemeinen amtlichen Vorgaben; maßgeblich sind die Regeln des jeweiligen Textkontexts, etwa von Medienhäusern, Ressorts oder Hochschulen. Keine Variante mit Wortbinnenzeichen sollte ohne Prüfung dieser Richtlinien verwendet werden. So bleibt der Text nicht nur inhaltlich stimmig, sondern auch sprachlich einheitlich und seriös.
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