Gendern Designer: Designer*innen und die neutrale Alternative
Geschlechtergerechte Sprache bei der Berufsbezeichnung Designer
Unter Gendern Designer versteht man, die Berufsbezeichnung so zu formulieren, dass verschiedene Geschlechter angesprochen werden. Möglich sind die Doppelnennung Designerin und Designer, kompakte Notationen wie Designer*innen, Designer:innen oder Designer_innen sowie eine neutrale Wendung wie Design-Fachkraft, sofern der Kontext dies erlaubt. Die passende Variante richtet sich nach Situation und Vorgaben; in wissenschaftlichen Arbeiten können Hochschulrichtlinien maßgeblich sein. Der folgende Leitfaden ordnet gängige Schreibweisen ein und zeigt konkrete Anwendungsbeispiele.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Für Texte mit „Designer“ und anderen Personenbezeichnungen: vier Hinweise ab Seite 2 (Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Form, Fußnote), dazu die Stelle im Dokument, an die der Hinweis gehört, und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Gendern Designer: die kurze Antwort
Wer die männliche Berufsbezeichnung geschlechtergerecht formulieren möchte, kann verschiedene Wege wählen. Eine Möglichkeit ist die Doppelnennung: Designerin und Designer im Singular, Designerinnen und Designer im Plural. Für eine kürzere Form von Gendern Designer kommen Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I infrage. Eine geschlechtsneutrale Umschreibung ist ebenfalls möglich, etwa mit einem Sammelbegriff wie Design-Fachkraft, auch wenn dafür kein einzelnes, kurzes Wort existiert. Welche Variante sich eignet, hängt vom Textformat und von Vorgaben des Verlags oder der Hochschule ab. Die folgenden Abschnitte stellen die Formen im Detail vor und zeigen, wie sie einheitlich verwendet werden können.

Überblick über die Genderformen von Designer
Für die Berufsbezeichnung Designer sind mehrere inklusive Varianten verfügbar, von der ausführlichen Doppelnennung bis zu kompakten Schreibweisen:
- Doppelnennung: Designerin und Designer (Singular), Designerinnen und Designer (Plural)
- Gendersternchen: Designer*innen
- Doppelpunkt: Designer:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Designer_innen
- Binnen-I: DesignerInnen
Die verkürzten Formen mit Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sollen neben Frauen auch Personen ansprechen, die sich keinem der beiden binären Geschlechter zuordnen. Das Binnen-I ist dagegen eine binäre Kurzform für Frauen und Männer. Im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung sind diese Zeichen bislang nicht als Standard verankert, werden in der Praxis aber häufig verwendet, etwa in Stellenanzeigen, Broschüren oder Hochschultexten. Für Fließtexte gilt die Doppelnennung meist als besonders gut lesbar, während Gendersternchen und Doppelpunkt vor allem in kürzeren, formalen Texten Platz sparen.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Designer
Anders als bei manchen anderen Berufsbezeichnungen gibt es für Designer keine etablierte einzelne neutrale Form wie Studierende bei Studenten. Wer eine geschlechtsneutrale Alternative sucht, kann auf Sammelbegriffe wie Design-Fachkraft oder Fachperson für Design zurückgreifen oder eine Umschreibung wie Person, die im Design arbeitet, verwenden. Für Gruppen eignen sich auch Design-Team oder Fachkräfte im Design. Diese Varianten sind zwar korrekt, wirken in vielen Sätzen jedoch sperrig oder unpersönlich. In der Praxis ist deshalb häufig die Doppelnennung oder eine verkürzte Form die praktikablere Lösung, wenn eine konkrete Berufsgruppe benannt werden soll und keine treffende neutrale Kurzform existiert.
Konkreter Beispielsatz: Designer im typischen Studienkontext
Im wissenschaftlichen Schreiben lässt sich die geschlechtergerechte Form unmittelbar in den Satzbau einfügen. Ein Beispiel: Die befragten Designerinnen und Designer bewerteten das neue Studienangebot überwiegend positiv. Wer die verkürzte Schreibweise bevorzugt, formuliert stattdessen: Die befragten Designer:innen bewerteten das neue Studienangebot überwiegend positiv. In einer Danksagung könnte es ebenso heißen: Ich danke allen beteiligten Designerinnen und Designern für ihre Mitwirkung an der Studie. Die Beispiele zeigen unterschiedliche Schreibweisen für denselben Satzkontext. Wichtig ist, innerhalb einer Arbeit konsequent bei einer Schreibweise zu bleiben, damit der Text einheitlich wirkt und nicht zwischen Doppelnennung und Kurzform wechselt.

Häufige Fehler beim Gendern von Designer
Ein häufiger Fehler ist die Vermischung verschiedener Formen in einem Text, etwa wenn im selben Absatz sowohl Designer*innen als auch DesignerInnen auftaucht. Ebenso unüblich ist die Großschreibung nach dem Sternchen oder Doppelpunkt, korrekt ist Designer*innen und nicht Designer*Innen. Da Designer ein Fremdwort ist, entsteht die weibliche Form regelmäßig durch Anhängen von "in", ein Umlaut wird dabei nicht gebildet: Designerin, nicht "Desiegnerin". Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen sie in wissenschaftlichen Arbeiten trotzdem. Empfehlenswert ist deshalb, zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Betreuers zu prüfen, wie im Ratgeber Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit beschrieben. Fehlt eine klare Regelung, bieten sich die konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung als sichere Wahl an.
Fazit zum Gendern von Designer
Wer die Berufsbezeichnung Designer geschlechtergerecht formulieren möchte, kann mehrere Formen verwenden: die ausgeschriebene Doppelnennung, eine verkürzte Form mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie, wo passend, eine neutrale Umschreibung. Welche Form geeignet ist, hängt von Textsorte, Leserschaft und institutionellen Vorgaben ab. In wissenschaftlichen Arbeiten ist es besonders wichtig, die Vorgaben der Hochschule zu beachten und die gewählte Form konsequent beizubehalten. Wer sich für das Thema gendergerechte Sprache allgemein interessiert, findet weiterführende Hinweise dazu in unseren anderen Ratgebern.
Ergänzende Einträge im Gender-Wörterbuch: Programmierer gendern, Entwickler gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.