Gendern Psychologe: Psycholog*innen im Text
So gendern Sie die Berufsbezeichnung Psychologe
Beim Gendern von Psychologe kommen je nach Kontext mehrere Formen in Betracht: die Beidnennung Psychologin und Psychologe, Kurzformen mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie geschlechtsneutrale Umschreibungen. Maßgeblich sind die Vorgaben der Hochschule, des Verlags oder der Redaktion und die Verständlichkeit des Textes. Die feminine Form lautet Psychologin; die Pluralformen lauten Psychologinnen und Psychologen. Die üblichen Varianten erläutert im Folgenden dieser Abschnitt anhand konkreter Beispiele für wissenschaftliche Arbeiten.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Wer „Psychologe“ in der Hausarbeit gendert, braucht einen Satz dazu: ab Seite 2 vier Hinweise (generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Formen, kurze Fußnote), der passende Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Auch für Bachelor- und Masterarbeit.
Kurz erklärt: Gendern von Psychologe
Die maskuline Form Psychologe bezeichnet zunächst männliche Personen. Nach der traditionellen Grammatik kann sie im allgemeinen Sprachgebrauch generisch verwendet werden, ist dann aber nicht immer eindeutig. Die Suchanfrage gendern Psychologe betrifft mehrere Möglichkeiten: die Beidnennung Psychologin und Psychologe oder eine verkürzte Schreibweise wie Psycholog*in beziehungsweise Psycholog:in. Die weibliche Einzelform lautet korrekt Psychologin, die Pluralformen Psychologinnen und Psychologen. Für wissenschaftliche und journalistische Texte sind die Vorgaben der jeweiligen Institution oder Redaktion maßgeblich.

Verfügbare Genderformen für Psychologe
Für die Berufsbezeichnung Psychologe stehen die folgenden Schreibweisen zur Verfügung:
- Doppelnennung/Beidnennung: Psychologinnen und Psychologen (Plural), Psychologin oder Psychologe (Singular)
- Gendersternchen: Psycholog*innen
- Doppelpunkt: Psycholog:innen
- Unterstrich (Gendergap): Psycholog_innen
- Binnen-I: PsychologInnen
- Weibliche Form (Singular): Psychologin
- Maskuliner/generischer Plural: Psychologen, femininer Plural: Psychologinnen
Verkürzte Schreibweisen können nicht nur im Plural, sondern auch im Singular verwendet werden, etwa Psycholog*in und Psycholog*innen. Dabei wird nicht nur die feminine Endung -innen, sondern im Singular auch -in an den Wortstamm Psycholog- angefügt. Im Singular stehen außerdem die männliche Form Psychologe, die weibliche Form Psychologin oder eine ausformulierte Doppelnennung mit oder beziehungsweise einem Schrägstrich zur Wahl.
Die neutrale Alternative zu Psychologe
Eine allgemein gebräuchliche einwortige neutrale Form wie Studierende bei Studenten ist für Psychologe nicht etabliert. Neutrale Umschreibungen wie Fachperson für Psychologie, psychologisch tätige Person oder Person mit psychologischer Qualifikation sind nicht nur neutral, sondern können auch den Bedeutungsumfang verändern und sind im Fließtext oft länger. Die Formulierung „Person mit abgeschlossenem Psychologiestudium“ ist jedoch keine genaue neutrale Entsprechung der Berufsbezeichnung, weil auch ein Bachelorabschluss darunter fallen kann. Präziser ist eine Umschreibung wie „Person mit Diplom oder konsekutivem Bachelor- und Masterabschluss in Psychologie“. Eine neutrale Umschreibung kann für Überschriften oder Stellenanzeigen dennoch sinnvoll sein, etwa wenn die Berufsbezeichnung mehrfach in kurzer Folge auftaucht.
Beispielsatz mit Psychologe im Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte ein Satz mit Beidnennung so lauten: Die befragten Psychologinnen und Psychologen gaben an, dass supervidierte Praxisphasen ihre Ausbildung maßgeblich geprägt haben. Alternativ mit Gendersternchen: Die interviewten Psycholog*innen berichteten von unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten in Klinik und Forschung. Oder mit Doppelpunkt: Die Studie wurde von drei Psycholog:innen einer Universitätsklinik durchgeführt. In selbst formulierten Textteilen ist es sinnvoll, die gewählte Form einheitlich zu verwenden, etwa in Fußnoten, Tabellenbeschriftungen und Abbildungslegenden. Im Literaturverzeichnis sollten Autorennamen und Titelangaben dagegen gemäß Zitierstil und Quelle übernommen werden, sofern dort Berufsbezeichnungen vorkommen.

Häufige Fehler beim Gendern von Psychologe
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Genderformen innerhalb eines Textes, etwa Beidnennung im ersten Kapitel und Sternchen im zweiten. Auch falsche weibliche Pluralformen können den Text uneinheitlich machen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat die Aufnahme von Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt im Wortinnern in das amtliche Regelwerk derzeit nicht empfohlen. Studierende sollten daher die Vorgaben ihrer Hochschule oder des betreuenden Lehrstuhls prüfen. Fehlen klare Vorgaben, sollte eine zum Text passende Form konsequent verwendet werden. Eine professionelle Prüfung beim Korrekturlesen kann dabei helfen, Inkonsistenzen zu erkennen.
Fazit zum Gendern von Psychologe
Beim Gendern von Psychologe gibt es mehrere mögliche Wege: Beidnennung, verkürzte Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie neutrale Umschreibungen. Entscheidend sind Konsistenz im selbst formulierten Text und die grammatikalisch korrekte Bildung der weiblichen Form Psychologin und der Pluralformen Psychologinnen und Psychologen. Wer unsicher ist, sollte zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule, des Fachbereichs oder des Verlags prüfen und die getroffene Wahl danach konsequent anwenden. Mehr Hintergrund zu Regeln und weiteren Beispielen bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Weitere Begriffe im Gender-Lexikon: Therapeut gendern, Physiotherapeut gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.